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Skilift

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Als Skilift bezeichnet man im engeren Sinne eine Seilbahn zur Beförderung von Skiläufern mit angeschnallten Skiern (Schlepplift). Im weiteren Sinne zählen alle Anlagen zur Beförderung von Ski- und Snowboard-Fahrern dazu. Die Lifte können im Sommer aber auch zur Beförderung anderer Sportgeräte benutzt werden (Sommerrodel, Mountainbikes, Big Foot-Roller). In sogenannten Bikeparks werden zur Beförderung von Mountainbikern neben Luftseilbahnen auch Schlepplifte eingesetzt.

Bild:Skilift.jpg
Tellerlift

Der erste Skilift wurde in Schollach bei Eisenbach im Hochschwarzwald vom Gastwirt Robert Winterhalder gebaut und 1908 in Betrieb genommen.

Der erste motorisch betriebene Aufstiegshilfe überhaupt wurde auf dem Bödele in Vorarlberg, Österreich gebaut und ging schon 1907 in Betrieb. Freilich war diese Konstruktion nicht mit einem modernen Skilift von heute zu vergleichen - es handelte sich vielmehr um eine Art Schlitten, der über ein Seil von einem Motor den Berg hinaufgezogen wurde. Ein Arbeitsprinzip, das vor allem in der Schweiz noch jahrzehntelang zum Einsatz kommen sollte. Bis in die 40er Jahre des vergangenen Jahrhunderts verwendete man dort die sogenannten Funi: eine Standseilbahn auf Kufen.

Große Hersteller sind Doppelmayr, Garaventa (Zusammenschluss mit Doppelmayr), Leitner und Poma.

Folgende Arten werden dabei unterschieden. Die Reihenfolge entspricht etwa der Größe und dem Schwierigkeitsgrad der Benutzung.

Inhaltsverzeichnis

Zauberteppich

Der Zauberteppich ist ein langsam laufendes, wenige Meter langes Förderband in flachen Pisten. Es wird von Skischulen in den ersten Tagen der Anfängerkurse genutzt.

Seillift oder Babylift

Seillift in Val d'Isère
Seillift in Val d'Isère

Als Seil- oder Babylift bezeichnet man ein umlaufendes Seil in Bodennähe, an dem sich die Skifahrer festhalten; sie werden wegen der Abnutzung umgangssprachlich auch „Handschuhfresser“ genannt. Zur Unterstützung, dass man nicht in den Hintermann abrutscht, sind am Seil oft Kunststoffbügel angebracht, die den Skifahrer am Gesäß schieben oder Kunststoffknubbel beziehungsweise Knoten am Seil angebracht.

Sie werden ebenfalls meist von Anfängern genutzt, finden sich vereinzelt auch als Zubringer zwischen anderen Liften oder Pisten bei kurzen Flach- oder Bergaufpassagen. Eine besondere Bauart ist der leicht auf- und abzubauende Nussknackerlift.

Schlepplift

Bild:Schlepplift.Bergstation.1.JPG
Bergstation eines T-Bügel-Lifts

Bei Schleppliften läuft ein Stahlseil in etwa drei bis vier Metern Höhe, an dem über einen Aufrollmechanismus Zugbügel befestigt sind. Man unterscheidet dabei Tellerlifte mit Tellerbügeln für eine Person oder Ankerlifte für zwei Personen. Allerdings gibt es auch Schlepplifte für andere Zwecke, zum Beispiel zur Beförderung von Bobs bei Sommerrodelbahnen oder auch Rodellifte für den Winterbetrieb. Eine Sonderform des Schleppliftes ist die vor allem in Frankreich verbreitete Gattung des kuppelbaren Tellerlifts, der vor allem vom französischen Hersteller Poma (Pomagalski S.A.) gebaut wird.

Luftseilbahn

Unter den Luftseilbahnen unterscheidet man Sessellifte und Gondeln, seltener sind auch noch Stehkörbe bei sog. Korbliften im Einsatz.

Sessellift

Talstation einer älteren Sesselbahn
Talstation einer älteren Sesselbahn

Sessellifte werden ebenfalls mit angeschnallten Skiern benutzt, können jedoch auch von Wanderern genutzt werden. Die kleinsten haben üblicherweise Sessel für eine Person, große Anlagen bis zu acht. Bei kuppelbaren Anlagen werden die Sessel an Berg- und Talstation ausgekuppelt und laufen in den Stationen deutlich langsamer, was den Ein- und Ausstieg erleichtert. Bei modernen Anlagen gibt es Förderbänder im Boden, die den Skifahrer bereits beschleunigen bzw. positionieren. Fixgeklemmte Sesselbahnen haben eine deutlich geringere Seilgeschwindigkeit, damit der Ein- und Aussteigevorgang gefahrlos ablaufen kann. Durch die engere Sesselfolge ist die Kapazität jedoch ähnlich hoch wie bei kuppelbaren Sesselbahnen. Der große Vorteil einer Sesselbahn liegt darin, dass man sich auf der Bergfahrt entspannen kann, jedoch neigt man besonders auf langen Bergfahrten schnell zum Auskühlen. "Neuere" Sesselbahnen haben eine Schutzhaube, die bei starkem Wind oder Schneefall übergezogen werden. Bei Sesselbahnen mit Haube ist gleichzeitig auch eine Ablage für Schistöcke hinter der Sesselbank, dadurch wird das Risiko verringert, den Stock zu verlieren. Weiters gibt es Sessellifte mit Sitzheizung, um die Bergfahrt noch komfortabler und angenehmer zu machen.

Gondelbahn

Bei Kabinen- oder Gondelbahnen unterscheidet man zwischen zwei grundsätzlichen Funktionsprinzipien, der Umlaufbahn und der Pendelbahn. Mischformen aus beiden Anlagen kommen ebenfalls vor, sind aber eher selten anzutreffen.

Pendelbahnen

Bei Pendelbahnen pendeln meistens zwei, seltener eine Großkabine zwischen Berg- und Talstation, wobei in der Regel Trag- und Zugseile getrennt sind. Das Zugseil bei Zweikabinenbahnen ist oftmals eine Seilschleife, weswegen die Kabinen nicht unabhängig voneinander fahren können. Pendelbahnen haben Fassungsvermögen bis zu 180 Personen. Auch doppelstöckige Gondeln wurden bereits z.B. in Samnaun verwirklicht.

Umlaufbahnen

Umlaufbahnen zeichnen sich dadurch aus, dass die Gondeln in Berg- und Talstation durchfahren. Die meisten Anlagen kuppeln die Gondeln in den Stationen vom Seil ab, damit bei langsamer Fahrgeschwindigkeit ein- und ausgestiegen werden kann. Andere Anlagen, sogenannte Gruppenumlaufbahnen haben fix an das Seil geklemmte Gondeln, wobei zum Fahrgastwechsel jeweils die ganze Seilbahn angehalten wird. Einseilbahnen vereinen Trag- und Zugfunktion in einem Förderseil, dies ist die gebräuchlichste Bauart. Zwei- oder Dreiseilbahnen haben wiederum getrennte Trag- und Zugseile, wodurch exponiertere Seilführungen möglich werden. Eine Sonderform ist das Funitel, welches zwei Förderseile nebeneinander führt, wodurch sich eine hohe Windstabilität ergibt. Umlaufbahnen haben Gondelkapazitäten zwischen zwei und 30 Personen, wobei modernere Anlagen zu größeren Gondeln tendieren.

Standseilbahn

Ebenfalls in Skigebieten zu finden sind Standseilbahnen. Erwähnenswert hierbei ist die "Funiculaire" in Tignes, die als eine Art U-Bahn unterirdisch auf den Gletscher führt.

Weitere Bauarten

Derzeit in Entwicklung befindet sich der Mountain-Coaster, der einer Achterbahn ähnelt.

Diverses

Die vom „Lift“ abgeleitete, technisch nicht korrekte Bezeichnung Sessellift für eine Luftseilbahn mit Sesseln ist in den allgemeinen Sprachgebrauch eingegangen. Eine technisch korrektere Alternative zu Sessellift ist Sesselbahn.

Manche Skilifte werden während der Sommermonate in Sessellifte umgewandelt.

Weblinks

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