Das Fotonexus-Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Schlacht von al-Ubayyid
Aus Fotonexus.
| Schlacht von al-Ubayyid | |||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
Kamelreiter der Mahdisten | |||||||||||||||||
| Konflikt | Mahdiaufstand | ||||||||||||||||
| Datum | 3. - 5. November 1883 | ||||||||||||||||
| Ort | Al-Ubayyid in Sudan | ||||||||||||||||
| Ergebnis | Sieg der Mahdisten | ||||||||||||||||
| |||||||||||||||||
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Schlacht_von_al-Ubayyid, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
In der Schlacht von al-Ubayyid (auch El Obeid) besiegte am 3. - 5. November 1883 eine Armee der Mahdisten eine ägyptische Armee unter dem Briten Hicks Pascha.
Inhaltsverzeichnis |
Vorgeschichte
In Sudan, der ab 1821 unter die Herrschaft der osmanischen Vizekönige von Ägypten gekommen war, brach 1881 der Mahdiaufstand aus. Der Mahdi Muhammad Ahmad stellte sich an die Spitze einer Aufstandsbewegung gegen die ägyptische Regierung. Die Wirren in Ägypten im Zuge der Urabi-Bewegung und der Besetzung Ägyptens durch Großbritannien begünstigten die Ausbreitung seiner Idee. Nach der Niederschlagung der Urabi-Bewegung strömten dem Mahdi neue Anhänger zu. Die Streitmacht der Mahdisten wuchs weiter an und konnte am 19. Januar 1883 schließlich, nach viermonatiger Belagerung die Provinzhauptstadt El Obeid einnehmen.
Verlauf
Im September 1883 wurden alle verfügbaren ägyptischen Truppen unter dem britischen General Hicks Pascha entsandt um El Obeid zurückzuerobern. Am 9. September 1883 rückte Hicks mit 14.000 ägyptischen Soldaten den Nil aufwärts bis nach Duem, wo er eine starke Befestigung errichtete, die er von 2.000 Mann bewachen ließ. Auf dem Vormarsch litt seine Armee unter den ständigen Angriffen der Mahdisten, unter Abdallahi ibn Muhammad, und dem Wassermangel. Am 1. November näherte er sich von Südwesten der Stadt al-Ubayyid, dort schlug er die Vortruppen des Mahdi und teilte daraufhin vorübergehend sein Heer. Überraschend wurde er am 3. November von weit überlegenen Kräften bei Melbejs und Kasgil angegriffen. Es gelang ihm zwar, nach blutigem Kampf das Heer am 4. November wieder zu vereinigen, doch war die Armee von den Wasserstellen abgeschnitten und hatte ihre Munition verbraucht. Als das Heer am 5. November durch ein dichtes Waldtal marschierte wurde es von den Mahdisten beschossen. Hicks ließ in der Mitte des Tals Karrees bilden. Gegen 10.30 Uhr begann der Angriff der Mahdisten. Das gesamte Heer wurde vernichtet, moderne Ausrüstung und Waffen einschließlich der 36 Geschütze von den Mahdisten erbeutet, Hicks und der Generalgouverneur Sudans Ala Ed Din Pascha fielen in der Schlacht. Nur etwa 300 Mann überlebten.
Folgen
Durch diesen Sieg stiegen Ansehen und militärische Schlagkraft des Mahdi beträchtlich. Der neue Gouverneur Sudans, der Brite Gordon Pascha, versuchte vergeblich die Ausbreitung der Mahdi-Bewegung zu behindern. Am 26. Januar 1885 eroberten die Mahdisten Khartum wobei Gordon Pascha getötet wurde. Daraufhin wurden die britischen Truppen aus Sudan, bis auf das Gebiet Suakin abgezogen. Das Reich der Mahdisten hatte bis 1899 Bestand. Dann wurde Sudan mit dem Feldzug Horatio Herbert Kitcheners von den Briten zurückerobert.
Quellen
- Sword, W.Dennistoun, Alford, Henry S.L.: Egyptian Soudan Its Loss and Recovery, London 1898, ISBN 1843421003
- Westphal, Wilfried: Sturm über dem Nil : der Mahdi-Aufstand, aus den Anfängen des islamischen Fundamentalismus, Sigmaringen 1998, ISBN 3-89340-025-7
- H. A. Vogelsberger: SLATIN PASCHA, Graz 1992, ISBN 3-222-12113-3
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Schlacht_von_al-Ubayyid, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
