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Solnhofen
Aus Fotonexus.
| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Bild:Wappen Solnhofen.svg |
| ||||
| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Bayern | ||||
| Regierungsbezirk: | Mittelfranken | ||||
| Landkreis: | Weißenburg-Gunzenhausen | ||||
| Koordinaten: | Koordinaten: 48° 53′ N, 11° 0′ O48° 53′ N, 11° 0′ O | ||||
| Höhe: | 410 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 13,50 km² | ||||
| Einwohner: | 1845 (29. Juni 2006) | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 137 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 91807 | ||||
| Vorwahl: | 09145 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | WUG | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 09 5 77 168 | ||||
| Gemeindegliederung: | 3 Gemeindeteile | ||||
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Bahnhofstr. 8 91807 Solnhofen | ||||
| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Gerhard Nürnberger (FW) | ||||
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Solnhofen ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und gilt als Fossillagerstätte von Weltrang. Nach dem Ort ist der Asteroid (3229) Solnhofen benannt.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Geografische Lage
Die Gemeinde liegt im Altmühltal.
Gemeindeteile sind neben Solnhofen die Orte Eßlingen und Hochholz.
Der Solnhofener Plattenkalk
Berühmt ist Solnhofen vor allem wegen seiner Steinbrüche, die Fossilien aus dem etwa 150 Millionen Jahre alten Weißen Jura (Oberjura) enthalten. In den Steinbrüchen wird der Solnhofener Plattenkalk abgebaut, der sich einst aus den kalkhaltigen Resten abgestorbener Planktonorganismen und von Mikroorganismen gefälltem Kalk bildete. Das Sediment lagerte sich am Grund einer Lagune in einzelen dünnen Lagen ab und gab dem später zu Stein verfestigten Kalk seinen schichtigen Aufbau („Plattenkalk“). Das Gestein ist recht arm an Fossilfunden, diese sind dafür jedoch oft von einer einzigartigen Qualität. Während des jahrhundertelangen Abbaus der Solnhofener Plattenkalke kamen unter anderem Fossilien von Quallen, Seelilien, Fischen und Krebsen zum Vorschein.
Seine große Bedeutung verdankt der „Solnhofener“ jedoch den Überresten der in die Lagune eingespülten Landlebewesen wie beispielsweise die des kleinen Dinosauriers Compsognathus, sechs Gattungen von Flugsauriern, verschiedenen Schildkröten und über 180 Insektenarten. Die bekanntesten und auch für die Evolutionsbiologie bedeutsamen Funde sind aber die bislang zehn Exemplare des „Urvogels“ Archaeopteryx aus Solnhofen und Umgebung. Der Solnhofener Plattenkalk kommt nicht nur in Solnhofen, sondern in einem Gebiet von etwa 70 Kilometer Länge und maximal 30 Kilometer Breite vor - von Mörnsheim im Westen bis nach Kelheim im Osten.
Der besonders feine Kalkstein („Lithographischer Schiefer”) aus den Steinbrüchen wurde vom Erfinder der Lithographie, Alois Senefelder, als Druckmaterial verwendet; auch heute noch gilt der Solnhofener Plattenkalk als das weltweit beste Material für lithographische Druckplatten. Im großen Maßstab wird der Plattenkalk in der Bauindustrie unter anderem als Bodenplatten, zur Wandvertäfelung und als Dachdeckung genutzt.
Politik
Wappen
Die Wappenbeschreibung lautet: Geteilt; oben in Silber ein schwarzes Kreuz, unten dreimal geteilt von Rot und Gold.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
Das Bürgermeister-Müller-Museum im Rathaus zeigt eine einzigartige Sammlung von Fossilien aus dem Plattenkalk.
Bauwerke
Die Solnhofener Solabasilika zählt mit ihren Säulen aus karolingischer Zeit zu den ältesten Baudenkmälern Deutschlands. Bei Ausgrabungen dort entdeckten Wissenschaftler von der Universität Heidelberg bis in die Mittelsteinzeit zurückreichende Siedlungsspuren.
Weblinks
- Website der Gemeinde Solnhofen
- Der Solnhofener Plattenkalk und seine Fossilien
- Solnhofen und seine Fossilien
- Solnhofen. Eine Fossilienfundstätte von Weltrang
- Der Ur-Vogel Archaeopteryx
- Die Flugsaurier von Solnhofen
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