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Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik
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Der Verband
Organisation und Kooperationen
Mit 34.000 Mitgliedern, davon 1.250 Unternehmen und 6.500 Studenten, (Stand: Ende 2005) gehört der VDE Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik zu den großen wissenschaftlich-technischen Verbänden in Europa.
Er beschäftigt im Hauptverband, den Geschäftsbereichen und Beteiligungen über 700 Mitarbeiter. Sitz des VDE ist Frankfurt am Main mit Repräsentanzen bzw. Standorten in Berlin, Brüssel, Offenbach am Main und Dresden. Bundesweit ist der VDE durch seine 29 Regional–/Bezirksvereine präsent. Hinzu kommen Büros des VDE-Instituts in den USA, China, Japan, Korea, Schweiz und Italien. Ein ehrenamtliches Präsidium, dem namhafte Vertreter der Technik aus Wissenschaft und Wirtschaft angehören, und ein hauptamtlicher Vorstand gestalten die Verbandspolitik.
Unter dem Dach des VDE sorgen fünf Fachgesellschaften für Wissenstransfer, Networking und Informationsaustausch rund um das Thema Technik:
- Informationstechnische Gesellschaft (ITG) – Die ITG fördert die Forschung und Anwendung der Informationstechnik in der Daten– und Kommunikationstechnik, in Produktionssystemen, im Umweltschutz, in der Medizin– und Verkehrstechnik.
- Energietechnische Gesellschaft (ETG) – Ziel der ETG ist die Weiterentwicklung der Komponenten, Geräte und Systeme zur Erzeugung, Übertragung, Verteilung und Anwendung elektrischer Energie.
- Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE (DGBMT) – Die DGBMT setzt sich für die interdisziplinären Zusammenarbeit von Ingenieuren, Naturwissenschaftlern und Ärzten ein.
- VDI/VDE-Gesellschaft für Mikroelektronik, Mikro- und Feinwerktechnik (GMM) – Ziel der interdisziplinär ausgerichteten VDE/VDI -Fachgesellschaft GMM ist es, Impulse in den Bereichen Mikroelektronik, Mikrosystem- und Nanotechnik sowie Feinwerktechnik zu geben.
- VDI/VDE-Gesellschaft für Mess- und Automatisierungstechnik (GMA) – Die GMA fördert den Bereich Mess–, Leit– und Automatisierungstechnik in Theorie und Anwendung.
Der VDE ist weltweit tätig und unterhält ein weitgespanntes Netz von internationalen Kontakten und Partnerschaften. Experten des VDE sind in allen relevanten Organisationen der Normung wie CENELEC, ETSI oder IEC vertreten. Der VDE kooperiert auch mit dem Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE), dem größten, weltweiten Berufsverband von Elektroingenieuren.
Verbandsziele
Der VDE engagiert sich für Zukunftstechnologien und vertritt die Interessen der darin tätigen Ingenieure, Wissenschaftler und Studierenden gegenüber Politik und Öffentlichkeit.
Sein Spektrum reicht von technologie- und bildungspolitischen Expertisen bis hin zur Normung und Produktprüfung in der Elektro- und Informationstechnik. Kommunikation, Energie, Mobilität, Automation und Life Science sind zentrale Innovationsfelder, die der VDE fördert. Sein Ziel ist ein besseres Innovationsklima, eine moderne Ingenieurausbildung und eine hohe Technikakzeptanz.
Das Spektrum der VDE-Verbandsarbeit:
- Wissenstransfer: Ziel des VDE ist es, durch die fünf Fachgesellschaften im Verbund mit den Bereichen Normung und Produktprüfung einen effektiven Wissenstransfer und Informationsaustausch zwischen Forschern, Entwicklern und Anwendern zu schaffen.
- Weiterbildung: Der VDE ist mit rund 500 Seminaren sowie rund 100 nationalen und internationalen Tagungen pro Jahr einer der größten Anbieter von Weiterbildung bei elektrotechnischen Themen.
- Technologie- und Bildungspolitik: Der VDE engagiert sich für Zukunftstechnologien und vertritt die Interessen der darin tätigen Ingenieure, Wissenschaftler und Studierenden in der Politik und Öffentlichkeit.
- Nachwuchsförderung: Der VDE unterstützt wissenschaftlichen Nachwuchs und technikinteressierte Jugendliche. Das VDE-Youngnet fördert ca. 9.000 Studierende und Young Professionals. Jedes Jahr vergibt der VDE Preise und Stipendien an begabte Studenten, Absolventen und junge Wissenschaftler und führt Wettbewerbe wie z. B. Invent-a-chip durch.
- Internationale Normen und Standards: Als Gründungsmitglied der IEC setzt sich der VDE für international harmonisierte Standards ein. Die vom Verband getragene DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik im DIN und VDE ist die nationale Normungsorganisation auf diesem Gebiet.
- Produktprüfung und Zertifizierung: 400 Mitarbeiter des VDE Prüf- und Zertifizierungsinstituts in Offenbach führen jährlich ca. 16.000 Produktprüfungen durch für 5.000 Kunden aus aller Welt.
- Global Services: Durch die VDE Global Services GmbH ist der VDE in Asien vertreten, um dort Prüf- und Zertifizierungsleistungen vor Ort abzuwickeln.
- Fachliteratur: Der VDE VERLAG mit Sitz in Berlin und Offenbach ist Fachverlag für Elektrotechnik und Informationstechnik. Das Spektrum der Publikationen reicht dabei von Normen über Fachbücher bis zu Fachzeitschriften.
- Innovation + Technik: Die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH, Berlin, konzipiert als Projektträger im Auftrag von Ministerien in Bund und Ländern technologiepolitische Förderprogramme.
Geschichte
1893 Am 21. und 22. Januar findet in Berlin die Gründungskonferenz des VDE statt. 37 Delegierte der Elektrotechnischen Vereine Deutschlands, deren erster 1879 gegründet worden war, verabschieden das Gründungsprotokoll und wählen den ersten Vorstand. Im September hält der VDE seine erste Jahresversammlung ab und bildet die erste technische Kommission des VDE zur Erarbeitung von Vorschriften über elektrische Anlagen.
1894 Die ersten VDE-Kommissionen für Errichtungs- und Betriebsvorschriften sowie für Kupfernormalien nehmen ihre Arbeit auf. Ihnen folgen in den nächsten Jahren weitere Kommissionen, u. a. zur Erarbeitung von Normalien für Glühlampen, Eisenblech, Drähte und Kabel, Installationsmaterial, Erdstrom, Lichtmessung und Zähler.
Die erste "VDE-Vorschrift" VDE 0100 zur sicheren Erstellung elektrotechnischer Anlagen wird verabschiedet.
1904 Das erste "Normalien-Buch" des VDE erscheint. Es umfasst 183 Seiten und enthält 17 Bestimmungen.
1906 Unter Mitwirkung des VDE wird in London die Internationale Elektrotechnische Kommission (I.E.C.) gegründet; ihr schließen sich 24 Staaten an.
1920 Einrichtung einer zentrale VDE-Prüfstelle in Berlin. Ihre Aufgabe: Überprüfung von elektrotechnischen Produkten auf Übereinstimmung mit den bestehenden VDE-Bestimmungen. Es folgt die erste gesetzlich geschützte Eintragung des "VDE-Zeichens".
1928 Gründung des ETZ-Verlags (seit 1947 VDE-VERLAG GMBH)
1937 Eingliederung des VDE in den NS-Bund Deutscher Technik (NS BDT). Bis zum Jahre 1945 ist er damit dem Hauptamt für Technik der NSDAP angeschlossen.
1945 Wie alle dem NSBDT angeschlossenen Verbände wird der VDE nach Kriegsende verboten. Von der britischen Besatzungsmacht in Berlin wird ein Treuhänder eingesetzt. Mit Ausnahme des Vortragswesens können nach und nach die Arbeiten in der VDE-Zentrale wieder aufgenommen werden.
1948 Beginn des Wiederaufbaus des Generalsekretariats und der Prüfstelle in Wuppertal sowie der Vorschriftenstelle in Mannheim.
1950 Am 23. März Neugründung des Verbandes. Sein Sitz ist nun Frankfurt a. M., wohin auch die Prüfstelle verlegt wird.
1954 Gründung der ersten VDE-Fachgesellschaft, der Nachrichtentechnische Gesellschaft (NTG), heute Informationstechnische Gesellschaft (ITG).
1961 Schaffung des VDE-Funkschutzzeichens.
1970 Um die elektrotechnische Normungsarbeit zusammenzufassen, gründen DIN und VDE die "Deutsche Elektrotechnische Kommission im DIN und VDE". Damit gibt es in der Bundesrepublik Deutschland nur noch eine Stelle für elektrotechnische Normung, die vom VDE juristisch getragene DKE, die auch die deutschen Interessen in den internationalen Normungsorganisationen der Elektrotechnik vertritt.
1973 Aus dem Zusammenschluss der renommierten VDI/VDE-Fachgruppen Messtechnik und Regelungstechnik entsteht die VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Regelungstechnik (GMR), heute Mess- und Automatisierungstechnik (GMA).
1974 Gründung der Energietechnischen Gesellschaft im VDE (ETG).
1976 Die VDI/VDE Gesellschaft Mikro- und Feinwerktechnik (GMF) nimmt Ihre Arbeit auf (alter Name VDI/VDE-Gesellschaft Feinwerktechnik (FWT).
1985 Die Arbeitsgemeinschaft für Blitzschutz und Blitzableiterbau e.V. tritt dem VDE bei. Ihre Aktivitäten werden in dem neu formierten VDE-Ausschuss Blitzschutz und Blitzforschung (ABB des VDE) weitergeführt.
1986 Als gleichberechtigte Partner führen VDI und VDE gemeinsam in Berlin das "VDI/VDE-Technologiezentrum Informationstechnik GmbH". Ausgestattet mit Mitteln des Bundesministeriums für Forschung und Technik, unterstützt das Zentrum seit 1978 kleine und mittlere Unternehmen bei der Umsetzung neuer technologischer Entwicklungen.
1987 Die VDE/VDI-Gesellschaft Mikroelektronik (GME) nimmt ihre Arbeit auf.
1989 Nach dem Fall der Mauer steht der VDE nun auch den Elektroingenieuren in der ehemaligen DDR offen. Sieben Bezirksvereine hat der Verband bis 1992 in den neuen Bundesländern gegründet und über 4 000 neue Mitglieder aufnehmen können.
1991 Der Name der VDE-Prüfstelle wird in "VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut" umgewandelt, da das Thema Zertifizierung ein zusätzliches Arbeitsgebiet geworden ist.
1992 Gründung des Dachverbandes Medizinische Technik DVMT. Der VDE ist Gründungsmitglied.
1996 Zusammenführung von GME (VDE/VDI-Gesellschaft Mikroelektronik) und GMF (VDI/VDE Gesellschaft Mikro- und Feinwerktechnik) zur VDE/VDI-Fachgesellschaft Mikroelektronik, Mikro- und Feinwerktechnik (GMM).
1998 Namensänderung des VDE laut Delegiertenbeschluss in: VDE - VERBAND DER ELEKTROTECHNIK ELEKTRONIK INFORMATIONSTECHNIK.
2001 Fusion von VDE und Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik (DGBMT). Die DGBMT wird neue Fachgesellschaft im VDE. Neuer Name für die DKE - DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE. Die VDE-Hauptstadtrepräsentanz wird in Berlin eröffnet.
2003 Gründung der VDE Global Services GmbH.
Vorschriften und Normen
Die Normen der Elektrotechnik werden von der DKE betreut. Diese ist dem DIN und dem VDE gemeinsam. Daher werden alle Normen aus diesem Bereich gemeinsam herausgegeben. Allerdings gibt es heute kaum noch Normen, die national bearbeitet werden. Üblicherweise ist eine einschlägige Norm heute eine IEC Norm, die zunächst als europäische Norm übernommen wird, und dann von den nationalen Normenorganisationen unter deren Bezeichnung herausgegeben wird.
Die Ideen des VDE fließen dadurch in die internationalen Normen ein, dass Vertreter in den verschiedenen internationalen Normengremien vertreten sind. Auf nationaler Ebene werden die Ideen in Normenausschüssen bei der DKE vorberaten und auch Ideen, die auf internationaler Ebene eingebracht werden, mit den eigenen Zielsetzungen abgeglichen.
VDE-Bestimmungen
Die wichtigsten VDE-Bestimmungen für die Sicherheit in der Elektrotechnik beziehen sich auf:
Die Berufsgenossenschaften geben * Unfallverhütungsvorschriften heraus, die sich z. T. auf VDE-Normen beziehen.
Das VDE-Vorschriftenwerk
- DIN-VDE 0000 bis 0199
- Meta-Normen
- Starkstromtechnik
- DIN-VDE 0200 bis 0299
- Kabel und elektrische Leitungen
- DIN-VDE 0300 bis 0399
- Elektrostatik
- Isolatoren
- Supraleiter
- DIN-VDE 0400 bis 0499
- Überwachungstechnik (Brandmelder u.ä.)
- DIN-VDE 0500 bis 0599
- Batterien und Akkumulatoren
- Elektrische Maschinen
- DIN-VDE 0600 bis 0699
- Elektroinstallation
- DIN-VDE 0700 bis 0799
- Sicherheit von Haushaltsgeräten
- Leuchten und Lampen
- Medizintechnik
- Ab DIN-VDE 0800
- Nachrichtentechnik
Siehe auch
Weblinks
- vde.com - Offizielle Website der VDE
- Organigramm des VDE (deutsch)
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