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Streulichtblende

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Streulichtblende einer Spiegelreflexkamera
Streulichtblende einer Spiegelreflexkamera
Bild:Tulip Lens Hood.jpg
Tulpenförmige Streulichtblende für ein Zoomobjektiv
Bild:Ricoh Caplio GX mit Streulichtblende IMGP0616.jpg
Auch für einige digitale Kompaktkameras sind Streulichtblenden erhältlich und empfehlenswert

Die Streulichtblende ist ein wichtiges Zubehör in der Fotografie (oft auch falsch als Sonnenblende oder Gegenlichtblende bezeichnet) und ein wichtiger Bestandteil von Linsenfernrohren oder Spiegelteleskopen in der Astronomie.

Funktion

Eine Streulichtblende soll verhindern, dass seitlich einfallendes Licht an Linsen oder Fassungsteilen reflektiert wird und so auf den Film, einen elektronischen Empfänger (z. B. einen CCD-Chip) oder in das Okular gelangt. Dies kann zu erheblichen Beeinträchtigung des Bildes z. B. durch optische Überlagerungen in Form von Lichtsäumen in der Form der Linsen, also in der Regel Kreisen oder Ringen führen. Weiterhin wird das Bild des fotografierten bzw. beobachteten Objektes durch derartiges Streulicht flau und kontrastarm. Bei Aufnahmen mit direktem Gegenlicht wie beispielsweise bei Sonnenuntergängen zeigt die Streulichtblende keine Wirkung. Auch die Entstehung von Geisterflecken oder anderen Reflexionen, die durch Lichtquellen innerhalb des Bildfelds entstehen, können naturgemäß nicht durch eine Streulichtblende verhindert werden.

Ausführungen

In der Fotografie gibt es für nahezu alle handelsüblichen Foto-Objektive passende Streulichtblenden als separates Zubehör in Form starrer Tuben aus Metall oder Kunststoff sowie faltbarer Gummiblenden. Die Montage erfolgt mittels Schraubgewinde, Bajonettanschluss oder durch Aufstecken. Viele Zoom- und Teleobjektive sind aber auch bereits mit ausziehbaren Streulichtblenden ausgestattet.

Bei kompakten Kameras, insbesondere mit in Ruhestellung versenkten Zoomobjektiven, ist die Montage einer Streulichtblende meist nur mit speziellem Zubehör oder gar nicht möglich. Bei Kameras mit optischem Durchsichtssucher kann es vorkommen, daß die Streulichtblende in das Sucherbild hineinragt. Auch kann es bei allen Kameras zu Abschattungen bei der Verwendung integrierter Blitzgeräte kommen.

Die Geometrie der Streulichtblende hängt vom Bildwinkel des Objektivs und vom Durchmesser der Frontlinse ab. Ein Objektiv mit kleinem Bildwinkel benötigt eine längere Blende als ein Objektiv mit großem Bildwinkel. Die falsche Wahl der Streulichtblende führt entweder zu einer verringerten Schutzwirkung, wenn sie zu kurz ist oder zur Vignettierung, wenn sie zu lang ist oder einen zu geringen Durchmesser hat. Beim Einsatz zusätzlicher Filter kann es bei Einschraubblenden insbesondere bei Weitwinkelobjektiven ebenfalls zur Vignettierung kommen.

Streulichtblenden für Zoomobjektive sind stets für die kürzeste Brennweite und idealerweise für den größtmöglichen Sensor bzw. das größtmögliche Negativformat gerechnet. Wenn sich die Blendenbefestigung oder die Frontlinse beim Fokussieren oder Zoomen nicht mitdrehen, kann die Blende etwas länger gebaut werden. Da eine Vignettierung in den Ecken zuerst auftritt, werden diese dann ausgespart und die Tulpenform entsteht. Der Vorteil dieser Konstruktion ist der etwas bessere Schutz vor Streulicht bei längeren Brennweiten.

Eine Sonderform der Streulichtblende ist das Kompendium. Dies ist ein Vorsatz, meist in Form eines Balgens, der bei Film- oder Fachkameras üblich ist. Durch die Verstellbarkeit kann ein Kompendium auf Objektive mit unterschiedlichen Bildwinkeln eingestellt werden. Meist weisen Kompendien auch Halterungen für fotografische Filter oder anderes Zubehör auf.

Astronomie

In der Astronomie gibt es drei Arten von Streulichtblenden:

  • Als Taukappe wird eine vor dem Objektiv bzw. vor der Öffnung des Teleskops sitzende Blende bezeichnet. Diese hat zum einen die gleiche Funktion wie die Streulichtblende in der Fotografie. Sie soll aber auch vor Nachtfeuchtigkeit schützen. Deshalb ist sie bei aufwendigeren Teleskopen beheizbar.
  • Im Tubus von Linsenfernrohren befinden sich in bestimmten Abständen flache Blenden, deren Außendurchmesser sich dem Tubus anpasst und deren Innendurchmesser gerade noch den Durchlass des Strahlengangs erlaubt.
  • Im Inneren von Spiegelteleskopen werden Blendrohre eingesetzt.
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