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Thimerosal
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Thimerosal (engl. Thiomersal) ist ein organische Verbindung, die 50 Massenprozent Quecksilber enthält und in flüssigen medizinischen Präparaten verwendet wird, um diese keimfrei zu halten. Sie wird von Impfgegnern und von Eltern autistisch behinderter Kinder - besonders in den USA - mit Autismusfällen in Verbindung gesetzt, weil die Neurotoxizität von Quecksilber bekannt ist. Sie berufen sich unter anderem darauf, dass es unter den Amish, die sich aus religiösen Gründen starke Restriktionen hinsichtlich der Akzeptanz technischer Neuerungen auferlegen, keinen Autismus gäbe, weil sie sämtliche Impfungen ablehnten.
Quecksilbervergiftungen treten heutzutage meistens auf, wenn sich Menschen hauptsächlich von Meeresfischen ernähren. Diesbezügliche Studien auf den Faröer und auf den Seychellen haben die kognitive Fähigkeiten der Probanden betreffend unklare Resultate gezeigt. Einzelne Impfdosen enthalten allenfalls noch Thimerosal-Mengen im Mikrogramm-Bereich; klar feststellbare gesundheitliche Schäden traten aber meistens dann auf, wenn die Dosis etwa ein Milligramm pro Kilo Körpergewicht betrug.
Thimerosal wird auch in desinfizierenden Spülungen eingesetzt, zum Beispiel nach Verletzungen des Trommelfells. Eine weitere Anwendung ist die keimfreihaltung von pharmazeutischen Präparaten, die mehrfach verwendet werden (wie etwa Ampullen mit Gummiverschluss, um daraus mehrmals Impfstoff für die Injektionen zu entnehmen). 1928 trat während einer Diphtherie-Impfkampagne in Großbritannien eine Staphylococcus-Verseuchung einer nicht sterilisierten Mehrfachdosen-Ampulle auf, nach der 11 von 28 Kindern starben.
In Impfstoff-Einzeldosen ist Thimerosal nicht mehr notwendig, da diese steril abgepackt sind. Wohl aber bei der industriellen Herstellung müssen Desinfektionsmittel zugegeben werden, da die großen Reaktionsgefässe und Apparaturen schlechter keimfrei zu halten sind als Ampullen, die oft weniger als einen Milliliter Inhalt haben. Deshalb sind in fast allen Einzeldosis-Impfstoffen noch Spuren von Thimerosal enthalten. Impfstoff in Einzeldosen haben aber wiederum eine schwierigere Logistik, und bei Medikamenten-Engpässen ist es oft leichter, Mehrfachdosen herzustellen.
In den USA werden bei Patienten unter sechs Jahren keine Impfstoffe mehr eingesetzt, welche größere Konzentrationen von Thimerosal enthalten. Eine Ausnahme ist bislang noch ein Influenza-Impfstoff. In verschiedenen Ländern hat der Verzicht auf Thimerosal in Impfstoffen nicht zu einer Abnahme der Autismus-Fälle geführt. Andererseits überwiegt bei einem weiteren Gebrauch von eventuell gesundheitsschädigenden Zusätzen der Nutzen der Impfung den Schaden bei weitem - unter den Amish treten immer wieder Fälle von Kinderlähmung auf - und gerade diese Glaubensgruppe verzichtet auf eine Krankenversicherung.
Weblinks
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Bücher zum Thema Thimerosal und Autismus
"Evidence of Harm: Mercury in Vaccines and the Autism Epidemic: A Medical Controversy", von David Kirby. St. Martin's Press (April 2005).
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