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Vinylchlorid

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Strukturformel
Bild:Vinylchlorid.png
Allgemeines
Name Vinylchlorid
Summenformel C2H3Cl
Andere Namen Chlorethen
Kurzbeschreibung einfache, chlororganische Verbindung
CAS-Nummer 75-01-4
Sicherheitshinweise
Gefahrensymbole
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R- und S-Sätze R: Vorlage:R-Sätze

S: Vorlage:S-Sätze

Handhabung Schutzmaßnahmen: Atemschutz, Vollschutz
Lagerung Druckdosen und -zylinder
MAK Maximale Arbeitsplatzkonzentration ist nicht festgelegt. Siehe Text.
LD50 (Ratte) akut, oral: LD50: 500 mg/kg
inhalativ: LCL0: 250 ppm
chronisch: TCL0: 130 mg/m³
LD50 (Maus)inhalativ: LCL0: 500 ppm
chronisch: TCL0: 130 mg/m³
LD50 (Meerschweinchen) inhalativ: 300000 mg/kg
Physikalische Eigenschaften
Aggregatzustand gasförmig
Farbe farblos
Dichte 0,9 g·cm-3
Molmasse 62,50 g·mol-1
Schmelzpunkt -154 °C
Siedepunkt -13,9 °C
Zündtemperatur 435 °C
Dampfdruck 3,4 bar
Löslichkeit Löslichkeit in Wasser (20 °C, 1 bar) 3424 mg·l-1
Gut löslich in organischen Lösungsmitteln
Schlecht löslich in Wasser
SI-Einheiten wurden, wo möglich, verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, wurden Normbedingungen benutzt.


Vinylchlorid (Chlorethen), abgekürzt VC, ist ein farbloses, brennbares, narkotisierendes Gas mit leicht süßlichem Geruch. Es ist die Grundsubstanz zur Herstellung von Polyvinylchlorid (PVC).

Inhaltsverzeichnis

Eigenschaften

Vinylchlorid ist leicht entflammbar. Bei einem Luftvolumenanteil von 3,8 bis 31 Prozent ist es explosiv. Vinylchlorid kondensiert bei -13,9 °C und erstarrt bei -154 °C.

Vinylchlorid polymerisiert bei Einwirkung von Licht, Luft und Wärme zu PVC. Beim Verbrennen von Vinylchlorid entstehen Chlorwasserstoff und Spuren von Phosgen. Vinylchlorid löst sich fast unbegrenzt in organischen Lösungsmitteln, aber nur wenig in Wasser.

Gewinnung

Bei der Herstellung von Vinylchlorid wird in einem ersten Schritt aus Ethen und Chlor durch so genannte "Direktchlorierung" 1,2 - Dichlorethan erzeugt. In einem nachgeschalteten Schritt wird dieses unter Abspaltung von Chlorwasserstoff zu Vinylchlorid umgesetzt.

Gefahren

Lange Zeit galt Vinylchlorid als relativ wenig giftig mit lediglich leicht betäubender Wirkung und Reizung der Augen. Über giftige Wirkungen beim Menschen wurde erstmals Mitte der 60er Jahre berichtet. Erst Anfang der 70er Jahre wurde das klinische Bild der sogenannten Vinylchlorid-Krankheit als systematisch erkannt. Vinylchlorid führt zu Schädigung der Leber, Speiseröhre, Milz, Handdurchblutung, Handknochen und Haut. Außerdem ist es als krebserzeugend eingestuft.

Die Grenzwerte für die maximale Vinylchlorid-Konzentration am Arbeitsplatz wurden laufend herabgesetzt: 1966 betrug der MAK-Wert 500 ppm, 1971 100 ppm und 1974 50 ppm. Wegen der inzwischen erwiesenen Karzinogenität kann heute kein MAK-Grenzwert festgelegt werden.

Weitere Angaben:
WGK 2: wassergefährdend.
Luftgrenzwert (TRGS 900):
bei bestehenden Anlagen VC- und PVC-Herstellung: 8 mg · m-3 bzw. 3 ml · m-3 (TRK); bei übrigen Anlagen: 5 mg · m-3 bzw. 2 ml · m-3 (TRK).
Krebserzeugend der Kategorie K1: Stoffe, die beim Menschen bekanntermaßen krebserzeugend wirken.

Weblinks

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