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Wolfgang Zelmer

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Wolfgang Zelmer (* 6. April 1948 in München) ist ein deutscher Künstler. Berühmt wurde er durch seine außergewöhnlichen Gemälde und Originalgraphiken, die sich vor allem mit dem Thema des Stilllebens auseinandersetzen.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Von 1968 bis 1970 studierte Wolfgang Zelmer in London an der Hampstead-School of Arts und anschließend von 1971 bis 1972 in Paris an der Academie Julian Kunst. Durch seine Tätigkeit als Studienreiseleiter konnte er von 1972 bis 1982 seine Kenntnisse vertiefen und erweitern. Längere Aufenthalte in der Toscana, Umbrien und Venetien weckten ab 1976 seine Leidenschaft für Italien. So wurde die Villa Barca, ein historisches Gebäude in den Bergen von Ligurien, sein zweites Atelier. Im Jahr 200 übersiedelte Wolfgang Zelmer nach Irland, wo er seitdem in einem Cottage im Südwesten der Insel lebt und arbeitet. Seit 2000 lehrt er als Gastdozent für Malerei an der Reichenhaller Akademie. Ausstellungen seiner Werke sind seit 1978 kontinuierlich international zu sehen u.a.in Berlin, Paris, New York, Nizza Tokio, Buenos Aires Brüssel, London und Nürnberg.

Werk

Von Anfang an gilt Wolfgang Zelmers Interesse dem Stillleben. 1975 entstehen erste Graphiken in der Werkstätte Josef Werner in München. In Farbradierungen und Lithografien des Frühwerks werden alltägliche Dinge, aber auch architektonische Formen oder Portrait- und Anatomiestudien, inspiriert durch große Meister, als Bildelemente verwendet. Ab 1986 wird im Werk des Künstlers eine intensive Auseinandersetzung mit klassischer Stilllebenmalerei, insbesondere japanischen, italienischen und niederländischen Vorbildern deutlich. Motive aus Pflanzen- und Tierwelt werden verstärkt ausgewählt. Anfang der 90er Jahre hat sich Wolfgang Zelmers Werk immer mehr zu einer originalen Bildsprache mit durchdachten Kompositionen von höchst subtiler Farbigkeit und meisterhafter Darstellung hinentwickelt. Rätselhafter Ausdruck und klassische Symbolik verweisen als Mystische Stillleben auf die Auseinandersetzung mit dem Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Charakteristisch für Zelmers Kunst sind ferner auch Konstruktionszeichnungen, Bildunterschriften und alte Schriftstücke, die der Künstler in seinen Unikaten bewusst als Bildelemente verwendet. Ein weiteres wesentliches Charakteristikum ist das Herausarbeiten einer hohen atmosphärischen Dichte und Bedeutung. Zelmers Bilder regen zum Nachdenken über Zeit, Lebendigkeit und Vergänglichkeit an. Das Stillleben platziert in eine weite Landschaft ist ebenfalls ein grundlegendes Thema. Das umfangreiche Werk von Wolfgang Zelmer wird seit 1989 von der Galerie & Edition Bode betreut, dokumentiert und vertreten.

Auszeichnungen

  • 1979 - Erding, Kunstpreis der Erdinger Wintertage
  • 1981 - Japan, Tokio, Nikkiten Grafik Biennale, 2. Preis
  • 1982 - Monte Carlo, XVième Prix Internationale D'Art Contemporain
  • 1982 - Tokio, Gold Award des Ueno Royal Museums

Literatur (Auswahl)

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