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Schnittbildindikator
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Der Schnittbildindikator ist gemeinsam mit dem Mikroprismenring ein Hilfsmittel zur manuellen Scharfstellung (Fokussierung) von Fotoapparaten.
Der Schnittbildindikator befindet sich in der Mitte der Einstellscheibe im Sucher; er besteht aus einem zweigeteilten Kreis, in dessen beiden Hälften jeweils ein Teil des Motivs in Form eines Schnittbilds abgebildet wird; stimmt die Fokussierung nicht, sind die beiden Hälften gegeneinander versetzt, ist die Fokussierung korrekt, fügen sich die beiden Schnittbilder passgenau aneinander. Diese Methode der Scharfstellung funktioniert nur, wenn das Motiv entlang der Berührungslinie der beiden Halbkreise einen Kontrast aufweist. Aus diesem Grund liegt der Schnittbildindikator mit seiner Symmetrieachse häufig diagonal im Sucher, so dass auf vertikale und horizontale Kontrastlinien gleichermaßen scharfgestellt werden kann. Einzelne Kameramodelle verwenden auch einen kreuzförmigen Schnittbildindikator mit vier Segmenten.
Sofern vorhanden, befindet sich um ihn herum als zusätzliches Hilfsmittel noch der Mikroprismenring.
Bei vielen Spiegelreflexkameras mit Spotbelichtungsmessung entspricht die Messfläche ungefähr der Fläche das Schnittbildindikators.
Automatische Kompaktkamera und moderne Autofokus-Kameras verfügen in der Regel nicht mehr über diese Ausstattungsmerkmale. Die Minolta 7000 verfügte bereits 1985 über einen Phasendetektor, der mindestens so präzise wie ein Schnittbildindikator ist und genau wie dieser Spotmessungen zulässt, ohne einen Teil der Mattscheibe zu verdecken. Bei Kameras, die eine manuelle Fokussierung zulassen, kann eventuell der eingebaute Sensor als Ersatz für den Schnittbildindikator verwendet werden, der gleichzeitig die Drehrichtung angibt.
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