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Winnigstedt

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Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Wolfenbüttel
Samtgemeinde: Schöppenstedt
Koordinaten: Koordinaten: 52° 4′ N, 10° 46′ O52° 4′ N, 10° 46′ O
Höhe: 91 m ü. NN
Fläche: 12,05 km²
Einwohner: 892 (29. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte: 74 Einwohner je km²
Postleitzahl: 38170
Vorwahl: 05336
Kfz-Kennzeichen: WF
Gemeindeschlüssel: 03 1 58 035
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Webpräsenz:
Bürgermeister: Kurt Alpers (CDU)
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Winnigstedt ist eine Gemeinde im Landkreis Wolfenbüttel in Niedersachsen an der Landesgrenze nach Sachsen-Anhalt. Sie ist Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Schöppenstedt.

Bis 1945 stieß hier das Land Braunschweig an Preußen. Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Winnigstedt (bis 1939 Groß und Klein Winnigstedt) und Mattierzoll.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Winnigstedts Gründungsjahr (um 1000) ist unbekannt. Belege dafür werden noch gesucht. Erstmals erwähnt wird es 1182 als "Winnincstede" und zwar in einer Urkunde über eine vom Kloster Marienthal eingetauschte Hufe.

Als Ausläufer der Magdeburger Börde verfügt das umliegende Große Bruch über beste Böden. 1936 gab es Platzbedarf um das Völkenroder Testfluggelände und man siedelte elf Höfe in diesen letzten Flecken des Braunschweiger Landes um. Damals entstanden die an den gekreuzten Pferdeköpfen erkennbaren Niedersachsenhäuser.

Grenzpunkt Mattierzoll

An dem Grenzpunkt zwischen Mattierzoll (der Mattier war eine Zahlungseinheit zum Überqueren des Hessendamms) und dem Ort Hessen war schon seit der Entstehung vor fast 700 Jahren eine Grenze zwischen zwei Staaten, Ländern, Provinzen, Verwaltungsbezirken deutscher Nationalität, die Jedoch zu allen Zeiten durchlässig war. Die folgenschwere „Grenzbereinigung“ 1941 wurde vor allem zum Zwecke der Neuordnung von zusammenhängenden und geschlossenen Verwaltungsbezirken unternommen, um diese Gebiete besser organisieren zu können.

Erst als man begann, die Grenze nach 1945 zu schließen, erfüllte sie keinen sinnvollen Zweck, sondern diente nur der Trennung. Sie wurde zur Nahtstellen des Ost-West-Konflikts.

In den fünfziger Jahren hatte sich der Grenzort als Eisenbahn-Knotenpunkt etabliert: in Mattierzoll traf die Staatsbahn (Helmstedt-Holzminden) auf die Braunschweig-Schöninger Eisenbahn und die Privatbahn Mattierzoll-Heudeber.

Am 11. November 1989 am Morgen um 7.58 Uhr geschah das, was alle erhofften und mancher doch nicht so recht glauben konnte, 44 Jahre nach der Grenzabsperrung rollte ein Trabbi über diese Grenze. Drei Männer, welche über Nacht vom Samstag auf Sonntag mit schwerem Gerät die ehemalige Strasse für den Verkehr instand stellten.

Wind- und Wassermühlen

Vor nicht zu langer Zeit gab es auch hier noch zahlreiche Wind- und Wassermühlen, woran die Namen Trift am Mühlenbeek, Mühlenbach und Teichmühle erinnern. Letztere wird schon 1551 nachgewiesen und gehörte später zum fürstlichen Vorwerk, aus dem sich der eigentliche Ort entwickelte. Unter der heutigen Teichstraße hindurch floss früher das Wasser aus dem Teich in die Mühlradkammer. In einer Dorfbeschreibung von Klein Winnigstedt (1750) wird von einer Wassermühle am Meesche Graben berichtet, die bis 1965 Weizen- und Roggenmehl herstellte - zuletzt getrieben von einem Dieselmotor. Bis 1980 wurde hier Getreide geschrotet und ein Futtermittelhandel betrieben. Das Gebäude wird heute als Wohnhaus genutzt. An die traditionsreiche Geschichte der beiden Wassermühlen erinnern das Mühlrad im ehemaligen Klein Winnigstedt und einige Mahlsteine.

Weblinks

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