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Thorwald Dethlefsen
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Thorwald Dethlefsen (* 11. Dezember 1946 in Herrsching am Ammersee) ist Esoteriker und Buchautor. Er lebt in München.
Inhaltsverzeichnis |
Leben
Dethlefsen lernte Astrologie bei Wolfgang Döbereiner, betrachtete die Astrologie aber bald als ein Mittel zur psychologischen Diagnose.
In den frühen 1970er Jahren führte Dethlefsen als Psychologiestudent Hypnose-Experimente durch, u. a. um die These von der Reinkarnation zu beweisen. Nach seinem Psychologie-Diplom verlegte er den Akzent vom Forschen aufs Heilen und entwickelte die Reinkarnationstherapie, die bis heute in verschiedenen Varianten von zahlreichen anderen Therapeuten angewandt wird, darunter Rüdiger Dahlke, Nicolaus Klein und Robert Dorsch.
1974 gründete Dethlefsen das Institut für außerordentliche Psychologie, das er 1993 in den Kawwana-Konvent umwandelte. 1996 ließ er beim Amtsgericht München Kawwana - Kirche des Neuen Aeon eintragen, die er als Vicarius leitete und die von 1999 bis Januar 2003 halböffentliche Veranstaltungen durchführte. Diese Sekte orientierte sich an Lehren des Zürcher Psychologen und Esoterikers Oskar Rudolf Schlag. 2003 erklärte Dethlefsen, die Kawwana-Kirche sei „in die Welt von Briah“ erhoben worden, legte seinen Titel ab und widmete sich Vorträgen und Schulungen.
Dethlefsens Ausgangsposition wird in seinem Buch „Schicksal als Chance. Das Urwissen zur Vollkommenheit“ besonders deutlich: Der Mensch „hat sich zu bemühen, eine möglichst nützliche Zelle zu sein, so wie er es von seinen Körperzellen erwartet, damit er nicht zum Krebsgeschwür dieser Welt wird. Verlässt er dennoch die Ordnung mutwillig, um seine missverstandene Freiheit auszukosten, so sollte er sich nicht wundern, wenn er eliminiert wird.“ Umstritten ist dabei vor allem seine Position, dass Patienten ihre Krankheiten selbst verursachen und verschulden.
Einige veröffentlichte "Rückführungen"
- Charly Baum (eigentlich Hans Georg Baum) war Rundfunkredakteur bei der Europawelle Saar, als er am 14. Februar sowie am 6. und 7. März 1975 im Rahmen einer Reportage über Dethlefsen hypnotisiert wurde. Dabei berichtete er von einem Vorleben als Karl Moritz Tebben (* 14. August 1732, † 23. September 1769), Tuchhändler und Sohn des Bürgermeisters von Tirbenberg (Karl Tebben). Eine weitere Präinkarnation war der Köhler Paulus Gossler, der 1573 etwa 40-jährig an Lungenentzündung starb. Am 23. Februar und 16. April 1975 wurden die Aufnahmen gesendet.
- Eine Frau berichtete von ihrem Vorleben als Anna Schwenzer (* 1832) aus dem Dorf Neuenbrook, die von ihrem Dienstgeber, einem Arzt in Itzehoe, geschwängert wurde und sich deshalb 1849 ertränkte. Sie beschrieb auch noch zwei ältere Inkarnationen: als Makkabäerin namens Ruth in Judäa (um 1000) und als Frau des Barons Strachwitz in Böhmen, die 1630 bei einem Brand in Nürnberg starb.
- Am 3. und 10. Juni 1968 beschrieb ein Mann ein Vorleben als der Franzose Guy Lafarge (* 1852), der in Wissembourg von einem Obst- und Gemüsestand lebte. Er starb im Februar 1880, nachdem er von einem Pferd getreten worden war. Seine Existenz ließ sich historisch nicht nachweisen.
- Eine Frau, die sich wegen ihrer starken Angst vor Menschen bei Dethlefsen in Behandlung begeben hatte, berichtete unter Hypnose von einem Vorleben in Beaufort, wo sie am 19. Mai 1496 (Himmelfahrtstag) im Alter von 20 Jahren einen traumatischen Spießrutenlauf erdulden musste. Damit wollten die Kirchgänger sie dafür bestrafen, dass sie sich im Wald von einem verheirateten Mann hatte verführen lassen.
- Eine 1975 hypnotisierte Frau berichtete von einem Vorleben (* 1812) als eine natürliche Tochter des Barons von Redwitz, deren linker Arm gelähmt war, und die jung starb. Davor habe sie als Lene (* um 1697) im Schwarzwald gelebt, wo ihr Mann Hans ein Köhler und Rebell war. Sie verhungerte im Burgverlies, nachdem sie in der Folter nichts verraten hatte.
- Eine Frau berichtete 1975 von einem Vorleben als Christin zur Zeit Kaiser Domitians, deren Mann Afrahmus hieß. Sie wurde durch Feuer hingerichtet, nachdem sie einen Giftmord begangen hatte.
- Am 13. und 20. Januar 1969 hypnotisierte Thorwald Dethlefsen einen Mann, der von einem Vorleben als Jean Dupré (* 1882) berichtete, dessen Eltern deutschsprachige Barone waren. Am 17. März 1905 erschoss er sich wegen Schulden. Der Tag wurde als Sonntag berichtet, es war aber ein Freitag.
Werke
- Den Schatten angliedern. Die theoretischen Grundlagen der Reinkarnationstherapie. In: Harald Wiesendanger (Hrsg.): Wiedergeburt. Frankfurt a.M., 1991, S. 71-96
- Das Leben nach dem Leben, 1974
- Das Erlebnis der Wiedergeburt, 1976
- Schicksal als Chance, 1979
- Krankheit als Weg, zusammen mit Rüdiger Dahlke, 1983
- Gut und Böse, als Herausgeber, 1989
- Ödipus der Rätsellöser, 1990
- Kawwana, 2002
Literatur
- Angelika Koller: Thorwald Dethlefsen, die Reinkarnationstherapie und Kawwana. Norderstedt : BoD, 2004
- Angelika Koller: "Ich suchte neue Wege und fand dabei sehr alte ..." Der Esoteriker, Therapeut und Magier Thorwald Dethlefsen. In: Gnostika 30/2005, S. 39-49 (AAGW, Sinzheim)
- Angelika Koller: Gamika, Mumia und Ritualmaschinen. Kawwana-Repräsentant Dethlefsen unterwegs in 7 Metropolen. In: Materialdienst 7/2005, S. 259-264 (EZW, Berlin)
- Angelika Koller: Sind noch Fragen? Die Welt ist gerettet, jetzt steht ein lockerer Thorwald Dethlefsen dem Publikum für "Wort & Antwort" zur Verfügung. In: Spuren 76/2005, S. 48-49 (Winterthur)
- Matthias Pöhlmann, Mythos, Macht, Magie. Thorwald Dethlefsens "Kawwana - Kirche des Neuen Aeon", in: Materialdienst der EZW 12/1999, 353-362
- Ronald Zürrer: Reinkarnation. 1992
- Harald Wiesendanger: Zurück in frühere Leben. Möglichkeiten der Reinkarnationstherapie. 1991
Siehe auch: Kawwana
Weblinks
- Literatur von und über Thorwald Dethlefsen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Porträt der Kawwana-Kirche von Georg Schmid (Evangelische Informationsstelle: Kirchen - Sekten - Religionen)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Dethlefsen, Thorwald |
| KURZBESCHREIBUNG | Esoteriker und Buchautor |
| GEBURTSDATUM | 11. Dezember 1946 |
| GEBURTSORT | Herrsching am Ammersee |
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Kategorien: Mann | Deutscher | Autor | Esoteriker | Geboren 1946 | Wikipedia
