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Thomas Campbell (Dichter)

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Thomas Campbell (* 27. Juli 1777 in Glasgow, † 15. Juni 1844 in Boulogne-sur-Mer) war ein schottischer Dichter. Seine Dichtungen werden zu den besten der britischen Literatur gezählt.

Campbell wurde als achter Sohn von Alexander Campbell geboren und besuchte die Grammatikschule in Glasgow, wo er anschließend Rechtswissenschaften an der örtlichen Universität studierte, sich aber auch immer wieder in das pittoreske Argyllshire zurückzog, woher seine Familie, Clan Campbell, ursprünglich stammte und wo er mit dem Schreiben von Gedichten begann. Hier entstand bereits Love and madness. 1795 ging er als Tutor nach Mull, einer Insel der Inneren Hebriden. 1799 veröffentlichte er in Edingburgh The pleasures of hope, bei dem, wie Meyers Konversationslexikon von 1885 schrieb: „melodiöse Sprache und edle Gesinnung solchen Beifall errangen, daß im ersten Jahr vier Auflagen nötig wurden.“

1800 reiste er für einige Zeit in Deutschland, besuchte Klopstock in Hamburg und Heyne in Göttingen, wo er seine philologischen Kenntnisse erweiterte und in der Elegie Augenzeuge der Schlacht von Hohenlinden beschrieb. Der Zweite Koalitionskrieg zwang ihn zur Heimkehr; während der langen Reise entstanden The exile of Erin und The mariners of England. Zurück in Edinburg dichtete er Lochiel's Warning.

In dieser Zeit schrieb er auch patriotische Lieder, wie Ye Mariners of England, The Soldier's Dream, Hohenlinden und, 1801, The Battle of the Baltic.

1802 zog er nach Sydenham bei London und veröffentlichte eine Reihe weiterer literarischer Arbeiten, auch für die „Edinburgh Encyclopedia“. Den Höhepunkt seines Schaffens stellten die 1808 fertiggestellten Annals of Great Britain from the accession of George III. to the peace of Amiens dar, denen 1809 die poetische Erzählung Gertrude of Wyoming folgte (nach der der US-amerikanische Bundesstaat Wyoming benannt ist). Seine späteren Gedichte waren untergeordneter Natur.

Nach einer zweiten Reise nach Deutschland veröffentlichte er 1818 seine Specimens of the British poets, eine mit kritischen und biographischen Anmerkungen begleitete Auswahl englischer Dichtungen. 1820 gründete er das „New Monthly Magazine“, das er bis 1830 leitete, 1825 entwickelte er die Idee und entwarf er den Plan zur Gründung der Londoner Universität, da Studenten zunehmend vom Studium in Oxford oder Cambridge aus religiösen Gründen oder wegen Geldmangels ausgeschlossen wurden.

Die Hochschule von Edinburgh wählte ihn 1827 bis 1829 zu ihrem Lordrektor. Eine Reise nach Algier gab ihm 1837 Anlass zu den Letters from the South, denen die biographischen Werke Life of Mrs. Siddons (1837), Life of Petrarch (1841), Frederick the Great, his court and times (1843) folgten.

Es ist überliefert, dass er verheiratet war und seine Frau 1828 verstarb, mit der er zwei Söhne hatte, von denen einer als Baby starb und der andere geisteskrank wurde. Campbell starb am 15. Juni 1844 im französischen Boulogne-sur-Mer und wurde in der Poets' Corner der Westminsterabtei beigesetzt.

Quellen

  • Campbell, Thomas. Encyclopædia Britannica. Retrieved September 10, 2006, from Encyclopædia Britannica 2006 Ultimate Reference Suite DVD.
  • Encyclopædia Britannica von 1911.
  • Meyers Konversations-Lexikon von 1885.

Weblinks


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