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Werft

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Bild:Werft.jpg
Die HDW-Werft in Kiel
Bild:CIMG0053.JPG
Werftgelände Blohm + Voss (Trockendock "Elbe 17") Hamburg

Eine Werft (alt-niederl./friesl.: Der am Wasser baut, siehe auch: Warft) ist ein Betrieb zum Bau und zur Reparatur von Booten und Schiffen. Der Schiffbauplatz einer Werft ist die Helling oder der Helgen. Jedes auf ihr gebaute Schiff erhält eine Bau-Nr. (Baunummer) - ein stets fortlaufender Zähler, der die jeweilige Zahl der bisher auf der Werft gebauten Schiffe angibt. Auch für Anlagen zur Produktion und Grundinstandsetzung von Luftschiffen und Flugzeugen wird teilweise der Ausdruck Werft (Luftschiffwerft, Flugzeugwerft) benutzt.

Nach den hergestellten Typen von Wasserfahrzeugen wird unterschieden zwischen

  • Bootswerften
  • Binnenschiffswerften
  • Seeschiffswerften.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die ersten Werften, auf denen Schiffe in Serie entstanden, wurden vermutlich von den Karthagern und Phöniziern erbaut. Später hatten die Römer ausgedehnte Werftkomplexe, vor allem zum Bau von Galeeren. In der Antike war bereits das Trockendock bekannt.

Jedoch im Mittelalter erfolgte der Bau von Schiffen in den Werften an Land. Die ersten sicher archäologisch nachgewiesenen und noch heute existierenden Trockendocks entstanden unter Zheng He in Nanking, China, zum Bau der legendären Schatzschiffe Anfang des 15. Jahrhunderts. Mit dieser Entwicklung wurde der Bau großer, etwa 70 m langer Dschunken möglich. In Europa wurde ein Trockendock erstmals 1495 in Portsmouth gebaut und angewandt.

Für Reparaturzwecke wurde 1839 vom amerikanischen Ingenieur Gilbert das Schwimmdock erfunden. Schwimmdocks funktionieren ähnlich wie U-Boote: Zum Einfahren der Schiffe werden sie geflutet und tauchen soweit ab, dass das zu reparierende Schiff einfahren kann. Anschließend wird das Wasser aus den Tanks herausgepumpt oder mit Pressluft herausgedrückt, so dass das Schwimmdock mit dem Schiff soweit auftaucht, dass der Boden trocken ist. Der Neubau von Schiffen findet zunehmend in großen, geschlossenen Hallen statt.

Vom 16. Jahrhundert bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts befanden sich die größten Werften zunächst in Europa, dann auch in Nordamerika.

Im Zuge der sog. Werftenkrise wurden in Europa Schiffbaukapazitäten abgebaut, die größten Werftkapazitäten entstanden nun in Japan, Süd-Korea und China.

Die drei großen Werften Blohm & Voss,Hamburg, Deutsche Nordseewerke, Emden (beide ThyssenKrupp Werften) und HDW wurden am 5. Januar 2005 zusammengeschlossen. Dazu übernahm der Thyssen-Krupp-Konzern, der bereits Eigentümer von Blohm & Voss und der Nordseewerke war, die HDW vom US-Finanzinvestor One Equity Partners. Im Rahmen der Übernahme bekamen die Amerikaner 25 Prozent am neuen Verbund und 240 Millionen Euro in bar. Damit ist insbesondere die U-Boot-Technologie der HDW für die deutschen Standorte gesichert.

Begriff

Im Mittelalter wurden Werften auch als Lastadie bezeichnet[1][2]. Als Lastadie werden teilweise auch Hafenähnliche Einrichtungen bezeichnet[3].

Bekannte Werften

Deutschland

Werfthalle Schichau Seebeck, Bremerhaven
Werfthalle Schichau Seebeck, Bremerhaven

(siehe auch Liste deutscher Marinewerften)

Bremen

Hamburg

Mecklenburg-Vorpommern

Niedersachsen

Nordrhein-Westfalen

Schleswig-Holstein

Finnland

Dänemark

Schweiz

Schweden

Österreich

Kroatien

Großbritannien

Südkorea

USA

Italien

Frankreich

Siehe auch

wikt:
Wiktionary
Wiktionary: Werft – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen

Quellen

  1. Derek Meister: "Rungholts Ehre", 2006 ISBN-13: 978-3-442-36310-0
  2. "Historische Rostocker Ansichten" von Dr. Wolfgang Baier
  3. Oeconomische Encyclopädie online

Weblinks

<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Commons: Werft – Bilder, Videos und/oder Audiodateien
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