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Schwimmsport
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Schwimmsport bezeichnet die Ausübung des Schwimmens als sportliche Disziplin. In seiner Grundform wird der Schwimmsport als Wettkampf mehrerer Teilnehmer gegeneinander um die Bewältigung einer vorgegebenen Schwimmstrecke in kürzestmöglicher Zeit ausgetragen.
Geschichte des Schwimmens evolutionsbiologisch betrachtet
Die Geschichte des menschlichen Schwimmens enthält zwei verschiedene Grundaspekte, nämlich einerseits die Rolle des Schwimmens (und Tauchens) in der Phylogenie (d.h. Abstammungsgeschichte) des Menschen, anderseits die Entwicklung der Schwimmtechniken in den letzten Jahrhunderten, die gut dokumentiert ist.
Die Rolle des Schwimmens und Tauchens in unserer Phylogenie wurde jedoch kaum untersucht. Bis vor kurzem gingen die Anthropologen einstimmig davon aus, dass die ersten aufrecht gehenden Vorfahren des Menschen (Frühhominiden) sich auf der Savanne entwickelten, wobei Schwimm- und Tauchfähigkeiten keine große Rolle gespielt haben sollen. Erst im Jahr 1999 veröffentlichte der brasilianisch-schweizerische Sportwissenschaftler Renato Bender eine Diplomarbeit mit dem Titel "Die evolutionsbiologische Grundlage des menschlichen Schwimmens, Tauchens und Watens". Dort lieferte er zum ersten Mal eine historische Analyse der "Savannentheorie", in welcher er zeigte, dass diese Theorie viel älter ist als angenommen und ursprünglich weder im Zusammenhang einer hypothetischen Entstehung der Hominiden in Afrika noch aus der Analyse von paläoanthropologischem Material vorgeschlagen wurde. Er schrieb:
"Die Entstehung der Hominiden wird innerhalb der klassischen Paläoanthropologie durch die sog. Freilandhypothesen erklärt. Diese Modelle gehen davon aus, dass die ersten Hominiden von Primaten abstammen, die das Leben auf Bäumen verließen und eine terrestrische Lebensweise in offenen Landschaften annahmen. In der vorliegenden Arbeit konnte gezeigt werden, dass die Prämissen der Freilandhypothesen nicht auf Ergebnisse der modernen paläoanthropologischen Forschung aufbauen, da die Wurzeln dieser Theorie sich bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts verfolgen lassen; wichtige Anstöße zu diesen Theorien gab es ab den 1920er Jahren, und spätestens im Laufe der 1940er Jahren etablierten sich die Freilandhypothesen als Dogma innerhalb der Paläoanthropologie" (Bender 1999, 181).
Besonders in den letzten Jahren haben zahlreiche Paläoanthropologen Zweifeln an der Solidität der Freilandhypothesen geäußert; der Pionier dieser kritischen Reaktion unter den Paläoanthropologen ist der Südafrikaner Prof. Phillip Tobias. Tobias kam unabhängig von Bender zu der Ansicht, dass die Freilandhypothesen große Mängel aufweisen und deshalb nicht mehr als Lehrbuchmeinung angesehen werden dürfen. Diese Meinung wurde in verschiedenen Lehrbüchern aufgenommen und wird von einer großen Anzahl von Anthropologen vertreten.
Relevant für das Thema menschliches Schwimmen und Tauchen ist die Tatsache, dass als wichtigste Alternative zu der Savannentheorie die sog. Aquatile Theorie angesehen wird. Diese Theorie besagt, dass die Vorfahren der Menschen in ihrer Evolution eine semi-aquatische Phase durchgemacht haben sollen. Das bedeutet, dass Vormenschen sich verstärkt an und in Flüssen, Seen oder am Litoral aufgehalten haben und diese u. a. zur Nahrungsgewinnung nutzten.
Merkmale, die mit dieser Hypothese erklärt werden können, sind insbesondere der aufrechte Gang, das spährliche Haarkleid, die große Menge Unterhaut-Fettgewebes des Menschen im Vergleich zu anderen Landtieren und die ausgeprägte Schwimm- und Tauchfähigkeit des Menschen. Diese Merkmale sind kaum zu finden unter Savannentieren, gehören aber zu den verbreitesten Anpassungen bei Wassersäugetieren.
Wie die Schweizerin Nicole Bender-Oser in einer medizinhistorischen Dissertation ausführlich erläutert, wurden einige der Hauptargumente der Aquatilen Theorie bereits ab 1923 durch den Berliner Pathologen Max Westenhöfer (1871–1957) aufgestellt; eine Zusammenfassung seiner Ideen sind in seinem 1942 publizierten Buch Der Eigenweg des Menschen zu lesen. Er glaubte, dass in der Hominisation eine aquatische Phase stattgefunden habe, und belegte dies anhand anatomischer Vergleiche. Allerdings muss man anmerken, dass er eine Abstammung oder nahe Verwandtschaft von Menschen zu Menschenaffen ausschloss und stattdessen den Menschen als direkten (weil ebenso wenig spezialisierten und im Feuchten lebenden) Nachkommen von Lurchen und Salamandern sah (Bender-Oser 2004). Später wurde diese Theorie (unabhängig von Westenhöfer) durch den englischen Meeresbiologen Alister Hardy aufgestellt. In der 1970er Jahren hat die englische Journalistin Elaine Morgan angefangen, Bücher über die Theorie zu schreiben. Wissenschaftliche Studien in akademischen Kreisen wurden erst durch Renato Bender und Nicole Bender-Oser gegen Ende der 1990er Jahren durchgeführt. Bis vor kurzen galt die Aquatile Theorie als zu spekulativ, besonders weil der wissenschaftliche Statuts der Savannentheorie unangetastet war. In jüngerer Zeit fanden die Argumente der Theorie bei Chris Stringer (British Natural History Museum) und David Attenborough (u. a. Autor populärwissenschaftlicher Produktionen der BBC zur Hominisation) Beachtung. Auch in dem sehr einflussreichen Lehrbuch Biologie von Campbell und Reece (2006) wird diese Theorie in sehr positivem Licht dargestellt.
Aufgrund der positiven Rezeption der Aquatilen Theorie ist davon auszugehen, dass in naher Zukunft immer öfter die evolutionsbiologische Bedeutung des menschlichen Schwimmens und Tauchens in der Fachliteratur erwähnt wird. Diese neue Auffassungen unterstreichen die tiefen phylogenetischen Wurzeln menschlicher Schwimm- und Tauchaktivitäten und zwingen zu einer neuen Definition der Rolle dieser Wasseraktivitäten in unserer Abstammungsgeschichte.
Geschichte der Entwicklung der modernen Schwimmtechniken
Während die abstammungsgeschichtliche Bedeutung des Schwimmens und Tauchens kaum beachtet wurde, haben in der Vergangenheit zahlreiche Forscher sich mit der Frage nach der Entwicklung der modernen Schwimmtechniken auseinandergesetzt. Bereits 1798 brachte GutsMuths sein Schwimmkunst-Buch heraus, das dann als wegweisend für die späteren Versuche der Hallenser Halloren angesehen werden kann, das Schwimmenlernen zu methodisieren. Da die Halloren (Salzwerker) festgestellt hatten, dass man in der stark salzhaltigen Sole leichter schwimmen konnte, war der Weg zur technisch umsetzbaren Motorik der im Schwimmbuch sehr schematisch beschriebenen Bewegungen geebnet. Die gliederpuppenhaften Bewegungen, die GutsMuths darstellte, waren ihrer Ausprägung nach kaum geeignet einen brauchbaren Schwimmstil zu entwickeln. Das moderne Wettkampfschwimmen entwickelte sich um 1837 in den Hallenbädern Londons. Geschwommen wurde entweder Brust- oder Seitenschwimmen. Im Jahr 1895 schwamm der Engländer J. H. Thayers im Seitenstil die 100 Yards in 1:02,50 (entsprechende 100-m-Zeit 1:08,38). Bis in die 1950er Jahre war das Brustschwimmen, das meist als erste Technik erlernt wird, die einzige Schwimmart, für die genaue Regeln festgelegt waren.
John Trudgen entwickelte 1873 in England das Hand-über-Hand-Schwimmen, das daraufhin „trudgen“ genannt wurde. Die Arme wurden aus dem Wasser nach vorne geführt, ähnlich wie beim Seitenschwimmen, nur wechselte man stets von einer auf die andere Seite und führte zusätzliche Scherenbeinschläge aus. F. V. C. Lane "trudgte" 1901 die 100 Yards in 1:00,0 (100 m in 1:05,64).
Statt des unharmonischen "Trudgens" wandte der Australier Richard Cavill die flüssigere Technik der Eingeborenen der Solomoninseln an. Diese kombinierten den Kraulbeinschlag mit dem Überwasserarmzug. Cavill erreichte mit diesem Australischer Crawl genannten Stil 1902 über 100 Yards eine Weltrekord-Zeit von 58,4 Sekunden (100 m in 1:03,89).
1934 fand David Armbruster, Trainer an der Universität von Iowa, dass beide Arme beim Brustschwimmen auch über Wasser nach vorne zurückgeführt werden konnten. Dieses "Schmettern" erhöhte die Schwimmgeschwindigkeit, kostete aber mehr Trainingsaufwand und Kondition. 1935 schwamm Jack Sieg, ebenfalls von der Universität von Iowa, auf der Seite, mit den Beinen wie mit einem Fischschwanz schlagend. Er konnte das schließlich auch auf dem Bauch. Armbruster und Sieg kombinierten das Schmettern der Arme und den Beinschlag und schufen damit den anfangs „Butterfly“ bzw. Schmetterling genannten Schwimmstil. Mit zwei Beinschlägen bei jedem Armzug schwamm Sieg damals die 100 Yards in 1:00,2 (100 m in 1:05,85). Anderen Angaben zufolge war es 1935 ein Amerikaner namens Brydenthal, der diesen Stil erstmals schwamm. Das zunächst als regelwidrig betrachtete „Schmetterlings-Brustschwimmen“ wurde jedoch erst im Jahre 1953 als eigene Wettkampf-Schwimmart legalisiert.
Schwimmen gehört seit den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit (1896 in Athen) zum olympischen Programm. Bei den zweiten Olympischen Spielen 1900 in Paris wurden ein Hindernisschwimmen, ein Unterwasserausdauerschwimmen und ein 4.000-m-Schwimmen veranstaltet. Bis auf das letztere (Langstreckenschwimmen) wurden diese Wettkampfformen später nicht mehr durchgeführt. 1912 durften die Frauen erstmals im Wettkampf mitschwimmen. Seit 1973 finden offizielle Schwimmweltmeisterschaften statt.
Schwimmen und Gesundheit
Beim Schwimmen werden fast alle Muskeln beansprucht, wobei die Arme und der Oberkörper stärker trainiert werden. Allerdings hängt die Verteilung auch vom jeweiligen Schwimmstil ab. Schwimmen ist eine aerobe Tätigkeit, bei der die Muskeln konstant mit Sauerstoff versorgt werden. Schwimmen ist für Menschen in jedem Lebensalter geeignet. Für kleine Kinder gibt es spezielle Angebote, bei denen sie das Schwimmen lernen können, das so genannte Babyschwimmen.
Schwimmwettkämpfe
Gemeinhin werden Schwimmwettkämpfe nach dem Regelwerk der jeweiligen Landesverbände und international nach dem Regelwerk der FINA ausgetragen.
Austragungsort
Austragungsorte sind für Strecken bis 1500 Meter Schwimmbäder, die die verschiedenen Anforderungen erfüllen hinsichtlich Bahnenlänge (25 m oder 50 m), Bahnenbreite (2,50 m), Wassertiefe (mindestens 1,35 m, bei Olymischen Spielen und Weltmeisterschaften mindestens 2 m[1]) sowie Wassertemperatur (für Schwimmer unter 18 Jahren mindestens 18 °C[2], normalerweise 25–28°C). Die Bahnen werden durch Leinen von einander getrennt. Leinen die die Wellen von den benachbarten Bahnen abhalten sollen – von den Schwimmern oft "Wellenkillerleinen" oder "Wellenbrecher" genannt – werden bei allen großen Wettkämpfen eingesetzt. Die Leinen haben verschiedene Markierungen: 5-m-Bereich vor jeder Beckenwand (in dem Bereich sind die Leinen meist durchgängig rot), Mittenmarkierung und 15-m-Markierung. Auf dem Boden befindet sich zudem häufig in der Mitte einer jeden Bahn ein ca 25 cm breiter schwarzer Strich, der 2 m vor dem Beckenende ein T ausbildet und dem Schwimmer hilft sich zu orientieren. Des weiteren hängen über dem Becken noch weitere Leinen: 5 m vor jeder Beckenwand befindet sich (in mindestens 1,8 m Höhe) eine Fähnchenleine, um den Rückenschwimmern anzuzeigen, dass bald die Wand kommt. Zusätzlich gibt es dann noch die Fehlstartleine, die (in mindestens 1,2 m Höhe) 15 m vom Start entfernt hängt. Diese wird ins Wasser gelassen, wenn Schiedsrichter oder Starter auf Fehlstart erkennen. Für Wettkämpfe werden sowohl Hallen- als auch Freibäder genutzt. Im Allgemeinen wird in Süßwasserbecken geschwommen, doch gibt es noch vereinzelt Salzwasserbecken, und auch hier werden Wettkämpfe ausgetragen.
Strecken
Geschwommen werden Strecken gemäß den Regularien, die meist ein Vielfaches von 100-Meter-Abschnitten sind: 100, 200, 400, 800 und 1500 Meter. Hinzu kommt noch die 50-m-Distanz als Sprintstrecke. Beim Langstreckenschwimmen kommen Strecken zwischen 5 und 25 Kilometer hinzu, die jedoch in offenen Gewässern ausgetragen werden.
Bahnen
Im Einzelwettkampf stehen sich jeweils maximal so viel Schwimmer gegenüber, wie Bahnen im Schwimmbecken vorhanden sind. (Eine Ausnahme gibt es bei 1500 m und 800 m Freistil. Dort treten bei "kleineren" Wettkämpfen 2 Schwimmer(innen) pro Bahn an.) Die reguläre Bahnenzahl im 50-m-Becken ist 8. Bei Ausscheidungswettkämpfen werden mehrere Läufe ausgetragen, bei denen die Schwimmer, die die nach dem Reglement bestimmten Platzierungen erreicht haben, jeweils an der nächsten Ausscheidungsstufe teilnehmen dürfen. Der schnellst gemeldete oder qualifizierte Schwimmer startet jeweils auf der Bahn 4, darauf folgt der zweitschnellste Schwimmer auf der Bahn 5, dann auf der 3, auf der 6, nachher auf der 2, dann auf der 7, 1, und der langsamste Schwimmer des Laufes auf der Bahn 8. Darum sind bei Wettkämpfen die Bahnen 4 und 5 meist von gelben Leinen eingefasst.
Start
Schwimmen
Es werden so viele Bahnen geschwommen, wie die vorgegebene Strecke es erfordert, wobei der Schwimmer an jedem Bahnende im Wasser eine Wende vollführt und in der Gegenrichtung wieder zurückschwimmt, bis er am Ende der letzten Bahn mit der Hand an die Beckenwand anschlägt. Bei den Strecken 800 m und 1500 m werden die Bahnen für jeden Schwimmer gezählt und angezeigt, teilweise sogar mit Displays unter Wasser. Zusätzlich werden die letzten 2 Bahnen durch einen Pfiff oder Ton signalisiert. Sieger ist derjenige, der zuerst anschlägt und nicht disqualifiziert wird.
Die Technik der Fortbewegung ist durch die Benennung der Wettkampf-Schwimmart vorgegeben und unterliegt differenzierten Definitionen der Regelwerke.
Keine Wettbewerbe gibt es im Stil Deutscher Kraul (oder auch Altdeutsch-Rücken), bei dem auf dem Rücken liegend der Brust-Stil ausgeführt wird.
Das Lagenschwimmen ist eine Kombination von vier Schwimmstilen. Dabei wird jeweils ein Viertel der Strecke (meistens 50 m oder 100 m) in einem Stil geschwommen. Im Einzelwettbewerb ist die Reihenfolge Schmetterling, Rücken, Brust und schließlich Freistil. Bei Staffelwettbewerben treten vier Athleten an. Jeder von ihnen absolviert eine Teilstrecke in einem bestimmten Stil. Hier wird mit Rücken begonnen, darauf folgen Brust, Schmetterling und Freistil.
Des weiteren gibt es Staffelwettkämpfe. Bis auf spezielle Wettkämpfe werden immer 4er Staffeln geschwommen. Es gibt international 4x100 m Freistil, 4x100 m Lagen und 4x200 m Freistil. Der Startschwimmer startet hierbei ganz normal, jeder weitere Schwimmer des Teams darf erst nach dem Anschlag des Vorgängers starten. Es wird die Endzeit gemessen.
Anschlag
Die Zeit wird gestoppt in dem Moment, in dem eine Hand (bei Brust und Schmetterling beide Hände) die Wand berühren. Bei großen Wettkämpfen wird meist elektronisch gemessen. Die Anschlagmatten (meistens gelb oder weiß) reagieren schon auf geringste Krafteinwirkung, zusätzlich wird aber immer von mindestens einer Person pro Bahn manuell gemessen. Zusätzlich wertet das Schiedsgericht jeden Zieleinlauf. So kann es vorkommen, dass Athleten mit identischer Zeit verschiedene Plätze bekommen, da das Schiedsgericht dies erkannt hat. Liegen allerdings gültige elektronische Zeiten für alle Bahnen vor, so werden diese gewertet und die Wertung des Schiedsgerichts wird nicht berücksichtigt.
Schwimmstile
Schwimmstil bezeichnet die spezielle Art oder Technik, in der geschwommen wird. Die heute bekanntesten modernen Schwimmstile im Schwimmsport sind Brustschwimmen, Kraulschwimmen, Rückenschwimmen und Delfin bzw. Schmetterlings-Schwimmen. Ältere und seltener geschwommene Stile sind das Seitenschwimmen und das "Altdeutsch-Rücken"-Schwimmen. Manchmal wird das Tauchen auch als Schwimmstil bezeichnet, da man bei jedem Schwimmstil taucht (nach der Wende oder dem Start). In Japan gibt es im Rahmen der dortigen Samurai-Tradition eigene Japanische Schwimmstile.
Brustschwimmen
Brustschwimmen wird in Schwimmkursen meist als erste Technik erlernt. (Schon in der Übungsleiterausbildung wird jedoch Kraulschwimmen als natürlichere Schwimmart bevorzugt. Außerdem lassen sich die Schwimmarten Rücken und Delfin so leichter erlernen; dagegen wird das Erlernen des Brustschwimmens wegen der extrem unterschiedlichen Bewegung der Fußgelenke oft sehr erschwert). Die Wettkampf-Variante ist die schwierigste und am zeitaufwändigsten zu erlernende Schwimmart, manche Schwimmer können aufgrund der Disposition ihrer Hüftgelenke keinen regulären Bruststil mit Grätschschlag schwimmen, ebenso sind auch das richtige Timing und das Wassergefühl beim Wettkampfbrustschwimmen um einiges anspruchsvoller als bei allen anderen Schwimmarten.
Der Bruststil wird so ausgeführt, dass die Arme unter Wasser zusammenliegend gleichzeitig nach vorn gebracht und dann durch das Wasser nach außen bewegt werden, wobei u.a. der Anstellwinkel der Hände den Vortrieb erzeugt. Bei der anschließenden Bewegung nach innen werden die Hände aus dem gleichen Grund nach innen "gestellt". Der richtige Anstellwinkel, die Formung der Hände und die Höhe der Hände relativ zum Becken werden als Wassergefühl bezeichnet und sind entscheidend für den Vortrieb. Die Bewegung entlang der Körperachse relativ zum Körper ist recht gering. Der weitaus größte Bewegungsimpuls erfolgt durch Bewegungen quer zur Bewegungsrichtung. Unmittelbar an diese Bewegung schließt sich ein Grätschbeinschlag an. Der nächste Armzug erfolgt gegen Ende des Grätschbeinschlags.
Im Gegensatz zur Gleittechnik wird bei der sogenannten Undulationstechnik (von lat. unda = die Welle) bzw. Wave-action-Technik eine Wellenbewegung des Körpers ähnlich wie beim Delfinschwimmen durchgeführt und so ein zusätzlicher Vortrieb erzeugt. Die Regelhaftigkeit dieser Stilvariante war zunächst umstritten.
Die FINA-Wettkampfregeln besagen, dass der Körper vom Beginn des ersten Armzuges nach dem Start und nach jeder Wende vollständig in Brustlage gehalten wird, die Schultern müssen parallel zur Wasseroberfläche liegen. Eine Rollbewegung zur Rückenlage ist zu keinem Zeitpunkt erlaubt. Nach dem Start und nach jeder Wende darf der Schwimmer vollständig untergetaucht einen vollen Armzug bis zu den Oberschenkeln und einen Brust-Beinschlag (Grätschbeinschlag) ausführen, bevor er an die Wasseroberfläche zurückkehrt (der sog. Tauchzug). Seit Anfang dieses Jahres ist es erlaubt, während der Unterwasserbewegung einen einzigen Delfinbeinschlag auszuüben. Der Kopf muss die Wasseroberfläche durchbrechen, bevor sich die Hände im zweiten Armzug nach innen und wieder nach vorne drehen. Danach muss in einem vollständigen Zyklus, bestehend aus einem Armzug und einem Beinschlag, irgendein Teil des Kopfes die Wasseroberfläche durchbrechen.
Alle Bewegungen der Arme müssen gleichzeitig und in der gleichen waagerechten Ebene ausgeführt werden. Die Hände müssen an oder unter der Wasseroberfläche zurück gebracht und von der Brust aus gleichzeitig an, unter oder über der Wasseroberfläche vorwärts gebracht werden. Die Ellbogen müssen dabei unter Wasser bleiben, außer beim letzten Armzug vor dem Zielanschlag. Außer beim ersten Zug nach dem Start und nach jeder Wende dürfen die Hände nicht weiter als bis zur Hüfte nach hinten gebracht werden. Alle Bewegungen der Beine müssen ständig gleichzeitig und in gleicher waagerechter Ebene ohne Wechselbewegungen ausgeführt werden. Beim Beinschlag müssen die Füße bei den Rückwärtsbewegungen auswärts gedreht werden. Bewegungen in Form eines Delfinbeinschlages sind nicht erlaubt. Bei jeder Wende und am Ziel muss der Schwimmer mit beiden Händen gleichzeitig anschlagen.
Schwimmfehler beim Brustschwimmen: Wenn Brustschwimmer kein ausreichendes Tempo schwimmen können, stimmt meistens der Bewegungsablauf der Beine nicht (Fehler der Armbewegungen wirken sich nicht gravierend auf das Schwimmtempo aus). Es gibt 2 häufig vorkommende Schwimmfehler: den asymmetrischen Scherenbeinschlag und den sogenannten Spitzfuß. Beim Scherenbeinschlag liegt die Hüfte des Schwimmers nicht horizontal im Wasser, sodass kein symmetrischer Grätschschlag möglich ist. Das Zusammenschlagen der Beine in Schräglage erinnert an eine Schrittbewegung; dabei wird das eine Bein schräg von unten nach oben und das andere von oben nach unten geführt. Der Scherenbeinschlag entsteht meistens dann, wenn ein Lernender versucht, in relativ flachem Wasser das Brustschwimmen zu erlernen und vorsichtshalber ein Bein in Bodennähe lässt. Dabei wird – genau wie beim Sprungbein – immer das gleiche Bein benutzt. Der asymmetrische Bewegungsablauf geht ins Unterbewusstsein und wird als symmetrisch empfunden. Deshalb sollten Kinder nur in tiefem Wasser mit Auftriebshilfen das Schwimmen erlernen, damit sie sich nicht abstützen können. Nur sehr selten wird dieser Schwimmfehler durch orthopädisch bedingte Haltungsschäden verursacht. Beim so genannten Spitzfuß stimmt die Haltung der Füße während des Grätschschlages nicht. Die Fußspitzen werden nicht gebeugt, sondern gestreckt und „stechen“ mit geringem Widerstand ins Wasser. Durch den geringen Wasserwiderstand kann kein ausreichender Vortrieb erzeugt werden. Diese Schwimmfehler können mit Flap Fins (Schwimmflossen für das Brustschwimmen) verhindert bzw. korrigiert werden.
Kraulschwimmen
Das Kraulschwimmen, kurz Kraulen, ist die schnellste Schwimmart, da durch den wechselseitigen Armzug in Kombination mit dem ebenfalls wechselseitigen kraftvollen Abwärts-Beinschlag ein Antrieb ohne Unterbrechung und eine optimale Vortriebswirkung erzeugt wird. Des Weiteren ist der Frontalwiderstand gegen das Wasser bei dieser Schwimmart am niedrigsten. Das Gesicht des Schwimmers befindet sich beim sportlichen Schwimmen meist im Wasser und wird je nach Anstrengungsgrad und individuellem Vermögen mit jedem Armzug oder nach mehreren Armzügen zum Luftholen seitwärts aus dem Wasser gedreht. Ausgeatmet wird in das Wasser hinein. Dabei bleibt der Körper prinzipiell in der Horizontalen. Während zweier Armzüge macht der Schwimmer normalerweise 6 Beinschläge, wobei Langstreckenschwimmer meistens nur zwei Beinschläge machen. Die übliche Wende beim Kraulschwimmen ist die Rollwende, bei der der Schwimmer anstatt mit der Hand anzuschlagen eine Rolle vor der Beckenwand macht und sich dann mit den Beinen davon wegstößt.
Mit dem Kraulstil wurde 1912 erstmals Duke Kahanamoku, ein Hawaiianer, Olympiasieger.
Freistilschwimmen
Nach der (FINA-Regel SW 5) bedeutet Freistilschwimmen, dass der Schwimmer eine beliebige Schwimmart schwimmen darf, wobei jedoch ein Körperteil des Schwimmers während des gesamten Wettkampfes die Wasseroberfläche durchbrechen muss. Es ist dem Schwimmer jedoch erlaubt, während der Wende sowie für eine Strecke von 15 Metern nach dem Start und nach jeder Wende völlig untergetaucht zu sein. An diesem Punkt muss der Kopf die Wasseroberfläche durchbrochen haben. Da der Kraulstil die schnellste Schwimmart ist, wird als "Freistil" praktisch immer im Kraulstil geschwommen.
Beim Wenden bzw. beim Zielanschlag muss der Schwimmer die Wand mit einem beliebigen Körperteil berühren.
Bei Lagenstaffel- oder Lagenschwimm-Wettkämpfen darf im Freistil jede andere Schwimmart außer Brust-, Schmetterling- oder Rückenschwimmen geschwommen werden.
Rückenschwimmen
Beim Rückenschwimmen liegt der Schwimmer flach auf dem Rücken im Wasser. Der Armzug wird wechselseitig ausgeführt, wobei die Arme über dem Kopf ins Wasser eintauchen, unter Wasser nach vorne geführt werden und oben wieder zurück. Um eine möglichst hohe Effizienz zu erreichen, wird der Arm unter Wasser nicht gerade, sondern abgeknickt geführt, da man im gebeugten Arm mehr Kraft hat (sogenannte "Ellenbogen-vorn-Haltung"). Der Beinschlag läuft ab wie beim Kraul, durch abwechselnde Auf- und Abbewegungen der Beine aus der Hüfte heraus. Ein starker Beinschlag beim Rückenschwimmen stabilisiert die Lage im Wasser. Der Stil Altdeutsch-Rücken unterscheidet sich davon durch Beinbewegungen im Brust-Stil.
Die FINA-Wettkampfregeln besagen für diesen Stil, dass beim Startsignal und bei jeder Wende in Rückenlage abgestoßen und während des ganzen Wettkampfes auf dem Rücken geschwommen werden muss. Bei der Wende ist eine Rollbewegung des Körpers um weniger als 90 Grad aus der Normallage heraus erlaubt; die Haltung des Kopfes ist nicht ausschlaggebend. Ferner muss ein Teil des Schwimmers während des gesamten Wettkampfes die Wasseroberfläche durchbrechen. Es ist dem Schwimmer jedoch gestattet, während der Wende sowie für eine Strecke von 15 Metern nach dem Start und nach jeder Wende völlig untergetaucht zu sein. An diesem Punkt muss der Kopf die Wasseroberfläche durchbrochen haben.
Bei der Wende muss der Schwimmer die Wand mit einem beliebigen Teil seines Körpers berühren. Während der Wende dürfen die Schultern über die Senkrechte in die Brustlage gedreht werden. Sobald der Körper die Rückenlage verlassen hat, muss unverzüglich die kontinuierliche Wendenausführung erfolgen, das heißt, dass kein Armzug oder Beinschlag mehr erfolgen darf. Ein Armzug, welcher die Rollwende einleitet, ist auf Brustlage erlaubt. Der Schwimmer muss in die Rückenlage zurückgekehrt sein, wenn er die Beckenwand verlässt. Beim Zielanschlag muss sich der Schwimmer in Rückenlage befinden. Allerdings braucht der Körper während des Anschlags nicht mehr über Wasser zu sein.
(Siehe auch: Tellerwende.)
Schmetterlingschwimmen (Delfin)
Das Schmetterlingschwimmen wurde vom Weltschwimmverband (FINA) als vierte offizielle Schwimmart anerkannt. Die FINA sah sich 1953 zu diesem Schritt gezwungen, um eine eindeutige Differenzierung zum traditionellen Bruststil zu machen.
Seit den 1930er Jahren entwickelte sich das Schmetterlingschwimmen aus dem Bruststil. Durch das Nachvornebringen der Arme über dem Wasser reduzierten innovative Brustschwimmer ihren Wasserwiderstand. Wegen des erhöhten Kraftaufwands schwammen diese Aktiven meist nur einige Meter oder eine Bahn im Schmetterlingstil und wechselten dann zum üblichen Bruststil. Erst durch die weitere Verfeinerung der Technik wurde das Schmetterlingschwimmen ökonomischer. Beim Armzug werden beide Arme gleichzeitig mit einer S-förmig ziehenden Bewegung (sog. Schlüssellochzug) unter Wasser von vorn nach hinten geführt und dann gerade wieder über den Kopf nach vorn gebracht, es wird normalerweise alle zwei Züge nach vorne geatmet. Die Beine wurden ursprünglich im Grätschschlag bewegt, daraus entwickelte sich später eine Ganzkörper-Wellenbewegung, die sich vom Brustkorb an bis in die Füße fortsetzt. Pro Armzug werden ein bis zwei Beinschläge ausgeführt. Der zweite ist hierbei kräftiger als der erste.
Nach dem Kraulstil gilt das Schmetterlingschwimmen heute als zweitschnellste und als die zweitanstrengendste Schwimmart (nach dem richtig ausgeführten Bruststil), weshalb es bei Wettkämpfen meist nur über relativ kurze Distanzen durchgeführt wird, jedoch gibt es auch 200-m-Wettkämpfe. Mit der Einführung des geschlossenen Beinschlags wurde diese Schwimmart jahrzehntelang als "Delfin-Stil" bezeichnet, dann jedoch – ohne Veränderung des typischen Schwimmstils – weltweit wieder auf "Butterfly" bzw. "Schmetterling" zurückgeführt.
Die FINA-Regeln bestimmen, dass von Beginn des ersten Armzuges nach dem Start und nach jeder Wende der Körper in Brustlage gehalten werden muss und beide Schultern mit der Wasseroberfläche in einer Linie liegen. Beinschläge unter Wasser zur Seite sind erlaubt. Nach dem Start und nach jeder Wende darf ein Schwimmer mehrere Beinschläge und einen Armzug unter Wasser ausführen, die ihn an die Wasseroberfläche bringen müssen. Dem Schwimmer ist es erlaubt, nach dem Start und nach jeder Wende bis zu 15 m völlig untergetaucht zurückzulegen. An diesem Punkt muss der Kopf die Wasseroberfläche durchbrochen haben. Der Schwimmer muss bis zur nächsten Wende oder bis zum Ziel an der Wasseroberfläche bleiben.
Beide Arme müssen sowohl nach hinten als auch nach vorn gleichzeitig unter bzw. über Wasser bewegt werden. Alle Bewegungen der Füße und Beine müssen gleichzeitig ausgeführt werden; gleichzeitige Auf- und Abwärtsbewegungen der Füße und Beine in senkrechter Richtung sind erlaubt. Die Füße und Beine brauchen nicht auf gleicher Ebene zu sein, aber wechselseitige Bewegungen (Kraulbeinschlag) sind nicht erlaubt. Eine Brustbeinschlagbewegung ist nicht zulässig (Ausnahme: Bei den Masters-Schwimmern/-Schwimmerinnen ist der Brustbeinschlag erlaubt). Bei jeder Wende und am Ziel muss der Schwimmer mit beiden Händen gleichzeitig anschlagen.
Lagenschwimmen
Beim Lagenschwimmen wird nacheinander über gleich lange Streckenabschnitte (meist 4×50 oder 4×100 m) in den Stilen und in der Reihenfolge Schmetterling, Rücken, Brust und Freistil geschwommen. Beim Staffelschwimmen schwimmt jeder der vier Staffelschwimmer nur einen der vier Lagenstile über seinen Streckenabschnitt.
Als zu schwimmende Lage in Freistil muss jedoch eine andere als Rücken, Brust oder Schmetterling gewählt werden. Man schwimmt also so gut wie immer Kraul.
In der so genannten Lagenstaffel treten vier Schwimmer/-innen an, die jeweils eine der vier Schwimmstile absolvieren. Hierbei ändert sich jedoch gegenüber dem "Lagenschwimmen" die Reihenfolge: Es beginnt der Rückenschwimmer, um den Start bei dieser Disziplin korrekt im Wasser befindlich zu vollziehen, gefolgt von Brust, Schmetterling und Freistil.
Bei den Olympischen Spielen wird das Lagenschwimmen im Einzelwettkampf über 200 m und 400 m sowie als Staffel über 4×100 m ausgetragen. Bei Schwimmwettkämpfen auf der Kurzbahn (25 m) gibt es zusätzlich die 100 m Lagen und die 4×50-m-Lagenstaffel.
Altdeutsch-Rücken
Altdeutsch-Rücken (auch Deutscher Kraul oder Rücken-Gleitzug) ist ein Schwimmstil auf dem Rücken. Dabei wird sozusagen auf dem Rücken die Brustbewegung ausgeführt, d.h. sowohl Arme als auch Beine werden jeweils simultan bewegt. Von außen ähnelt der Stil ein wenig der stoßweisen Fortbewegung von Tintenfischen.
Deutscher Kraul ist einfacher zu erlernen und zu kontrollieren als das populärere Rückenschwimmen. Vor allem kann man beim Deutschen Kraul auch während der Beinbewegungsphase leichter in die Schwimmrichtung nach vorne schauen (durch leichtes Überdehnen des Nacken), während beim klassischen Rückenschwimmen der Schwimmer fast blind schwimmen muss. Aus diesem Grund ist der Deutsche Kraul eine erwägenswerte Alternative z.B. für öffentliche Schwimmbäder. Dieser Schwimmstil ist allerdings nicht olympisch anerkannt.
Einige Sportmediziner beklagen jedoch, dass es zu Belastungsspitzen im unteren Rücken (Überdehnung, also Hohlrückenbildung) kommt und der Brustbeinschlag für die Innenmenisken belastend ist und sehen das klassische Schwimmen als die rückenschonendere Variante.
Geschwindigkeiten
Schwimmen ist ein Ausdauersport. Das heißt, dass jeder Schwimmer mit der Zeit langsamer wird. Deshalb ist es schwer zu sagen, wie schnell ein Schwimmer tatsächlich ist. Die folgenden Zeiten basieren auf dem aktuellen Weltrekord der Männer auf der jeweiligen 100-m-Strecke. Breitensportler sind ca. nur halb so schnell, Ungeübte können jedoch noch deutlich langsamer sein.
- Schmetterling: 1,98 m/s = 7,14 km/h
- Rücken: 1,88 m/s = 6,77 km/h
- Brust: 1,68 m/s = 6,07 km/h
- Freistil: 2,09 m/s = 7,53 km/h
Weitere Ausdifferenzierungen
Um die Basis des Streckenschwimmens herum wurde der Schwimmsport weiter ausdifferenziert mit spielerischen und technischen Disziplinen wie dem
- Wasserball
- Unterwasserrugby
- Turmspringen
- Synchronschwimmen
- Flossenschwimmen
- Langstreckenschwimmen
- Rettungsschwimmen
- Kleiderschwimmen
- Winterschwimmen
Für Wettkämpfe beim Tauchen ist Schwimmen eine Grundlage, in den Sportarten Triathlon und Moderner Fünfkampf eine Teildisziplin.
Organisation des Schwimmsports
Weltweiter Dachverband für den Schwimmsport ist die Fédération Internationale de Natation Amateur (FINA), die 1908 gegründet wurde.
Die europäischen Verbände sind in der LEN (Ligue Européenne de Natation) zusammengeschlossen.
In Deutschland haben sich die Schwimmsport treibenden Verbände Deutscher Schwimm-Verband (DSV), Deutscher Turner Bund (DTB), der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST), der Bundesverband Deutscher Schwimmmeister (BDS), die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) sowie die Wasserwacht im DRK und der Arbeiter Samariter Bund im Bundesverband zur Förderung der Schwimmausbildung (BFS) zusammengeschlossen.
Ein Ligenbetrieb wird durch den Deutschen Schwimmverband ebenfalls organisiert, dieser nennt sich Deutsche Mannschaftsmeisterschaften Schwimmen.
In der Schweiz haben sich die am Schwimmsport interessierten Verbände und Institutionen zur Vereinigung Swimsports.ch, ehemals Interverband Schwimmen Schweiz (IVSCH), zusammengeschlossen. Im weiteren sind Vereine, die eine oder mehrere der vier olympischen Schwimmsportarten ausüben, im Schweizerischer Schwimmverband (FSN) zusammengeschlossen. Rettungsschwimmen wird innerhalb der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) mit ihren lokalen Sektionen ausgeübt.
Bekannte Schwimmer
Die Schwimmwettbewerbe werden derzeit von den USA und Australien dominiert. Der erste Schwimmstar der USA war Johnny Weissmüller, der als erster Mensch die 100-Meter-Strecke in weniger als einer Minute bewältigte und später auch als Tarzandarsteller bekannt wurde. Michael Phelps gilt als potentieller Nachfolger von Mark Spitz, der bei den Olympischen Spielen 1972 in München sieben Goldmedaillen errang. Die bekanntesten australischen Schwimmer sind Ian Thorpe und Grant Hackett. Der beste österreichische Schwimmer ist derzeit Markus Rogan.
Weitere bekannte Schwimmer sind in der Kategorie:Schwimmer aufgelistet.
Literatur zur Abschnitt "Geschichte des Schwimmens evolutionsbiologisch betrachtet"
- Bender, Renato: Die evolutionsbiologische Grundlage des menschlichen Schwimmens, Tauchens und Watens: Konvergenzforschung in den Terrestrisierungshypothesen und in der Aquatic Ape Theory. Diplomarbeit im Institut für Sport und Sportwissenschat, Universität Bern, 1999
- Bender, Renato; Verhaegen, Marc und Oser, Nicole: Der Erwerb menschlicher Bipedie aus der Sicht der Aquatic Ape Theory in: Anthropologischer Anzeiger 55 (1), 1–14, 1997
- Bender, Renato und Oser, Nicole: Gottesanbeterinnen, Maulwürfe und Menschen. Unipress 95, 20–26, 1997
- Bender-Oser, Nicole: Die Aquatile Hypothese zum Ursprung des Menschen: Max Westenhöfer's Theorie und ihre Bedeutung für die Anthropologie. – Medizinhistorische Dissertartion in der Universität Bern, 2004
- Campbell,Neil A.; Reece,Jane B.: Biologie. – München: Pearson Education; 6., überarb. Aufl., 2006
- Hardy, Alister: Was man more aquatic in the past? in: New Scientist vom 17. März 1960
- Morgan, Elaine: The Aquatic Ape: A Theory of Human Evolution, 1982
- Morgan, Elaine: The Scars of Evolution: What Our Bodies Tell us about Human Evolution, 1990
- Morgan, Elaine: The Aquatic Ape Hypothesis: The Most Credible Theory of Human Evolution, 1997
- Westenhöfer, Max: Der Eigenweg des Menschen: dargestellt auf Grund von vergleichend morphologischen Untersuchungen über die Artbildung und Menschwerdung. Berlin: Die Medizinische Welt, 1942
- Westenhöfer, Max: Die Grundlagen meiner Theorie vom Eigenweg des Menschen: Entwicklung, Menschwerdung, Weltanschauung. Heidelberg: Winter, 1948
Siehe auch
Quellenangaben
- ↑ http://fina.org/rules/english/facilities.php (englisch)
- ↑ http://www.dsv.de/ourfiles/datein/Regelwerke/Regelwerke%202007/Fachteil%20SW%202007.pdf
Weblinks
- Open Directory Project – Kategorie über Schwimmen
- Weltschwimmverband FINA
- Europäischer Schwimmverband LEN
- Verzeichnis für den Schwimmsport in Europa
- Deutscher Schwimm-Verband e.V.
- Schweizerischer Schwimmverband
- Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG
- Bildreihen und Animationen zu den Schwimmstilen
- Limmatsharks Zürich (CH) (ehm. Schwimmverein Limmat), exzellente Tips zur Schwimmthematik
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