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Schwäne

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Schwäne
Systematik

Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Unterfamilie: Gänse (Anserinae)
Tribus: Schwäne
Wissenschaftlicher Name
Cygnini
Gattungen
  • Coscorobaschwäne (Coscoroba)
  • Echte Schwäne (Cygnus)

Mit dem Namen Schwäne (Cygnini) werden zwei Vogelgattungen (Cygnus und Coscoroba) bezeichnet, die zur Familie der Entenvögel (Anatidae) aus der Ordnung der Gänsevögel (Anseriformes) gehören. Innerhalb der Entenvögel gehören sie zur Unterfamilie der Gänse (Anserinae).

Das Gefieder der Schwäne ist entweder rein weiß oder zeigt eine Mischung aus schwarz und weiß, wobei weiße Varianten schwarze Flügelspitzen haben können. Die Trauerschwäne sind die einzige schwarze Schwanenart. Sie haben weiße Flügelspitzen und einen deutlich rot gefärbten Schnabel. Männchen und Weibchen sind sich stets sehr ähnlich.

Schwäne unterscheiden sich von den Gänsen im engeren Sinn durch einen noch längeren Hals, der ihnen das Gründeln im tieferen Wasser ermöglicht, und die Körpergröße, die sie zu den größten Wasservögeln macht. Ihre Flügelspannweite kann bis zu zwei Meter erreichen, ihr Gewicht fünfzehn Kilogramm übertreffen. Die Beine sind dagegen relativ kurz, so dass Schwäne an Land eher schwerfällig wirken. Sie haben dafür eine sehr kräftige Flugmuskulatur und können mehr als Tausend Kilometer auf dem Flug zu ihren (auf der Nordhalbkugel) nördlich gelegenen Brutgebieten zurücklegen.

Die Jungen werden von beiden Eltern gemeinsam aufgezogen. Diese bleiben für bis zu einem Jahr mit ihren Jungtieren zusammen.

Die Angaben für die Lebenserwartung von Schwänen sind recht gestreut und reichen von 19 bis 50 Jahren, teilweise weit darüber.

Inhaltsverzeichnis

Systematik

Schwäne im engeren Sinn sind die Arten der Gattung Cygnus, die heute je nach Auffassung fünf bis sieben Arten umfasst. Der südamerikanische Coscorobaschwan (Coscoroba coscoroba ) bildet eine eigene Gattung.

Arten

Bild:Höckerschwan in Angriffshaltung.jpg
Höckerschwan in Angriffshaltung

Schwäne und der Mensch

Schwäne haben oft die menschliche Fantasie beflügelt: Davon zeugt nicht nur der Schwanengesang, sondern auch Märchen wie "Das hässliche Entlein" geben davon Kunde. In diesem Märchen wie allgemein in der europäischen Mythologie versinnbildlicht der Schwan u.a. Reifung & Vollendung, auch wird er in der Kunst & Literatur häufig als Allegorie für Reinheit gebraucht, zu nennen wäre in diesem Zusammenhang etwa der "Schwanenritter" Lohengrin bei Richard Wagner, dessen Nachen von einem Schwan gezogen wird. Die irische Mythologie verwendet in ihrer Symbolik sehr häufig Schwäne. Als europäische Einwanderer die in Australien heimischen schwarzen Schwäne entdeckten, waren sie überrascht, denn sie gingen davon aus, dass es eine besonders große Art von Schwalben war, die ihre Größe dem speziellen Futter in Australien zu verdanken hatten. Somit passte die bekannte Allegorie zum Schwan plötzlich nicht mehr.

Im Europa des Mittelalters galt die Schwanenhaltung auf offenem Gewässer als Hoheitsrecht. Als politisches Symbol der Unabhängigkeit vom Deutschen Reich stellte z.B. der Rat der Stadt Hamburg 1664 die Belästigung der Alsterschwäne (Höckerschwäne auf der Alster) unter Strafe. Futterzahlungen der Stadt an die Tiere lassen sich ab 1591 belegen. Heute werden die Tiere von einem Schwanenaufseher (Volksmund: Schwanenvater) betreut. Seit 1957 wird im Winter für die ca. 120 Tiere der Mühlenteich eisfrei gehalten.

Galerie

Literatur

  • Paulus Cassel: Der Schwan in Sage und Leben. Eine Abhandlung. 2. Auflage. Eduard Beck, Berlin 1863 (Digitalisat)

Weblinks

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