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Schlacht von Jemgum
Aus Fotonexus.
| 1. Schlacht von Jemgum | |||||||||||||||||
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| Konflikt | Geldrische Fehde | ||||||||||||||||
| Datum | 14. Oktober 1533 | ||||||||||||||||
| Ort | Jemgum, Ostfriesland | ||||||||||||||||
| Ergebnis | Sieg Gelderns | ||||||||||||||||
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| 2. Schlacht von Jemgum | |||||||||||||||||
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Die Schlacht von Jemmingen, dargestellt von Frans Hogenberg | |||||||||||||||||
| Konflikt | Achtzigjähriger Krieg | ||||||||||||||||
| Datum | 21. Juli 1568 | ||||||||||||||||
| Ort | Jemgum, Ostfriesland | ||||||||||||||||
| Ergebnis | Sieg Spaniens | ||||||||||||||||
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Als Schlacht von Jemgum werden zwei kriegerische Auseinandersetzungen bezeichnet, die bei dem Dorf Jemgum im ostfriesischen Rheiderland stattfanden.
Erste Schlacht von Jemgum
Die erste Schlacht von Jemgum fand im Jahre 1533 während der Geldrischen Fehde statt. In diesem Krieg versuchte Balthasar von Esens mit der Hilfe des Herzogs von Geldern seine Herrschaft im Harlingerland zurückzugewinnen. Die Truppen des Herzogs von Geldern und Balthasars, etwa 2000 waffengeübte Söldner, drangen nach Ostfriesland ein und verschanzten sich in der Jemgumer Kirche. Die anrückende gräflich-ostfriesische Streitmacht war zwar meist unzureichend ausgebildet, aber dafür zahlenmäßig weit überlegen. Die ostfriesischen Grafen Enno und Johann Cirksena schlugen sogar ein Angebot der geldrischen Truppen aus, sich geschlagen zu geben und kampflos aus Ostfriesland abzuziehen.
Doch agierten die Gräflichen anschließend derart taktisch ungeschickt, dass ihre Truppen zusammengeschossen und in die wilde Flucht getrieben wurden. Zwar kamen mit 400 Mann nur vergleichsweise wenig Menschen ums Leben, jedoch waren unter den Toten auf Seiten der Ostfriesen zahlreiche Edle, die an der Spitze ihres Heerhaufens geritten waren. Infolge der Schlacht wurden Leer und Oldersum in Brand gesteckt und geplündert. Am Ende des Krieges saß Balthasar wieder in Amt und Würden, allerdings als geldrischer Vasall.
Zweite Schlacht von Jemgum
Die zweite Schlacht von Jemgum (niederländisch: Slag bij Jemmingen) wurde im Jahr 1568 im Rahmen des niederländischen Freiheitskrieges ausgetragen. Nach der Schlacht von Heiligerlee konnten die Geusen unter Ludwig von Nassau die Stadt Groningen nicht einnehmen. Ludwig wurde von Fernando Álvarez de Toledo, Herzog von Alba, bis nach Ostfriesland verfolgt und letztendlich bei Jemgum am 21. Juli 1568 besiegt.
Die spanische Armee bestand aus 12000 Infanteristen (4 tercios), einer Kavallerie mit einer Stärke von 3000 Mann und einigen Kanonen. Ludwig von Nassau trat ihnen mit einer Infanterie von 10000 Mann (zwei Gruppen), einer kleinen Kavallerie und 16 Kanonen entgegen. Nach drei Stunden Grabenkrieg verließ die Armee Ludwigs' ihre Gräben und rückte vor. Durch die spanische Kavallerie und Musketenfeuer eingeschüchtert, zogen sich die Rebellen in Richtung Ems zurück. Der Herzog von Alba verlor 100 Männer, Ludwig von Nassau dagegen 7000. Herzog Alba ließ alle verwundeten Feinde töten. Ludwig selbst entkam über die Ems.
Dass die aufständischen Niederländer nach Ostfriesland geflohen waren, hatte für die Grafschaft schlimme Folgen. Albas Söldnerheer plünderte, brandschatzte und vergewaltigte drei Tage lang im Rheiderland. Nur Albas Söhne verhinderten, dass der grausame Herzog nach der Schlacht alle Frauen und Kinder aus Jemgum verbrennen ließ, die sich in ein örtliches Kloster geflüchtet hatten.
Noch heute steht in Jemgum das Alba-Huus, in dem sich Herzog Alba einquartiert haben soll.
Literatur
- Franz Kurowski, Das Volk am Meer - Die dramatische Geschichte der Friesen, Türmer-Verlag 1984, ISBN 3-87829-082-9
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