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Templin
Aus Fotonexus.
| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Bild:Wappen Templin.png |
| ||||
| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Brandenburg | ||||
| Landkreis: | Uckermark | ||||
| Koordinaten: | Koordinaten: 53° 7′ N, 13° 30′ O53° 7′ N, 13° 30′ O | ||||
| Höhe: | 60 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 377,06 km² | ||||
| Einwohner: | 17.466 (29. Juni 2005) | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 46 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 17268 | ||||
| Vorwahlen: | 03987, 039882, 039883 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | UM | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 73 572 | ||||
| Stadtgliederung: | 24 Ortsteile | ||||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Prenzlauer Allee 7 17268 Templin | ||||
| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Ulrich Schoeneich (parteilos) | ||||
| Lage der Stadt Templin im Landkreis Uckermark | |||||
| Bild:Templin in UM.png | |||||
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Templin ist der Fläche nach die größte Stadt im Landkreis Uckermark im Norden des deutschen Bundeslandes Brandenburg.
Durch viele Eingemeindungen im Zuge der Gebietsreform in Brandenburg (bis 2003) wurde Templin zur der Fläche nach fünftgrößten Stadt Deutschlands (Stand: August 2005).
Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Ortsteile
Ahrensdorf, Bebersee, Beutel, Densow, Gandenitz, Gollin, Groß Dölln, Groß Väter, Grunewald, Hammelspring, Herzfelde, Hindenburg, Klosterwalde, Knehden, Netzow, Petznick, Röddelin, Storkow und Vietmannsdorf. Knehden und Netzow sind keine Ortsteile sondern nur bewohnte Gemeindegebiete.
Geschichte
Der Name „Templin“ spiegelt die Entwicklung und Frühzeit des Ortes und ganz Brandenburgs wieder. Es ist eine Zusammensetzung aus einem germanischen Wort und einem slawischen Wort. In allen germanischen Sprachen kommt das Wort „timpen“, „tempen“ oder „tempel“ als Bedeutung von „Spitzer Hügel“ vor. Dieser Name muss den slawischen Stämmen überliefert worden sein, denn sie hängten einfach ihre Endung „lin“ an, was soviel bedeutet wie „am Wasser gelegen“. So kann „Templin“ als „am Wasser gelegener Hügelort“ übersetzt werden. Und diese Bedeutung ist auch zutreffend, denn Templin liegt an und zwischen Seen auf einem „Hügel“.
Erstmals wurde die Stadt 1270 urkundlich als „Templyn“ erwähnt. In der Urkunde vom 2. Oktober 1270 wurde der Länderaustausch zwischen den askanischen Markgrafen und dem Bischof Heinrich von Brandenburg besiegelt. Eine 1287 erstmals in Templin ausgestellte Urkunde weist auf einen Besuch des Markgrafen Otto IV. hin. Eine Urkunde vom 30. August 1314 nennt Templin zum ersten Mal „Stadt“ („Oppidum Templin“ – „oppidum“ lateinisch: Stadt, Kleinstadt). Am 25. November 1317 wurde der „Friede von Templin“ zwischen einer Koalition norddeutscher Fürsten und der Markgrafschaft Brandenburg geschlossen.
1320 wurde erstmals ein Pfarrer als „meister Conrad“ von Templin in einer Urkunde benannt. 1397 erfolgte der Beitritt in das Städtebündnis mit Stralsund, Stettin, Pasewalk, Prenzlau und Strasburg, um dem verbreiteten Bandenwesen entgegenzuwirken. Im „Frieden von Prenzlau“ 1479 kam Templin endgültig zu Brandenburg. Erstmals in der Stadtgeschichte Templins ist 1492 ein Stadtbrand nachweisbar. 1504 wurde die Stadt Sitz einer Propstei; auch nach der Reformation 1539 bis heute ist Templin Sitz eines Kirchenkreises, zur Superintendentur gehören heute 24 Kirchspiele.
1574 ereignete sich eine Hochwasserkatastrophe: Nach einem Dammbruch am Dolgensee ergoss sich eine zwei Meter hohe Flutwelle in Richtung Stadt. Im Jahr 1618 legte ein großer Stadtbrand weite Teile der Stadt in Schutt und Asche. Fünf Menschen, 309 Häuser, Kirche, Rathaus und Schule wurden Opfer der Flammen. 1622 wurde ein Kurfürstliches Privileg für einen Pferdemarkt erteilt. 47 Familien fallen 1626 einer Pestepidemie zum Opfer. 1627 erreicht der Dreißigjährige Krieg die Stadt, dänische Truppen belagern und erpressen die Stadt, die nach dem Brand von 1618 erst zu zwei Dritteln wieder errichtet war. Das Jahr 1637 war das schlimmste Jahr des Dreißigjährigen Krieges für die Stadt und die gesamte Uckermark. 1643 leben nur noch 30 Familien in der Stadt, vor dem Krieg waren es 413.
Der größte und letzte Stadtbrand in der Stadtgeschichte brach 1735 aus. Nur die St.-Georgen-Kapelle, die Stadtmauer, drei Stadttore und einige wenige Häuser überstanden diese Katastrophe. Als Folge wurde 1738 eine erste Feuerlöschordnung erlassen: Jeder Bürger der Stadt musste eine hölzerne Feuerspritze sowie einen ledernen Feuereimer im Hause haben.
1746 wurde der Finowkanal eröffnet, 1749 erfolgte die Wiedereröffnung der Maria-Magdalenen-Kirche, 1751 die des Rathauses. 1809 wurden die Straßenzüge innerhalb der Stadtmauern in vier Bezirke: Königs-, Prenzlauer-, Berliner- und Mühlen-Bezirk aufgeteilt. Im März 1816 wurde der Kreis Templin aus Teilen der Uckermark, des Ruppin'schen und des Glien-Löwenberg'schen Territoriums neu gebildet, am 1. April 1817 wurde Templin Kreisstadt. Am 1. April 1848 erschien die erste gedruckte Zeitung, das „Templiner Kreisblatt – ein gemeinnütziges Unterhaltungsblatt für Stadt und Land“. Die Gründung der „Freiwilligen Feuerwehr“ erfolgte am 26. Juni 1883.
Ende des 19. Jahrhunderts brachte die Industrialisierung entscheidende Veränderungen für Templin: Am 1. Mai 1888 wurde die Bahnstrecke Templin–Löwenberg eröffnet und 1898 der Wasserturm gebaut, am 1. Oktober 1901 wurde die Stadt an das öffentliche Fernsprechnetz angeschlossen. 1912 erfolgte der Umzug des Joachimsthalschen Gymnasiums von Berlin nach Templin.
Am 6. März 1944 kamen durch einen schweren Bombenangriff über 300 Personen ums Leben, 66 % der Innenstadt wurden zerstört, u. a. das Krankenhaus und das Rathaus.
Am 31. März 1957 wurde das Heimatmuseum im Prenzlauer Tor eröffnet. Im Jahr 1985 wurde der Stadt der Titel „Staatlich anerkannter Erholungsort“ verliehen, 1994 wurde die Verleihung erneuert. 1989 wurde der Lehmann-Garten (Botanischer Garten von 1912 am ehemaligen Joachimsthalschen Gymnasium) wieder eröffnet, 1995 erfolgte der Bau der Rehabilitationsklinik Uckermark. 1996 wurde der Personenverkehr eingestellt und die Bahnlinie nach Fürstenberg/Havel stillgelegt, heute dient das Gleis für eine touristische Draisinenstrecke. 2000 eröffnete die NaturTherme Templin.
2000 wurde der Personenverkehrs auf der Bahnlinie nach Prenzlau eingestellt.
- 2004: Neuaufbau der Pionierbrücke
- 2005: Inbetriebnahme der wiedererbauten Schleuse (Stadtsee – Kanal/Am Mühlentor)
- 2006: 25. März 2006, ein ICE-Zug der Deutschen Bahn erhält den Namen „Templin“
- 2006: 22. Dezember 2006, Wiedereröffnung der Naturtherme Templin nach achtmonatiger Renovierung
Politik
Wappen
Blasonierung: „In Silber, bestreut mit 14 grünen Kleeblättern, ein goldbewehrter roter Adler.“
Städtepartnerschaften
- Bad Lippspringe in Nordrhein-Westfalen seit 1989.
- Połczyn Zdrój in Polen seit 1997 .
Sehenswürdigkeiten
- St.-Maria-Magdalenen-Kirche
- St.-Georgen-Kapelle
- Altstadt mit barockem Rathaus und Fachwerkhäusern
- Vollständig erhaltene 1.750 Meter lange und 7 Meter hohe Stadtmauer mit Wieken, Türmen und Stadttoren.
- Joachimsthalsches Gymnasium mit Lehmann-Garten (ab 1912 bis zu seiner endgültigen Auflösung 1953; das Gebäude am Stadtsee ist noch vorhanden)
- „Kirchlein im Grünen“ in Alt Placht (Templin-Densow), um 1700 als Gutskapelle erbaut, ab 1993 restauriert, u. a. „Gefördert durch die Stiftung Annenwalde und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz“.
- Kirche in Annenwalde (Templin-Densow), 1833 vom Bauinspektor Hermann aus Zehdenick nach dem Muster der Schinkelschen „Normalkirche“ erbaut, wobei die Pläne von Karl Friedrich Schinkel revidiert wurden.
Templin-rathaus.jpg
Das Rathaus von Templin |
Templin-stadttor.jpg
Mühlentor, eines der drei Stadttore |
Templin-fachwerkhaus.jpg
Fachwerkhaus am Markt |
Templin-gericht.jpg
Ehemaliges Amtgericht von Templin |
Alt Placht church.jpg
„Kirchlein im Grünen“ in Alt Placht |
Wirtschaft und Infrastruktur
Ansässige Betriebe
- Rehabilitationsklinik Uckermark
- LDB Phone & Mail Services
Verkehrsanbindung
Templin ist erreichbar mit:
- Bahn (Zugstrecken: Berlin–Templin)
- Bus
- Auto (B 109, B 96 oder A 11 (Abfahrt Nr. 9 Joachimsthal oder Nr. 8 Pfingstberg))
Touristische Infrastruktur
- NaturTherme Templin
- Draisinestrecke Templin–Fürstenberg
- Westernstadt „Eldorado Templin“
- Schiffsfahrten auf Templiner Gewässern (u. a. mit Schiffen „Uckermark“ auf „Templiner Seenkreuz“, und „Uckerperle“ auf Kanal und Röddelin See.)
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
- Richard Kirstein (1844–1926), von 1890 bis 1915 Pfarrer und Diakonus in Templin, Ehrenbürger seit 1916
Söhne und Töchter der Stadt
- Prokop von Templin (1608–1680), Schriftsteller und geistlicher Liederdichter der Barockzeit
- Hanna Walz (1918–1997), Juristin und Politikerin (CDU), MdB
- Angela Winkler (* 1944), Schauspielerin
Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben
- Friederike Krüger (1789–1848), preußische Soldatin
- Gustav Lehmann (1853–1928), Pädagoge und Botaniker
- Erna Taege-Röhnisch (1909–1998), Schriftstellerin
- Klaus-Jürgen Gundlach (* 1948), Kirchenmusiker und Musikwissenschaftler
- Angela Merkel (* 1954), Bundeskanzlerin
Literatur
- Peter Feist: Mittelalterliche Stadtansicht – Templin. Kai Homilius Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-931121-09-7
Siehe auch
Weblinks
| <imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden | Commons: Category:Templin – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
- Offizielle Seite der Stadt Templin
- Private Seite mit Templin-Informationen und Templin-Uckermark-Fotoalbum
- St.-Georgen-Kapelle und St.-Maria-Magdalenen-Kirche
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