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Soziales Protokoll
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Das soziale Protokoll kann als Norm für ein geregeltes Verhalten verstanden werden.
Es ist eine spezielle Form der Moral, die sich auf bestimmte Anlässe oder Begebenheiten bezieht. Ein soziales Protokoll wird oft speziell festgelegt und im Diskurs erörtert.
In Gesellschaften entsteht diese Norm dezentral im Mitwirken aller Beteiligten. Seine Einflussnahme kann sich dabei auf die verschiedensten Bereiche des gesellschaftlichen Lebens beziehen. Faktoren für diese Regeln können geographisch bedingt sein und bestimmte Orte betreffen, andererseits hängen sie genauso von der Art und Anzahl anwesender und teilhabender Mitglieder einer Gesellschaft ab. An bestimmten Orten, in großen Gruppen oder zu besonderen Anlässen kann dieses Protokoll beispielsweise stark variieren.
Das Soziale Protokoll regelt dabei nicht zwangsläufig restriktiv, dennoch werden Übertretungen mit unterschiedlichem Grade an Missfallen innerhalb der Gesellschaft geahndet. Die Auswirkung hängt dabei vom Verständnis des Protokolls seitens der Beteiligten ab, als auch vom Maß der Regelwidrigkeit des Verhaltens. Somit ist ein Soziales Protokoll ein dynamischer Prozess innerhalb von Gesellschaften. Er ist nicht direkt intendiert und ergibt sich als gesellschaftlicher Effekt. Dieser Effekt entsteht aus dem Bedürfnis jedes der Beteiligten, eine situative Sicherheit des kommunikativen Umgangs zu gewährleisten.
An Orten oder in Einrichtungen, die keiner ständigen Kontrolle unterliegen wird erwartet, dass Mitglieder einer Gesellschaft deren Protokoll verinnerlichen und damit sein Bestehen sichern.
Ein weiterer Effekt des Protokolls ist darin zu sehen, dass es in bestimmten Situationen auch zu Aktivität auffordert. Dies kann der Fall sein, wenn es durch direktes Handeln eine Übertretung der Regeln zu verhindern bzw. zu diskutieren gilt. Eine Handlung kann aber genauso gut auch indirekt gefordert sein, wenn es als notwendig erscheint bereits Geschehenes wieder auszugleichen.
Siehe auch: Soziale Kontrolle
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