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Pileolus
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Pileolus (vom lateinischen pileus = Hut, Mütze, auch Zucchetto) ist Teil der kirchlichen Kleidung, vor allem von Äbten, Bischöfen, Kardinälen und des Papstes. Von diesen wird er innerhalb der Liturgie zur entsprechenden liturgischen Kleidung unter der Mitra oder dem Birett getragen wie außerhalb zur Soutane. Der Pileolus ist ein kleines Käppchen, das im Mittelalter den Hinterkopf und die Ohren bedeckte und seit der Barockzeit im 16./17. Jahrhundert auf das heute übliche Scheitelkäppchen reduziert wurde. Es besteht aus Seide. Der Papst, die Kardinäle und die Apostolischen Nuntii tragen einen Pileolus aus Moiré-Seide; letztere jedoch nur in ihrem Zuständigkeitsbereich. Auch Ordensleute kennen ein dem Pileolus ähnliches Scheitelkäppchen, das ursprünglich die Stelle der Tonsur bedeckte und die Farbe der jeweiligen Ordensgewandung hat. Heute wird es oft nur noch von den Äbten getragen.
Die Farben der Käppchen entsprechen dem üblichen Farbkanon:
- weiß für den Papst
- scharlachrot für die Kardinäle (bis 1464 purpur, daher stammt die Formulierung, ein Bischof "bekommt den Purpur", wenn er zum Kardinal ernannt wird)
- violett für die Bischöfe und Domherren, bis 1867 grün
- schwarz für alle anderen Kleriker und Mönche
- Bei Äbten hängt die farbliche Ausgestaltung von der jeweiligen Ordenstradition ab. Unter Umständen kann daher der Pileolus eines Abtes auch weiß sein, wie bei Äbten aus dem Zisterzienserorden.
Während des Hochgebetes der Heiligen Messe wird der Pileolus zum Zeichen der Verehrung des anwesenden Christus abgesetzt. Deshalb wird das Käppchen auch Soli Deo genannt, was soviel bedeutet wie "nur vor dem Herrn (und vor niemand anders wird dieser Hut gezogen)".
Mit der jüdischen Kippa hat der Pileolus außer der Form nichts zu tun.
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