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Vittorio Emanuele Orlando
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Vittorio Emanuele Orlando (* 19. Mai 1860 in Palermo, † 1. Dezember 1952 in Rom) war italienischer Ministerpräsident von 1917 bis 1919.
Der studierte Jurist war bereits unter den Ministerpräsidenten Antonio Salandra und Paolo Boselli politisch aktiv. Als 1917 die Schlacht von Karfreit zum Rücktritt Bosellis führte, wurde Orlando zum neuen Ministerpräsidenten gewählt.
Er gehörte zusammen mit Woodrow Wilson, Georges Clemenceau und David Lloyd George zum „Rat der Vier“, dem obersten Gremium der Pariser Friedenskonferenz 1919. Die vier Staatsoberhäupter hatten maßgeblichen Anteil an der Ausgestaltung der Pariser Vorortverträge. Doch auf Grund seiner schwachen politischen Position und seiner mangelnden Englischkenntnisse spielte Orlando nur eine untergeordnete Rolle und konnte sich nicht gegen seinen Außenminister Sidney Sonnino durchsetzen. 1919 dankte er als Ministerpräsident ab.
Anlässlich einer Rede zu seiner Verteidigung konnte Orlando 1925 noch ohne Gefahr sagen: „Wenn man diese Gefühle und Einstellungen (das sizilianische Ehrgefühl) Mafia nennt, dann erkläre ich, dass ich ein Mafioso bin, und ich bin stolz darauf.“
Von 1944 an war Orlando Mitglied der italienischen Abgeordnetenkammer. 1948 wurde er für seine Verdienste von der verfassunggebenden Versammlung zum Ehrensenator auf Lebenszeit ernannt.
| Vorgänger | Ministerpräsident von Italien 1917 - 1919 | Nachfolger |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Orlando, Vittorio Emanuele |
| KURZBESCHREIBUNG | italienischer Ministerpräsident (1917–1919) |
| GEBURTSDATUM | 19. Mai 1860 |
| GEBURTSORT | Palermo |
| STERBEDATUM | 1. Dezember 1952 |
| STERBEORT | Rom |
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