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T-Mobile

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T-Mobile International AG & Co. KG
Bild:T-Mobile-Logo.svg
Unternehmensform AG & Co. KG
Slogan „Einfach näher.“
Gründung 1. Juli 1993 als DeTeMobil Deutsche Telekom Mobilfunk GmbH
Unternehmenssitz Bonn, Deutschland
Unternehmensleitung Hamid Akhavan, Geschäftsführer T-Mobile International
Philipp Humm, Geschäftsführer T-Mobile Deutschland
Mitarbeiter über 44.000
davon 7000 in Deutschland
Produkte Mobilfunk
Webadresse www.t-mobile-international.com

T-Mobile (früher T-Mobil, noch früher DeTeMobil mit dem Markennamen "T-D1") ist die Mobilfunksparte und somit eines der drei strategischen Geschäftsfelder der Deutschen Telekom AG (DTAG). Der Firmensitz von T-Mobile International AG & Co. KG befindet sich gemeinsam mit dem der T-Mobile Deutschland GmbH in Bonn.

Bild:TMOBI.jpg
Zentrale der T-Mobile Holding und T-Mobile Deutschland in Bonn
Die Mobilfunkgesellschaft ist vor allem mit ihrem in Deutschland flächendeckend verfügbaren C-Netz bekannt geworden, welches am 31. Dezember 2000 abgeschaltet wurde. Das 1992 in Betrieb genommene D-Netz hat aktuell mehr als 31 Millionen Nutzer. T-Mobile ist damit Marktführer im deutschen Markt. Daneben besitzt T-Mobile noch Beteiligungen im Ausland. Global betrachtet ist T-Mobile heute mit 106,42 Millionen Kunden der sechstgrößte Mobilfunkbetreiber der Welt.

(Stand: Januar 2007)

Gegenwärtig werden Mobilfunkdienste des Unternehmens außer in Deutschland auch in den USA, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich, Tschechien, Ungarn, der Slowakei, Kroatien, Mazedonien, Montenegro und Polen angeboten.

T-Mobile ist Mitglied der FreeMove Allianz.

Inhaltsverzeichnis

Internationale Beteiligungen

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T-Mobile International: Beteiligungen in der Übersicht

Unternehmen Umfang Kundenzahl
(T-Mobile Factsheet)
Land
T-Mobile International Bei Beteiligungen über 51 % 106,4 Mio. International
T-Mobile Deutschland 100 % 31,4 Mio. (Ende 2006) Deutschland
T-Mobile USA 100 % 25,04 Mio. (Ende 2006) Vereinigte Staaten
T-Mobile UK 100 % 16,7 Mio. Großbritannien
T-Mobile Netherlands 100 % 2,4 Mio. Niederlande
T-Mobile Austria 100 % 3,1 Mio. Österreich
T-Mobile Czech Republic 60,8 % 4,7 Mio. Tschechien
T-Mobile Hungary 1 59,53 % 4,3 Mio. Ungarn
T-Mobile Slovensko 2 51 % 2,0 Mio. Slowakei
T-Mobile Hrvatska 3, 4 52 % 2,0 Mio. Kroatien
T-Mobile Macedonia 1, 4 59,53 % 0,9 Mio. Mazedonien
T-Mobile Crna Gora 1 59,53 % 0,2 Mio. Montenegro
PTC (Era GSM) 5 97,0 % 11,9 Mio. Polen

1 Anteile liegen bei MATÁV

2 Anteile liegen bei Slovak Telecom

3 Anteile liegen bei T-Hrvatski Telekom

4 Kundenzahl aufgrund der Angaben des Halbjahresberichts geschätzt. Es werden keine getrennten Kundenzahlen ausgewiesen.

5 Die verbleibenden 3 % der Anteile liegen bei Vivendi.

Polen: Übernahmeschlacht mit Vivendi um PTC

Rechtlich gesichert hält die DTAG 49 % der Anteile an Era GSM. Auf weitere 48 % hat die DTAG eine Call-Option ausgeübt, allerdings bisher noch nicht den vollen Kaufpreis an den Verkäufer Elektrim gezahlt. Die bisherigen Zahlungen belaufen sich auf ca. € 600 Mio., die von einem Schiedsgericht in Wien als Mindestwert in Anlehnung an den Buchwert festgelegt wurden [1]. In einem weiteren, bisher noch ausstehenden, Urteil soll über den Gesamtpreis entschieden werden. Zwischenzeitlich hatte die französische Vivendi der Deutschen Telekom ein Angebot in Höhe von € 2,5 Mrd. für Era GSM gemacht, welches diese ablehnte [2]. Im Oktober 2006 reichte Vivendi in den USA eine Klage wegen Betrugs gegen die DTAG ein [3].

Der Grund für die seit Jahren andauernden juristischen Auseinandersetzungen liegt darin, dass sich beide Konzerne uneins darüber sind, welchem Unternehmen die in Frage stehenden 48 %-Anteile tatsächlich gehören. Die Auffassung der DTAG, dass die Anteile Elektrim (in Insolvenz) gehören, wurde von mehreren (Schieds)gerichten bestätigt, während die Auffassung von Vivendi, die Anteile gehörten einem Gemeinschaftsunternehmen von Elektrim (49 % der Anteile) und Vivendi (51 % der Anteile), bisher keine richterliche Unterstützung fanden. Ein Ende des Rechtsstreits ist nicht absehbar, jedoch hat die DTAG Anfang 2006 gegen den Willen von Vivendi die operative Führung von Era GSM übernommen. Inzwischen hat die Telekom die PTC in den eigenen Bilanzen des Unternehmens voll konsolidiert.[4].

USA: Voicestream-Übernahme

VoiceStream war einer der führenden regionalen Mobilfunkanbieter in den USA. Im Gegensatz zu seinen US-Konkurrenten arbeitete das 1994 gegründete Unternehmen mit dem auch in Europa üblichen GSM-Standard. 1999 erzielte VoiceStream einen Umsatz von 475 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen beschäftigte Anfang des Jahres 2000 8200 Mitarbeiter, hatte ca. 2,3 Millionen Kunden und verfügte über Mobilfunklizenzen in 23 der 25 größten US-Bundesstaaten. Durch Fusionen mit den Mobilfunkunternehmen Omnipoint, Aerial und Cook war Voicestream zu einem nationalen Mobilfunkanbieter geworden.

Die Übernahme Voicestreams durch die DTAG für 23,9 Milliarden US-Dollar (ca. 39,4 Mrd. DM, inkl. übernommener Schulden) erfolgte schließlich im Jahr 2001. VoiceStream hatte zur gleichen Zeit Powertel für umgerechnet 4,8 Milliarden D-Mark übernommen. Die Aktionäre von Voicestream und Powertel hatten die Vereinbarungen mit der Deutschen Telekom am 13. März 2001 genehmigt. Als letzte US-Behörde hatte das "Committee on Foreign Investment in the United States" (CFIUS) der Übernahme ohne zusätzliche Auflagen zugestimmt. Zuvor gab es in den USA Bedenken wegen der hohen Staatsbeteiligung der Bundesrepublik Deutschland an der DTAG.

Bild:Tmuk.jpg
T-Mobile (UK) Headquarters in London/Hatfield
Die Transaktion wurde Ende Mai 2001 abgeschlossen. Es entstand der erste transatlantische Mobilfunkanbieter mit über 375 Millionen potenziellen Kunden. Die Deutsche Telekom bezahlte die Übernahme der defizitären Voicestream mit eigenen Aktien und in bar, wobei umgerechnet jeder VoiceStream-Kunde mit 20.000 US-Dollar bewertet wurde. Gemessen am Preis je Kunden war die Übernahme die damals teuerste auf dem Telekommunikationsmarkt.

Mit der Übernahme einher ging eine hohe Verschuldung der DTAG, die zeitweise bis zu 67 Milliarden Euro betrug. Von der Presse wurde die Übernahme meist als zu teuer eingestuft. Nach dem Rücktritt von Ron Sommer am 16. Juli 2002 wurde von der DTAG ein Verkauf oder eine Fusion von T-Mobile USA geprüft, jedoch nicht durchgeführt, da die geschäftliche Entwicklung einen positiven Geschäftsverlauf in den folgenden Jahren und entsprechende Wertsteigerung des Unternehmens erwarten ließ. 2004 belegte T-Mobile USA mit einem Kundenzuwachs von ca. 4,2 Mio. Nettoneueukunden den Spitzenplatz beim Vergleich der absoluten Wachstumszahlen der US-Mobilfunkbetreibern.

Die Voicestream-Übernahme wird inzwischen allgemein als Erfolg angesehen. Zur Jahresmitte 2006 telefonierten 23,3 Millionen Kunden im Netz von T-Mobile USA, wobei T-Mobile USA bei einem aktuellen Halbjahresumsatz 2006 von 6,7 Milliarden Euro mit Gewinn arbeitet.

Österreich: max.mobil-Übernahme

T-Mobile Zentrale Österreich (T-Center)
T-Mobile Zentrale Österreich (T-Center)

Den Einstieg in den österreichischen Mobilfunkmarkt gelang T-Mobile durch eine schrittweise Aufstockung ihrer Anteile am Mobilfunkunternehmen max.mobil: Seit der Gründung dieses Unternehmens hielt T-Mobile einen 25 %igen Anteil. 1999 stockte sie ihre Beteiligung auf 81 % auf, im Herbst 1999 übernahm sie 10 % von der Siemens AG. Mit dem Erwerb des neunprozentigen Anteils des Kronen-Zeitungs Verlags im April 2000 wurde T-Mobile Alleineigentümer von max.mobil. Im Frühjahr 2002 wurde max.mobil in T-Mobile Austria umbenannt.

Österreich: tele.ring-Übernahme

Im August 2005 übernahm T-Mobile den viertgrößten österreichischen Mobilfunk-Netzbetreiber tele.ring für rund 1,3 Milliarden Euro. Damit erhöhte sich die Kundenzahl von T-Mobile Austria auf 3,2 Millionen, womit das Unternehmen hinsichtlich Kundenzahl zum Marktführer mobilkom austria aufgeschlossen hat. Die Übernahme von tele.ring wurde von den Wettbewerbsbehörden der EU erst genehmigt, nachdem T-Mobile Austria einem Verkauf von 1.800 der 3.700 tele.ring Sendestationen und einer Teilübertragung von tele.ring-UMTS-Frequenzen vertraglich zugestimmt hatte. Gemäß Auflagen der österreichischen Regulierungsbehörde, wurde die eine Hälfte der UMTS-Frequenzspektren sowie die abzugebenden Sendestationen an 3, die andere Hälfte der UMTS-Spektren an One übertragen bzw. verkauft.

Unternehmensgeschichte

Die Ursprünge für das Geschäft von T-Mobile liegen in den Autotelefonaktivitäten der Deutschen Bundespost, namentlich den sogenannten B- und C-Netzen, die noch bis 1994 bzw. 2000 in Betrieb waren.

Entwicklung der Kundenzahlen in Deutschland

31.12. Kunden (in Mio.) Marktanteil
19920,06938,4 %
19930,48049,3 %
19940,88550,3 %
19951,46747,2 %
19962,17443,3 %
19973,28242,1 %
19985,48440,5 %
19999,10039,1 %
200019,10039,7 %
200123,08141,0 %
200224,58241,5 %
200326,30040,6 %
200427,51338,6 %
200529,52337,3 %
31.03.200629,80737,0%
30.06.200629,97736,7%
30.09.200630,21336,9%
31.12.200630,95936,3%

T-Mobile als Sponsor

T-Mobile ist Sponsor verschiedener Ereignisse und Sportveranstaltungen, die teilweise auch den Firmennamen tragen, so zum Beispiel der T-Mobile Bundesliga (höchste österreichische Fußballliga), der Fußball-Europameisterschaft 2004 und der FIFA-Weltmeisterschaftsendrunde 2006 in Deutschland oder des T-Mobile-Teams im Radsport.

Seit dem 16. Juli 2002 besteht eine offizielle Lernpartnerschaft zwischen T-Mobile Deutschland und dem Carl-von-Ossietzky-Gymnasium Bonn.

Siehe auch

Quellen

  1. Telekom zahlt für umstrittenen PTC-Anteil vorerst € 600 Mio., Reuters, 4. Oktober 2006
  2. Telekom schlägt Vivendis PTC-Angebot aus, ftd.de, 27. September 2006
  3. Vivendi verklagt Telekom in USA im Streit um polnische PTC, FAZ online, 24. Oktober 2006
  4. Telekom konsolidiert polnische PTC ab November, finanznachrichten.de, 27. Oktober 2006

Weblinks

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