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Sankt-Hedwigs-Kathedrale

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Bild:St Hedwigs Kathedrale 1889.jpg
St. Hedwigs-Kathedrale 1889

Die Sankt-Hedwigs-Kathedrale ist seit der Gründung des Bistums Berlin im Jahre 1930 eine katholische Bischofskirche Berlins und gehört mit dem Titel einer Basilica minor (seit 1927) zu den wichtigsten katholischen Sakralbauten der Stadt.

Die Genehmigung zum Bau der ersten katholischen Kirche in Preußen nach der Reformation erteilte Friedrich II. von Preußen. Die am Bebelplatz gelegene Kirche entstand, durch Spenden aus ganz Europa finanziert, zwischen 1747 und 1773 nach Plänen von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff.

Die Bauaufsicht führte Johann Boumann d.Ä., wobei die Kuppel, zunächst nur als Holzausführung, und der Giebelfries aufgrund baulicher Schwierigkeiten erst Ende des 19. Jahrhunderts vollendet werden konnte. Von 1930 bis 32 ist die Kuppel erneut um eine Rotunde unter dem Kuppelkreuz ergänzt worden. Diese Erhöhung des Gebäudes stand im Zusammenhang mit der Neugründung des Bistums Berlin und der gleichzeitigen Umbenennung von Hedwigskirche in Hedwigskathedrale.

Die Sankt-Hedwigs-Kathedrale brannte 1943 aus und wurde 1952 bis 1963 wiederaufgebaut, wobei das Innere von Hans Schwippert gestaltet wurde. Die Kuppel wurde wieder in den Zustand vor 1930 versetzt.

Die Hedwigs-Kirche, heute Kathedrale des Erzbistums Berlin, wurde von Friedrich dem Großen besonders für die neuen katholischen Einwohner Berlins aus Schlesien gebaut. Der Freund des preußischen Königs, Ignatius Krasicki, Fürstbischof im Ermland (und später ab 1794 Erzbischof von Gnesen), vollzog am 1. November 1773 die Kirchweihe. Derzeitiger Dompropst ist Dr. Stefan Dybowski.

Die Kirche wurde nach der Schutzpatronin von Schlesien Hedwig von Andechs benannt.

Bauwerk

In der Baugestalt als runder Zentralbau orientierte sich die Kirche am Pantheon in Rom und wurde so repräsentativer Bestandteil des königlichen Forum Fridericianum. Die entscheidenden Pläne lieferte Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff. Die Bauzeit erstreckte sich von 1747 bis 1773; der zunächst nur vorläufig fertiggestellte Bau wurde erst im 19. Jahrhundert von Max Hasak in Anlehnung an die ursprünglichen Ideen zum Abschluss gebracht (1868–1887).

Innenraum mit Altar und Krypta
Innenraum mit Altar und Krypta

Der Innenraum in seiner heutigen Gestalt ist vom nüchternen Raumideal der 1950er Jahre geprägt. Zum kühlen Gesamteindruck trägt die Ausführung des Geländers um die Krypta in Glas erheblich bei. Markant ist die vertikale Verbindung des Hauptaltars mit dem darunter liegenden Altar der Krypta, die der Märtyrer-Confessio frühchristlicher Basiliken nachgebildet ist. Die Krypta dient dem Gedächtnis der katholischen Märtyrer Berlins der NS-Zeit. Sie enthält das Grab des 1943 auf dem Transport in das Konzentrationslager Dachau gestorbenen Dompropsts Bernhard Lichtenberg (1996 selig gesprochen) und eine Gedenktafel für Petro Werhun, der als Seelsorger unter den Ukrainern wirkte und 1945 von den Machthabern nach Sibirien deportiert wurde. (2001 selig gesprochen) .

Weblinks

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Koordinaten: 52° 30′ 57" N, 13° 23′ 41" O

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