Aus Fotonexus.
Theodor II. (äthiopisch: Tewodros) (* etwa 1818 bis 1820 in Quara; † 13. April 1868) war zunächst Gouverneur von Qwara (Quara) und dann Kaiser von Äthiopien 11. Februar 1855 - 13. April 1868.
Gewaltsam einigte er die verschiedenen unabhängigen Fürstentümer Äthiopiens bis 1855 unter seiner Herrschaft und leitete zahlreiche Reformen ein. Er widersetzte sich dem türkischen und englischen Kolonialismus und schaffte offiziell die Sklaverei ab, blieb darin allerdings erfolglos.
Aufgrund eines diplomatischen Konfliktes mit Großbritannien nahm Theodor II. ab 1865 sukzessive alle Europäer in seinem Land als Geiseln gefangen, die zuvor meist als Handwerker für ihn gearbeitet hatten. Dies führte zur Britischen Äthiopienexpedition von 1868 zur Befreiung der Gefangenen. Im Dezember 1867 landete ein indisch-britisches Expeditionsheer unter Robert Cornelis Napier. 1868 besiegte Napier den Kaiser in der Schlacht um die Festung Magdala und beendete seine Herrschaft. Der Kaiser tötete sich daraufhin selbst.
Literatur
- Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon Band XX (2002), Spalten 1455-1459
Siehe auch
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| Commons: Tewodros II – Bilder, Videos und/oder Audiodateien
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Weblinks