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Tannenbusch
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Tannenbusch ist ein Ortsteil von Bonn mit insgesamt ca. 17.000 Einwohnern. Es wird zwischen den Bereichen Alt-Tannenbusch und Neu-Tannenbusch unterschieden.
Alt-Tannenbusch
Der Tannenbusch ist eine Siedlung am nordwestlichen Stadtrand von Bonn, die in drei Zeitabschnitten entstand. Nach dem Schützenhof entstand in der Zwischenkriegszeit die „Vogelsiedlung“ und in den ersten Nachkriegsjahren ein weiterer Bauabschnitt. Alt-Tannenbusch gruppiert sich um eine Düne, die zwar als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist, aber mittlerweile durch dichten Bewuchs kaum noch als solche erkennbar ist. Zu den Bewohnern der Düne zählt eine Kolonie von freilebenden Halsbandsittichen.
Heute (2004) leben in Alt-Tannenbusch ca. 6000 Menschen.
Neu-Tannenbusch
Neu-Tannenbusch ist eine geplante Großsiedlung (Trabantenstadt), die Anfang der 1970er-Jahre als Reaktion auf die damals herrschende Wohnungsnot entstand.
Die Siedlung folgt dem damaligen „Ideal modernen Wohnens“. So finden sich ausgeprägte Wohnbereiche mit dichter Bebauung (Wohnsilos), breite, autogerechte Straßen mit vielen Parkmöglichkeiten und einer zentralen Müllabsauganlage, die allerdings von Anfang an mit erheblichen technischen Problemen zu kämpfen hatte und in naher Zukunft zurück gebaut wird. Daneben findet sich ein großer Bereich mit Reihenhäusern und Grünflächen. Räumlich davon getrennt befinden sich ein großes Einkaufszentrum und soziale Einrichtungen.
Am nördlichen Rand geht Tannenbusch in den „Grünzug Nord“ über, einem Naherholungsgebiet mit Freiflächen, einem See, Spielplätzen und einer kleinen Freilichtbühne. In Neu-Tannenbusch finden sich neben Kindergärten und Grundschulen noch eine Gesamtschule (Bertolt-Brecht-Gesamtschule) sowie ein Schulzentrum mit Realschule (Freiherr-vom-Stein-Realschule) und Gymnasium (Tannenbusch Gymnasium), welches sich durch die beiden wählbaren Schwerpunkte Musik und Sport auszeichnet.
An der Grenze zwischen Neu- und Alt-Tannenbusch ist der FC Tannenbusch angesiedelt, der die Sportanlage "An der Düne" nutzt und eine intensive Jugendarbeit insbesondere in der Sportart Fußball betreibt. Ein markantes Gebäudes ist das Gustav-Heinemann-Haus, eine Modelleinrichtung für Rehabilitationsmaßnahmen mit einer Reihe unterschiedlicher Zentren. An einigen Tagen in der Woche für die Allgemeinheit geöffnet ist das hauseigene Schwimmbad.
Für den Bau von Neu-Tannenbusch wurde die Trasse der Rheinuferbahn auf mehreren Kilometern verlegt und in einem Einschnitt durch die neue Siedlung geführt. Heute fahren dort die Bonner Stadtbahnlinien 63 und 16. Die Straßen in Neu-Tannenbusch sind fast ausschließlich nach Orten und Landschaften in ehemals deutschen Ostgebieten und der damaligen DDR benannt (z. B. Schlesienstraße, Oppelner Straße, Westpreußenstraße).
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Koordinaten: 50° 44' 51" N, 7° 3' 27" O
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