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Weltgedächtnis
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Unter Weltgedächtnis wird die metaphysische Vorstellung von einem zeit- und raumübergreifenden immateriellen Gedächtnis verstanden, in dem alle Ereignisse der Vergangenheit, nach mancher Auffassung sogar der Gegenwart und Zukunft, aufgezeichnet sind.
Die Vorstellung eines Weltgedächtnisses findet sich bereits bei Plotin, Ficinus und Paracelsus sowie in Ansätzen auch bei Agrippa von Nettesheim und in der christlichen Überlieferung[1]. Im Okkultismus und in der Theosophie des 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts spielt diese Vorstellung unter anderem bei Eliphas Lévi eine Rolle. Namentlich Helena Petrovna Blavatsky und Rudolf Steiner geben Beschreibungen von Inhalten des von ihnen als Akasha-Chronik bezeichneten Weltgedächtnisses.
- ↑ beispielsweise in der Missa pro defunctis aus dem Missale curiale (1472) oder auch dem Missale Romanum (1570) der römisch-katholischen Kirche
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