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Wilhelm Riphahn

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Bild:Wilhelm Riphahn at the white town from Werner Mantz.jpg
Werner Mantz (1901–1983) Wilhelm Riphahn in der „Weißen Stadt“, ca.1930, Besitz: Galerie Berinson, Berlin

Wilhelm Riphahn (auch Riphan) (* 25. Juli 1889 in Köln; † 27. Dezember 1963 in Köln) war ein deutscher Architekt.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Wilhelm Riphahn wurde geboren als Sohn des Bauunternehmers Gottfried Riphahn und seiner Frau Maria Wilhelmine, Tochter des Bauunternehmers Peter Gaertner. Er besuchte zunächst die Baugewerkschule Köln, daran anschließend als Hospitant (Gasthörer) die Technische Hochschule München, die Technische Hochschule Dresden und die Technische Hochschule Berlin-Charlottenburg – zu seinen Lehrern zählten Theodor Fischer, Karl Hocheder, Martin Dülfer und Cornelius Gurlitt.

Er arbeitete zunächst im Siemens-Baubüro in Berlin und 1912 im Büro Gebrüder Taut & Hoffmann (Bruno Taut, Max Taut und Franz Hoffmann) in Berlin, außerdem war er zeitweise Mitarbeiter im Büro von Otho Orlando Kurz in München und bei Stadtbaurat Hans Erlwein in Dresden. Ab 1913 war Wilhelm Riphahn als selbständiger Architekt in Köln tätig. Während des Ersten Weltkriegs und von 1925 bis 1931 arbeitete er mit dem Architekten Caspar Maria Grod zusammen. Nach 1945 waren seine wichtigsten Mitarbeiter die Architekten Hans Menne und Benvenuto Bausch.

1950 erhielt Riphahn die Ehrendoktorwürde (Dr.-Ing. E.h.) der Technischen Hochschule Braunschweig und 1953 den Großen Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen. 1955 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Akademie der Künste in Berlin berufen.

Sein Grab befindet sich auf dem Kölner Melaten-Friedhof.

Werke

Bild:Koelnoper.jpg
Kölner Opernhaus
Bild:Koelneroper.jpg
Ränge in der Kölner Oper
Bild:Bastei koeln blick r norden.jpg
Restaurant Bastei, Köln, Baujahr 1924
  • Wohnanlage „Grüner Hof“, Köln-Mauenheim (1922–1924)
  • Restaurant „Bastei“, Köln (1924 und Wiederaufbau 1958)
  • Siedlung Zollstock, Köln (1927–1930)
  • Siedlung Kalkerfeld, Köln (1927–1932), heutiges Köln-Buchforst; „Weiße Stadt“ und „Blauer Hof“
  • Baugruppen 4 und 14 der Siedlung Dammerstock, Karlsruhe (1927–1929)
  • Büro- und Geschäftshaus, sog. „Indanthren-Haus“, Köln (1930)
  • kath. Pfarrkirche St. Petrus Canisius, Köln-Buchforst (1930–1931)
  • Wohn- und Geschäftsbauten in der Hahnenstraße, Köln (1947–1949)
  • Die Brücke, ehemals British Council, Köln (1950)
  • Institut Français, Köln (1953)
  • Opernhaus am Offenbachplatz, Köln (1954–1957)
  • Verwaltungsgebäude (Provinzial-, Feuer- und Lebensversicherungsanstalten) Düsseldorf (mit Eugen Blanck und Hans Schwippert, 1952–1953)
  • Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität, Köln (1959)

Literatur

  • Wilhelm Riphahn, Architekt in Köln: eine Bestandsaufnahme; [anlässlich der Ausstellung Wilhelm Riphahn – Architekt in Köln im Museum für Angewandte Kunst Köln vom 18. September 2004 bis 2. Februar 2005; Katalog] / hrsg. vom Museum für Angewandte Kunst Köln. Britta Funck. Mit Beitr. von Gudrun Escher, Monika Läuferts und Texten von Wilhelm Riphahn, Köln: König 2004 ISBN 3-88375-881-7
  • Heinrich de Fries (Einl.): Wilhelm Riphahn. Berlin, Leipzig, Wien: F. E. Hübsch, 1927. ALS NACHDRUCK Berlin: Gebr. Mann, 1996 ISBN 3-7861-1813-2 [Mit einem Nachwort zur Neuausgabe von Wolfram Hagspiel.]
  • Clemens Klemmer: Der Kölner Architekt Wilhelm Riphahn (1889–1963). In: Werk, Bauen+Wohnen, 76./43. Jg. (1989) Heft 3, S. 72,74 (mit Literaturangaben).
  • Wolfram Hagspiel: Der Kölner Architekt Wilhelm Riphahn. Sein Lebenswerk von 1913 bis 1945. Köln: König, 1982. ISBN 3-88375-017-4. [Zugl.: Köln, Univ., Diss.: 1981.]
  • Werner Mantz (1901–1983), Fotograf, dokumentierte sein Werk Kalkerfeld in „Architekturphotographie in Köln 1926–1932“. (siehe Foto)

Weblinks

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