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Schloss Pillnitz

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Koordinaten: 51.009° N 13.87° O

Das Schloss Pillnitz aus dem 18. Jahrhundert liegt an der Elbe in dem gleichnamigen Dorf Pillnitz, das heute als Ortsteil zu Dresden gehört.

Bild:Schloss Pillnitz von der Elbe.jpg
Schloss Pillnitz - Treppe zur Elbe

Inhaltsverzeichnis

Vorgeschichte

Christoph Ziegler verkaufte das Gut Pillnitz an Christoph von Loß, des Heiligen Römischen Reiches Pfennigmeister und Oberschenk des Kurfürsten Christian I., später dessen Geheimer Rat, der das Lehen 1569 empfing. Er legte 1539 den Grundstein zur Schlosskirche. Sein Sohn Joachim, der "böse Loß", soll als schwarzer Hund im Schloss spuken.

Bild:Pillnitz01.jpg
Neues Palais

1640 erbte Günther von Bünau das Schloss. 1694 erwarb es Kurfürst Johann Georg IV. für seine Geliebte Sibylle von Neitschütz. Nach beider Tod im selben Jahr kam es zu August dem Starken der es später seiner Mätresse Gräfin Cosel schenkte, jedoch 1718 wieder einzog, nachdem sie in Ungnade gefallen war. Er behielt es nun selbst und ließ es im barocken Stil um- und ausbauen und begann das Werk bald mit dem Abbruch der Schlosskirche.

Bauwerke

Schloss Pillnitz, Bergpalais
Schloss Pillnitz, Bergpalais

Hauptgebäude sind das Bergpalais (1722 - 1723) und das Wasserpalais (1720 - 1721) mit seiner großen Freitreppe zur Elbe. Die Schlossanlage wurde nach Entwürfen von Matthäus Daniel Pöppelmann und ab 1724 auch Zacharias Longuelune, einem Vertreter der klassischen Richtung des französischen Barocks, errichtet. In einer zweiten Bauphase wurden ab 1788 die hölzernen Seitenflügel der Palais durch Steinbauten ersetzt, entworfen von Christian Friedrich Exner und Christian Traugott Weinlig, der auch für die Ausstattung der Innenräume des Schlosses verantwortlich war. Die Ausstattung ist bis heute zum Teil erhalten geblieben ("Weinlig-Zimmer").

Schloss Pillnitz ist ein hervorragendes Beispiel für die Chinamode des 18. Jahrhunderts. Kurz nach Fertigstellung der Neubauten fand 1791 im Schloss eine Fürstenzusammenkunft statt, deren Ergebnis als Pillnitzer Deklaration in die Weltgeschichte eingegangen ist.

Bild:Pillnitz panorama.jpg
Schloss Pillnitz, Wasserpalais – Im Vordergrund die Elbinsel zwischen Pillnitz und Kleinzschachwitz

Die reizvolle landschaftliche Umgebung, die auf der Nordseite der Elbe durch ausgedehnte Weinanbauhänge (etwa 100 m Höhenstufe) geprägt ist, trägt maßgeblich zur Attraktivität des Ensembles bei.

Attraktionen im Park sind eine historische Elbgondel Friedrich Augusts des Gerechten, die Orangerie und die über 200 Jahre alte und 8,6 Meter hohe Pillnitzer Kamelie. Diese dendrologische Rarität wird im Winter von dem 1992 erbauten und fahrbaren Kamelienhaus geschützt bzw. beherbergt. In der wärmeren Jahreszeit steht die Pflanze im Freien.

Im chinesischen Pavillon findet regelmäßig die Teezeremonie statt.

Weitere Bilder

Siehe auch

Weblinks

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