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Tage der Buße

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Operation Tage der Buße
Teil von: Nahostkonflikt
Datum: 30. September - 15. Oktober 2004
Ort: Gazastreifen
Ergebnis: Israelischer Sieg
Parteien
Bild:Flag of Israel.svg Israel (Tzahal) Bild:Hamas logo.gif Hamas
Verluste
5 getötet
(davon 3 Zivilisten)
104 - 133 getötet
(davon 42 Zivilisten)


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Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Tage_der_Bu%C3%9Fe, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

"Tage der Buße" ist der Name einer Militäraktion der israelischen Armee im Oktober 2004 im nördlichen Gazastreifen.

Vorgeschichte der Militäraktion

Im Laufe des Jahres 2004 forcierte der israelische Premierminister Ariel Scharon zunehmend seinen Plan eines israelischen Rückzugs aus dem Gazastreifen. Dieser Plan sieht neben dem Abzug des israelischen Militärs auch den Abbau aller jüdischen Siedlungen vor. Mit dem Vorhaben geriet Scharon innenpolitisch jedoch stark unter Druck. Von vielen Seiten, auch in seiner eigenen Partei (dem Likud) gab es erheblichen Widerstand.

Im Verlauf des Jahres 2004 kam es zu mehreren Militäraktionen, u.a. zur "Operation Regenbogen" im Frühjahr. Diese Aktionen werden vor dem skizzierten Hintergrund so interpretiert,

  • dass ein Erstarken der Hamas in Gaza nach dem Rückzug möglichst erschwert werden soll und
  • dass demonstriert werden soll, dass sich Israel in einer Position der Stärke zurückzieht (den Rückzug aus dem Libanon hatte die Hisbollah als israelische Schwäche gedeutet).

Unmittelbarer Auslöser für die Operation "Tage der Buße" war der anhaltende Beschuss der südisraelischen Stadt Sderot mit Qassam-Raketen vom nördlichen Gazastreifen aus, der z.T. auch Todesopfer forderte. Wenige Tage vor dem Einmarsch waren zwei Kinder bei einem Raketenangriff ums Leben gekommen.

Verlauf

Am 29. September 2004 marschierte die israelische Armee in einer der größten Militäraktionen seit Jahren in den nördlichen Gazastreifen ein. Schon am ersten Tag kamen 25 Menschen ums Leben.

In den folgenden Tagen wurden die Kämpfe fortgesetzt. Nach israelischen Medienberichten waren während der Aktion 2000 Soldaten und 200 Panzer im Einsatz. </br> Im Verlauf der Kämpfe starben bis zum 4. Oktober 2004 78 Menschen (darunter fünf Israelis), viele wurden verletzt. Unter den Toten waren neben Soldaten und palästinensischen Kämpfern auch zivile Opfer. Die israelische Armee zerstörte auch Häuser und Plantagen.

Geplant ist zunächst die weitere Fortsetzung der Aktion und die Errichtung einer Pufferzone im nördlichen Gazastreifen. Durch die Besetzung eines knapp zehn Kilometer breiten Gebiets sollen Raketenangriffe zukünftig verhindert werden. Die Führung der israelischen Armee geht von einer mehrwöchigen Operation aus.

UN-Generalsekretär Kofi Annan appellierte an Israel, den Einsatz zu beenden.

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