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Weißwasser/Oberlausitz
Aus Fotonexus.
| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Bild:Wappen Weisswasser.PNG |
| ||||
| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Sachsen | ||||
| Regierungsbezirk: | Dresden | ||||
| Landkreis: | Niederschlesischer Oberlausitzkreis | ||||
| Verwaltungsge- meinschaft: | Weißwasser | ||||
| Koordinaten: | Koordinaten: 51° 30′ N, 14° 38′ O51° 30′ N, 14° 38′ O | ||||
| Höhe: | 140 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 63,60 km² | ||||
| Einwohner: | 20.870 (29. Nov. 2006) | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 328 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 02943 | ||||
| Vorwahl: | 03576 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | NOL (bis 1994: WSW) | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 14 2 84 470 | ||||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Am Marktplatz 02943 Weißwasser | ||||
| Webpräsenz: | |||||
| Oberbürgermeister: | Hartwig Rauh (parteilos) | ||||
| Lage der Stadt Weißwasser im Niederschlesischen Oberlausitzkreis | |||||
| Bild:Weisswasser in NOL.PNG | |||||
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Weißwasser/Oberlausitz (obersorb. Běła Woda, niedersorb. Běła Wóda) ist eine Große Kreisstadt in der sächsischen Oberlausitz. Im amtlichen Schriftverkehr wird Weißwasser/O.L. verwendet. Sie ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Weißwasser.
Weißwasser ist die größte Stadt des Niederschlesischen Oberlausitzkreises. Das Wahrzeichen ist der Wasserturm nahe der Schwimmhalle. 2005 war Weißwasser Gastgeberstadt des Tages der Sachsen nach dem Slogan „Wer Weißwasser kennt, der weiß was er kennt!“
Inhaltsverzeichnis |
Stadtgliederung
Das ursprüngliche Dorf Weißwasser befand sich im westlichen Teil der Stadt, etwa an der August-Bebel-Straße. Dieser Bereich wird heute das "Alte Dorf" genannt. Das Stadtgebiet umfasst neben dem Hauptort auch den 1903 eingemeindeten Ortsteil Hermannsdorf. Ab den 1960er Jahren wurde südwestlich der ursprünglichen Stadtlage das Wohnviertel Weißwasser-Süd errichtet, das vorwiegend aus Plattenbauten besteht.
Geschichte
Am 8. Juni 1552 wurde Weißwasser erstmalig im Besitzverzeichnis (Urbarium) der Standesherrschaft Muskau erwähnt. Das Stadtrecht erhielt der Ort jedoch erst am 28. August 1935. Nach der Besetzung durch die Rote Armee am 19. April 1945 war die Stadt zu 40 Prozent zerstört. Von 1952 bis 1994 war Weißwasser Kreissitz des gleichnamigen Landkreises.
Weißwasser war im 19. und 20. Jahrhundert als Glasmacherstadt bekannt. Während dieser Jahrhundertwende war das Dorf das europäische Glaszentrum. Große Bedeutung erlangte die Produktion von Glaskolben für Glühlampen (z.B. Osram). Nach der politischen Wende in der DDR mussten die meisten Glasbetriebe schließen, heute ist nur noch ein kleiner Rest geblieben. Durch diesen Wandel erfolgte ein drastischer Bevölkerungsrückgang. So zählte man Anfang der 90er Jahre noch 39.000 Einwohner.
Einwohnerentwicklung
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):
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- Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen
1 29. Oktober
2 31. August
3 31. Dezember 2005
Politik
Am 13. Juni 2004 wurde in Weißwasser der neue Stadtrat gewählt.
Die Wahlbeteiligung lag, von 18.653 Wahlberechtigten, bei 29,36 %.
Wappen
Das Wappen wurde am 31. Januar 1927 bewilligt. Die zwei grünen Gläser symbolisieren die Glasindustrie in der Stadt, während der DDR-Zeit setzte sie sich als größte im Land durch. Die Werkzeuge des Bergmannes weisen auf den Braunkohleabbau nahe der Stadt hin. Die Farben Blau und Gelb sind die traditionellen Farben der Oberlausitz. Im unteren Teil sind weiße Wellen zu sehen, ein Hinweis auf den Stadtnamen.
Städtepartnerschaften
- Brühl (Rheinland) (NRW)
- Żary (deutsch Sorau) (Republik Polen)
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Wasserturm
- Eisstadion "Fuchsbau"
- Glasmachermuseum
- Tierpark
- Pücklerpark Bad Muskau
- Rhododendronpark Kromlau mit Rakotzbrücke
- Waldeisenbahn Muskau
- Braunsteich
- Findlingspark Nochten
- Tagebau Nochten
Parks
In Weißwasser gibt es zahlreiche, aber nicht sehr große oder alte Parkanlagen. Der größte Park ist der Freizeitpark mit großer Festwiese, Skaterbahn, BMX-Crossbahn und Fußballfeld. Kleinere Parkanlagen gibt es am Friedhof und am Jahnteich (Jahnpark). Der Lutherpark im Norden der Stadt wurde nach dem 2. Weltkrieg in eine Kleingartenanlage umgewandelt.
Sport
Besonders erfolgreich war der örtliche Eishockeyverein Eissport Weißwasser, der als SG Dynamo Weißwasser häufigster Deutscher Meister in der Oberliga der DDR wurde.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Durch Weißwasser verläuft die von Bautzen kommende Bundesstraße 156. Bis zum nordöstlich gelegenen Grenzübergang Bad Muskau nach Polen sind es 7 km. Die nächste Autobahnanschlussstelle an die A 15 - Roggosen - liegt 34 km in nördliche Richtung. In südlicher Richtung führt die B 156 am Braunkohlekraftwerk Boxberg vorbei nach Bautzen (A 4).
Auf der Schiene ist Weißwasser von Cottbus und Spremberg (nördlich), sowie Zittau und Görlitz (südlich) erreichbar. Der aktuelle Fahrplan (2007) bietet fast einen Stundentakt und wird von Connex (Lausitzbahn) betrieben. Früher war geplant, eine Bahnverbindung zwischen Bautzen und Weißwasser aufzubauen. Ein Vorhaben, welches über Jahrzehnte lang diskutiert und nie realisiert wurde. Des weiteren gab es die Bahnstrecken Weißwasser - Forst - Guben und die Bahnlinie in Richtung Bad Muskau, die bis Mitte der 90er Jahre noch mit Gütern befahren wurde. Ab Weißwasser-Teichstraße wird die frühere Waldeisenbahn Muskau (600mm Spurweite), bis Kromlau und Bad Muskau als Museumstrecke betrieben. Vom großen früheren Streckennetz ist auch die Tonbahn übrig geblieben, die aber nur für Sondergüterzüge genutzt wird und über eine Brücke über der Regelspurstrecke führt.
Medien
In Weißwasser erscheinen Lokalausgaben der Tageszeitungen Lausitzer Rundschau und der Sächsischen Zeitung sowie eine Lokalausgabe der wöchentlich erscheinenden Zeitung Wochenkurier. In Weißwasser-Süd werden ein Radiosender und ein TV-Programm von der Radio WSW GmbH produziert.
Öffentliche Einrichtungen
- Stadtbibliothek Weißwasser
- Glasmuseum
Bildung
- 4 Grundschulen
- 2 Mittelschulen
- Landau-Gymnasium Weißwasser
- Berufliches Schulzentrum
- Brüder-Grimm-Schule, Schule zur Lernförderung
- Astrid-Lindgren-Schule, Förderschule für geistig Behinderte
- Hans-Fallada-Schule, Schule für Erziehungshilfe
Söhne und Töchter der Stadt
- Christa Luding-Rothenburger geb. Rothenburger (* 4. Dezember 1959), Eisschnellläuferin und Radsportlerin
- Gerhard Froboess (* 10. Mai 1906, † 26. Februar 1976 in Berlin), Komponist, Tontechnikermeister und Verleger
- Günter Schubert (* 18. April 1938), Schauspieler
- Hans Jürgen Wenzel, (* 4. März 1939), Komponist und Dirigent
- Mirko Lüdemann (* 15. Dezember 1973), Eishockeyspieler
- Rudolf Lange (* 18. April 1910, † 23. Februar 1945 in Posen), Nationalsozialistischer SD-Kommandeur, Teilnehmer der Wannsee-Konferenz
Literatur:
Herbert Tschätsch: Das Lausitzer Eishockeywunder aus Weißwasser. ISBN 978-3-935881-37-1
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