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Schonischer Krieg
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Der Schonische Krieg war ein Krieg zwischen Dänemark und Schweden zwischen 1675 und 1679 um die ehemaligen dänischen Besitzungen Schonen, Blekinge und Halland, die 1658 von Dänemark im Frieden von Roskilde an Schweden abgetreten worden waren. Der Krieg bildete gleichzeitig einen Nebenschauplatz des Französisch-Niederländischen Krieges, wobei Frankreich Verbündeter Schwedens war, während eine Koalition bestehend aus den Niederlanden, Spanien, Österreich und Brandenburg die Dänen unterstützte. Schauplatz des Krieges waren nicht nur die oben genannten schwedischen Provinzen, sondern auch Bohuslän und Västergötland sowie die deutschen Besitzungen Schwedens und die Ostsee.
Kriegsverlauf
Dänemark erklärte im September 1675 Schweden den Krieg. In der ersten Phase des Krieges richtete sich der Angriff der Verbündeten Dänemark und Brandenburg gegen die schwedischen Besitzungen in Deutschland. Vorpommern, Wismar, Bremen-Verden und Stettin wurden innerhalb kurzer Zeit eingenommen.
Gleichzeitig operierte eine holländisch-dänische Flotte in der Ostsee und am 1. Juni 1676 siegte sie unter der Führung des holländischen Admirals Cornelis Tromp über die schwedische Flotte in einer Seeschlacht an der Südspitze von Öland wodurch sie die Seeherrschaft erlangte. Öland wurde von dänischen Truppen besetzt.
Ende Juni setzten dänische Truppen nach Schonen über, wo sie zwischen Råå und Helsingborg an Land gingen und innerhalb weniger Monate ganz Schonen mit Ausnahme Malmös sowie Teile Blekinges eroberten. Gleichzeitig marschierte eine dänisch-norwegische Armee von Norwegen aus entlang der Küste in Richtung Göteborg, verheerte Uddevalla und Vänersborg, kam aber an der Festung Bohus zum Stehen.
Ende 1676 wendete sich das Kriegsglück. Der schwedische König Karl XI. marschierte mit einer Armee in Schonen ein und siegte am 4. Dezember in der Schlacht bei Lund, einer der blutigsten Schlachten in der Geschichte Skandinaviens (50% an Gefallenen auf beiden Seiten). Damit wurde die Rückeroberung der Provinzen Schonen und Blekinge eingeleitet. Ein weiterer schwedischer Sieg wurde am 14. Juli 1677 in der Schlacht bei Landskrona erfochten.
Während die schwedischen Truppen an Land erfolgreich waren, erlebte die schwedische Flotte im Sommer 1677 vernichtende Niederlagen in den Seeschlachten bei Mön und Køge.
Von Sommer 1677 bis Sommer 1678 konzentrierte sich der Krieg vor allem auf die Stadt Kristianstad, die noch von Dänen gehalten wurde und erst nach langer Belagerung im August 1678 kapitulierte, sowie auf die Zurückdrängung der dänisch-norwegischen Truppen aus den westschwedischen Provinzen. Ein weiteres Problem für Schweden waren die nordschonischen Freischützenkorps und Partisanenverbände auf der Seite Dänemarks, die so genannten snapphanarna, die eine ständige Bedrohung für die schwedischen Versorgungslinien waren. Mit drakonischen Strafen versuchte der schwedische König, dieser Bewegung Herr zu werden. So erließ er etwa am 19. April 1678 den Befehl, alle Höfe im Kirchspiel Örkened niederzubrennen und alle Männer, die ein Gewehr tragen konnten (alle Männer zwischen 15 und 60 Jahren), hinzurichten.
Kriegsende und Friedensschlüsse
Mitte 1678 endete der Französisch-Niederländische Krieg mit dem Frieden von Nimwegen und Dänemark und Brandenburg verloren nun ihre Verbündeten. Im Friedensvertrag von Saint-Germain-en-Laye trat Schweden einige kleinere Gebiete in Deutschland ab und im Friedensvertrag von Lund wurde der Krieg zwischen Dänemark und Schweden ohne Gebietsabtretungen beendet.
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