Das Fotonexus-Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Szczecinek
Aus Fotonexus.
| Szczecinek | |||
| |||
| Basisdaten | |||
|---|---|---|---|
| Staat: | Polen | ||
| Woiwodschaft: | Westpommern | ||
| Landkreis: | Szczecinek | ||
| Fläche: | 37,5 km² | ||
| Geographische Lage: | Koordinaten: 53° 43' N, 16° 41' O53° 43' N, 16° 41' O | ||
| Einwohner: | 43.112 (2004) | ||
| Postleitzahl: | 78-400 bis 78-410 | ||
| Telefonvorwahl: | (+48) 94 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | ZSZ
| ||
| Wirtschaft & Verkehr | |||
| Straße: | Stettin–Słupsk | ||
| Nächster int. Flughafen: | Flughafen Stettin | ||
| Verwaltung (Stand: 2007) | |||
| Bürgermeister: | Jerzy Hardie-Douglas | ||
| Adresse: | Plac Wolności 13 78-400 Szczecinek | ||
| Webpräsenz: | www.szczecinek.pl | ||
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Szczecinek, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
Szczecinek (deutsch: Neustettin) ist eine Kreisstadt in der polnischen Woiwodschaft Westpommern mit etwa 40.000 Einwohnern.
Inhaltsverzeichnis |
Geografische Lage
Das Wassersportdorado Szczecinek liegt im Zentrum der Draheimer Seeplatte im äußersten Osten der Woiwodschaft Westpommern in ca. 130 Metern über Meereshöhe. In unmittelbarer Nähe liegen der Streizig- und der Vilmsee. Die Stadt liegt am Schnittpunkt der Fernstraßen 11 Koszalin (Köslin)–Posen (Poznan) und 21 Słupsk (Stolp)–Szczecinek. Ebenso kreuzen sich hier die Bahnlinien Stettin–Słupsk und Koszalin–Posen.
Geschichte
In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurden Schloss und Stadt Neustettin angelegt. 1310 erhielt Neustettin von Herzog Wartislaw IV. von Pommern-Wolgast das lübische Stadtrecht wie zuvor Stettin, daher wohl der Name Neustettin. Der Herzog baute die Stadt als Grenzfeste gegen die Brandenburger aus. Wegen der günstigen Lage brauchten nur ein Wall und Palisaden errichtet werden. 1356 wurde Neustettin von der Beulenpest heimgesucht. Zum Dank für das Abebben der Seuche gründeten die Herzöge Bogislaw V., Barnim IV. und Wartislaw V. das Augustiner-Kloster Marienthron, das auf dem Mönchsberg am Südende des Streizigsees errichtet wurde. Unter Herzog Wartislaw VII. wurde Neustettin von 1376 bis 1395 Sitz des gleichnamigen Herzogtums. Danach war Neustettin abwechselnd unter der Herrschaft der pommerschen Herzogtümer Rügenwalde (bis 1418), Wolgast (bis 1474) und Stettin (bis 1618).
Am 15. September 1423, dem sogenannten „großen Tag von Neustettin“, kamen in Neustettin die pommerschen Herzöge, der Hochmeister des Deutschen Ordens und der nordische Unionskönig Erich I. zusammen, um Maßnahmen gegen das Bündnis von Brandenburg und Polen zu verabreden. 1461 wurde Neustettin von polnischen Truppen und Tataren überfallen, weil sich Polenkönig Kasimir am Pommernherzog Erich II. rächen wollte, der Polen im Kampf gegen den Deutschen Orden im Stich gelassen hatte. Neustettin wurde geplündert und gebrandschatzt. Pommernherzog Philipp II. ließ 1606 für seine verwitwete Mutter Anna (zweite Ehefrau von Bogislaw XIII.) das so genannte Ritterhaus in Neustettin erbauen. Nach dessem Tode ließ Herzog Ulrich 1619 das lange zerstörte Schloss wieder aufbauen und machte es zu seiner Residenz. Seine Witwe gründete 1640 das später nach ihr benannte protestantische Gymnasium.
Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges kam Neustettin zu Brandenburg und 1701 unter die Krone der preußischen Könige. Mit der preußischen Verwaltungsreform von 1818 wurde die Stadt Verwaltungssitz des neu geschaffenen Landkreises Neustettin. Die Bevölkerungszahl entwickelte sich von 6.900 im Jahre 1875 auf 19.900 im Jahre 1939.
Im Jahre 1881 wurde die Synagoge der Stadt angezündet, es folgte ein Aufsehen erregender Prozess gegen die Täter.
Während des Zweiten Weltkriegs gab es in der Stadt zwei Zwangsarbeiterlager. Die deutsche Geschichte der Stadt nahm ihr Ende zu Beginn des Jahres 1945. Die Truppen der 2. Weißrussischen Front der Roten Armee setzten die deutsche Garnison mit 3.000 Soldaten fest und eroberten Neustettin. Nach Übernahme der Verwaltung durch polnische Stellen wurde die Stadt in Szczecinek umbenannt, die noch nicht geflohene deutsche Bevölkerung vertrieben und durch polnische Zuwanderer ersetzt.
Sehenswürdigkeiten
- Schloss der pommerschen Herzöge
- St.-Marien-Kirche (neugotisch)
- St. Nikolausturm (16. Jh., heute Regionalmuseum)
- Rathaus (19. Jh., neogotisch)
- Stadtpark
- Marienthron (Wzgórze Świątki) (ehem. heidnische Kultstätte, später Kloster)
- Bismarckturm, eingeweiht 31.3.1911
Einwohnerentwicklung
Partnerschaften
Bedeutende Persönlichkeiten
- Karl Bertau (* 1927 in Neustettin), deutscher Germanist
- Artur Bugaj (* 1970 in Szczecinek), polnischer Fußballspieler
- Lothar Bucher (* 1817 in Neustettin), deutscher Publizist und Berater Otto von Bismarcks
- Jacek Gdański (* 1970 in Szczecinek), polnischer Schachgroßmeister
- Hans Krüger (* 1902 in Neustettin) † 1971, deutscher Politiker
- Wilfried Krüger (* 1903 in Neustettin, † 1970), deutscher Orchesterleiter
- Lottlisa Behling (* 1909 in Neustettin, † 1989) Kunshistorikerín
- Helmut Maletzke (* 1920 in Neustettin, deutscher Maler
- Hans Joachim Sell (Nikolaus Steigert) (* 1920 in Neustettin), deutscher Schriftsteller
- Aleksander Wolszczan (* 1946 in Szczecinek), polnischer Astronom
- Erich Zweigert (* 1849 in Neustettin; † 1906), deutscher Politiker und Bürgermeister von Essen
Literatur
- Hoffmann, Gerd: Der Prozeß um den Brand der Synagoge in Neustettin. Antisemitismus in Deutschland ausgangs des 19. Jahrhunderts. Schifferstadt: Gerd Hoffmann Verlag 1998. 329 Seiten. ISBN 3-929349-30-2
- Jonas, Heinz: Neustettin - Bilder einer deutschen Stadt 1310-1945. Husum Verlag 1998, 208 Seiten. ISBN 3-88042-885-9
Weblinks
siehe auch
Barwice (Bärwalde) - Stadt | Biały Bór (Baldenburg) - Stadt | Borne Sulinowo (Groß Born) - Stadt | Grzmiąca (Gramenz) | Szczecinek (Neustettin) - Stadt | Szczecinek-Gmina (Neustettin-Land)
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Szczecinek, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Szczecinek, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
