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Werner Bab

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Werner Bab (* 2. Oktober 1924 in Oberhausen) ist ein deutscher Holocaust-Überlebender.

Leben

Ab 1929 lebte Werner Bab in Berlin, aber durch die Nürnberger Rassengesetze von 1935 war er gezwungen seine schulische Laufbahn im Internat für jüdische Kinder in Stettin weiterzuführen.

Nach der Schließung der Schule kurz nach der Reichskristallnacht 1938 zog er wieder nach Berlin zurück. Er versuchte 1942 in die Schweiz zu flüchten, wurde jedoch von der Gestapo verhaftet und ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Obwohl schon als Häftling mit der Nummer 136857 für die „Sonderbehandlung“ selektiert, überlebte Bab das KZ. Befreit wurde Bab schließlich am 6. Mai 1945 von der US-Armee.

Seine mittlerweile in San Francisco lebende Mutter erfuhr durch Zufall aus der deutsch-jüdischen Zeitschrift „Aufbau“, daß ihr Sohn den Holocaust überlebt hatte. Mit einem Truppentransporter gelangte Werner Bab von Bremerhaven über New Orleans nach Kalifornien.

Doch Werner Bab hatte Sehnsucht nach seiner Heimat. Wie sein Vater fühlte er sich „treu deutsch“ und kehrte letztlich als einziges Familienmitglied wieder nach Deutschland zurück.

Ab 1958 baute sich Bab eine Existenz in der Automobilbranche auf. Autohäuser wurden am Wittenbergplatz, in Spandau, Charlottenburg und Wedding eröffnet. Seit 1990 gehört Fiat Bab zum Stadtbild Kreuzbergs. Seine Laden an der Kreuzbergstraße 78 ist stadtbekannt.

Die Filmbiografie eines Holocaust-Überlebenden „Zeitabschnitte des Werner Bab“ von Christian Ender zeigt sein Kampf ums Überleben und das seiner jüdischen Mitbürger zur Zeit des Holocausts.

Seit 16. Mai 2006 ist Werner Bab Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande.

Weblinks

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