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Soda

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel beschreibt das Mineral Soda. Für ein Getränk mit gleicher Abkürzung siehe Sodawasser
Soda
Bild eventuell bei Commons:Mineral
Chemismus Na2CO3·10H2O
Mineralklasse Wasserhaltige Carbonate ohne fremde Anionen
V/D.02-20 (nach Strunz)
15.1.2.1 (nach Dana)
Kristallsystem monoklin
Kristallklasse monoklin-domatisch Parser-Fehler (Das temporäre Verzeichnis für mathematische Formeln kann nicht angelegt oder beschrieben werden.): \ m
Farbe farblos, weiß, grau, gelb
Strichfarbe weiß
Mohshärte 1 bis 1,5
Dichte (g/cm³) 1,42 bis 1,47
Glanz Glasglanz
Transparenz durchsichtig bis durchscheinend
Bruch
Spaltbarkeit deutlich nach {001}, unvollkommen nach {010}
Habitus Ausblühungen und Krusten
Häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung
Kristalloptik
Brechzahl α=1,405 β=1,425 γ=1,440
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
Δ=0,035 ; zweiachsig negativ
Pleochroismus farblos
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~ 71°
Weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
Chemisches Verhalten
Ähnliche Minerale Thermonatrit, Trona
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus
Besondere Kennzeichen phosphoreszierend
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Soda (engl.: Natron [1]) ist ein Salz-Mineral aus der Mineralklasse wasserhaltiger Carbonate ohne fremde Anionen und das Dekahydrat des Natriumcarbonats. Es kristallisiert im monoklinen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung Na2CO3·10H2O und entwickelt meist farblose, weiße, graue oder gelbe Ausblühungen beziehungsweise krustige Überzüge auf Salzgesteinen.

Inhaltsverzeichnis

Modifikationen und Varietäten

Soda ist eine von sieben Modifikationen der chemischen Verbindung Natriumcarbonat. Die anderen Modifikationen sind das

  • wasserfreie Natriumcarbonat (Na2CO3, Mineral Natrit)
  • Monohydrat (Na2CO3•H2O, Mineral: Thermonatrit)
  • Dihydrat (Na2Ca(CO3)2•2H2O, Mineral Pirssonit)
  • Pentahydrat (Na2Ca(CO3)2•5H2O, Mineral Gaylussit)
  • Heptahydrat (Na2CO3•7 H2O)
  • Hydrogencarbonat (Na(HCO3)•Na2CO3•2H2O, Mineral Trona).

Bildung und Fundorte

Soda bildet sich vorwiegend durch Verdunstung an den Rändern von Salzseen oder durch Ausfällung am Seegrund bei kaltem Wetter.

Fundorte sind verschiedene Natronseen unter anderem in Äthiopien (Shala), Großbritannien, Italien, Kanada, Ungarn, Russische Föderation und den USA.

Verwendung

Soda ist ein wichtiger Rohstoff beziehungsweise wichtiges Hilfsmittel zur Herstellung von Glas, Bleichmitteln, Waschmitteln, Farben, Gerbereiprodukten. Bereits im Altertum wurde es allgemein als Reinigungsmittel unter anderem für Glas verwendet. Im Alten Ägypten diente es zur Trocknung von Leichen und damit der Mumifizierung. Schon die Römer im Altertum versuchten mit alkalischer Birkenasche oder Soda Haare zu bleichen.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Mineraldatenblatt - Natron (engl.)

Literatur

  • Martin Okrusch, Siegfried Matthes: Mineralogie. 7. Auflage. Springer Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-540-23812-3
  • Stefan Weiß: Das große Lapis Mineralienverzeichnis. 4. Auflage. Christian Weise Verlag, München 2002, ISBN 3-921656-17-6

Weblinks

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