Das Fotonexus-Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Thermoplast
Aus Fotonexus.
Thermoplaste sind Kunststoffe, die sich in einem bestimmten Temperaturbereich einfach (thermo-plastisch) verformen lassen. Dieser Vorgang ist reversibel, das heißt er kann durch Abkühlung und Wiedererwärmung bis in den schmelzflüssigen Zustand beliebig oft wiederholt werden, solange nicht durch Überhitzung die sog. thermische Zersetzung des Materials einsetzt. Darin unterscheiden sich Thermoplaste von den Duroplasten und Elastomeren.
Inhaltsverzeichnis |
Aufbau und Einteilung
Thermoplaste sind aus wenig oder nicht verzweigten, also linearen Kohlenstoffketten aufgebaut, die nur durch schwache physikalische Bindungen miteinander verbunden sind.
Es wird zwischen amorphen (erweichenden) und teilkristallinen (schmelzenden) Thermoplasten unterschieden.
Werden verschiedene Thermoplaste miteinander vermischt, so nennt man das Produkt ein Polyblend.
Thermoplaste lassen sich bei Einwirkung von Wärme und Druck verschweißen, dies ist mit oder ohne Zusatzwerkstoff möglich. Die zu verschweißenden Werkstoffe werden dabei über ihre Schmelztemperatur hinaus erwärmt und in einen fließfähigen Zustand gebracht. Da dies für unterschiedliche Kunststoffe bei verschiedenen Temperaturen geschieht, können neben artgleichen nur Kunststoffe mit ähnlichen Schmelzindizes miteinander verschweißt werden, z. B. PMMA mit PVC.
Verarbeitung
Thermoplaste wurden ursprünglich vor allem im Spritzgießverfahren verarbeitet, weshalb man sie auch als Spritzmassen bezeichnete (im Gegensatz zu Duroplasten, die man Pressmassen nannte). Heute ist die Extrusion ein weiteres wichtiges Verarbeitungsverfahren. Weitere Verarbeitungsmöglichkeiten sind z.B.: Blasformen, Folienblasen oder Kalandrieren.
Beispiele
Zu den Thermoplasten zählen z. B.: Polyethylen (PE) , Polystyrol (PS) , Polyvinylchlorid (PVC), Polyamid. Der am längsten bekannte Thermoplast ist Celluloid.
Einkauf/Handel von Thermoplasten
Thermoplastische Kunststoffe werden in Westeuropa zum überwiegenden Teil direkt zwischen Kunststoff-Verarbeitern und Kunststoff-Erzeugern gehandelt. Dazwischen geschaltet sind zum Teil sog. Distributeure, die im Auftrag der Hersteller einzelne Kunststoff-Rohstoffe in regional oder national abgegrenzten Gebieten vertreiben. Seit Anfang 2005 werden die Rohstoffe Polyethylen-LLD und Polypropylen auch an der London Metal Exchange (LME) als Warenterminkontrakten (Futures) gehandelt, jedoch bislang nur in kleinem Umfang.
- Kunststoff-Preisberichterstattung in Kunststoff Information (KI Verlag, Bad Homburg)
- Plastixx, der Polymerpreisindex
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Thermoplast, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
