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Samba (Software)
Aus Fotonexus.
| Samba | |
|---|---|
| Entwickler: | Samba-Team |
| Aktuelle Version: | 3.0.24 (5. Februar 2007) |
| Betriebssystem: | Linux/Unix |
| Kategorie: | SMB-Server und -Client |
| Lizenz: | GPL |
| Deutschsprachig: | nein |
| Website: | Offizielle Seite / Deutsche Seite |
Samba ist eine freie Software-Suite, die das Server-Message-Block-Protokoll (SMB) für Unix-Systeme verfügbar macht. Dieses Protokoll wird manchmal als CIFS (Common Internet File System), LanManager- oder NetBIOS-Protokoll bezeichnet.
Samba ist damit in der Lage, Funktionen eines Windows-Servers zu übernehmen. Es gilt als stabiler und leistungsfähiger als frühere Windows-Alternativen und ist, da zudem noch frei verfügbar, auch bei vielen Firmen und Organisationen sehr angesehen. Allerdings sind Teile des SMB-Protokolls noch nicht vollständig implementiert. Auch tauchen immer wieder (meist von Microsoft selbst gesponsorte) Studien auf, die zu dem Ergebnis kommen, dass die Windows-eigene Implementierung schneller sei.
Inhaltsverzeichnis |
Entwicklung
Samba wurde erstmals 1992 veröffentlicht, um den Datenaustausch zwischen SunOS und Ultrix zu ermöglichen. Später wurde Samba auch auf Linux portiert, wodurch sich Linux im Datei-Servermarkt ausbreiten konnte. Später wurde die von einer Gemeinschaft freiwilliger Programmierer entwickelte Software stetig erweitert, um die Beiträge anderer Firmen zum Server Message Block-Protokoll aufzunehmen. Die Erweiterungen des SMB-Protokolls stammten unter anderem von Microsoft, SCO, Thursby, IBM, Apple und dem Samba Team selbst, wobei Microsoft, welche die meisten Beiträge leistete, als einzige Firma einige Erweiterungen geheim hielt. Da aber ein reibungsloser Datenaustausch ohne diese geheimen Erweiterungen nicht immer möglich ist, musste ein Teil des SMB-Protokolls durch das Auswerten des Netzwerkverkehrs (Protokollanalyse und Netzwerkanalyse) erschlossen werden[1].
Im Jahr 2000 gab es einen Fork von Samba unter dem Namen Samba-TNG mit dem Ziel, einen Primary Domain Controller (PDC) für Windows NT Netzwerke zu entwickeln.
Zum festen Kern der Entwicklergemeinde von Samba zählen in etwa 20 Personen (siehe Andrew Tridgell). Einige Firmen, wie z. B. IBM, leisten finanzielle und personelle Unterstützung.
Die momentan (Juni 2006) aktuelle "stable"-Reihe ist die "Samba-3.0"-Reihe. Seit der Version 3.0 besteht zudem die Möglichkeit, Samba als Mitgliedserver in einem Active Directory zu benutzen. Nur mit Samba, d. h. ohne Windows 2000 Server oder "Windows Server 2003", ist es jedoch derzeit nicht möglich, eine Active Directory-Umgebung aufzubauen. Eine Active Directory-ähnliche Funktionalität ohne einen Windows-Server ist jedoch durch die Kombination von Samba mit einem LDAP-Server möglich.
Samba 3 wird auch gegenwärtig noch stark weiterentwickelt. Samba 4 dagegen wurde ursprünglich als komplette neue Entwicklung gestartet und sollte ursprünglich Samba 3 ersetzen, sobald es stabil genug ist. In letzter Zeit hat jedoch bei den Entwicklern ein Umdenken stattgefunden und es wird immer mehr dazu hin tendiert, Samba 4 als eine Art "Testumgebung" zu nutzen, darin die neuesten Features auszuprobieren und diese dann, sobald sie sinnvoll funktionieren, in Samba 3 zurück zu portieren. Die größte Neuerung im Samba 4 Baum ist die Entwicklung eines Active Directory-Domänencontrollers. Die erste Testversion (Samba 4.0.0TP1 Technology Preview) von Samba 4 wurde am 24. Januar 2006 zum Download freigegeben. Am 23. März folgte TP2 mit einer Vielzahl an Fehlerkorrekturen und Erweiterungen im Vergleich zur vorherigen Version. Beide Versionen sind jedoch noch nicht für den produktiven Einsatz gedacht. Hiervon wird in aller Deutlichkeit abgeraten. Am 31. Januar 2007 erschien die Technology Preview 4.
Bestandteile
Samba besteht aus einer Reihe von einzelnen Modulen, die verschiedene Aufgaben von der grundlegenden Funktion bis hin zur Konfiguration und Dokumentation übernehmen. Teile dieser Aufgaben können aber auch durch andere Programme ersetzt werden. So kann die Konfiguration von Samba entweder über das Samba-eigene Modul Swat oder aber z.B. mit Hilfe von Webmin erledigt werden.
Das Kernmodul von Samba ist der Daemon smbd. Er stellt die Datei- und Druckdienste für andere SMB-Clients, wie z. B. verschiedene Windows- oder andere Unix-Versionen zur Verfügung.
Verbreitung
Fast alle Linux-Distributionen enthalten heute vorkompilierte Samba-Pakete und nutzen dies zum Zugriff auf Dateifreigaben in gemischten Netzwerken, in denen z.B. auch Windows eingesetzt wird. Auch in homogenen Netzwerken wird Samba häufig statt NFS eingesetzt.
Die Nutzung von Samba ist zusammen mit dem Programm autofs, das ebenfalls bei vielen aktuellen Distributionen enthalten ist, ohne besondere Konfiguration möglich. So können Benutzer eines Linux-Systemes auf alle für Gäste verfügbaren Freigaben in einem Windows-Netzwerk zugreifen, ohne dazu einzeln Konfigurationsänderungen vornehmen zu müssen.
Literatur
- John H. Terpstra, Jelmer R. Vernooij: "Official Samba-3 HOWTO and Reference Guide, The (2nd Edition)" Prentice Hall PTR, 2005, ISBN 0131882228
Quellen
- ↑ Andrew Tridgell: Myths About Samba auf Groklaw, 26. Februar 2005
Weblinks
- Die offizielle Samba-Seite (englisch)
- Die deutsche Samba-Seite
- Samba eXPerience, jährliche Entwicklerkonferenz (englisch)
- Interview mit Volker Lendecke (Samba 3 Kernentwickler) von RadioTux (MP3, 14,3 MB)
- Links zum Thema „Samba“ im Open Directory Project
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Samba_%28Software%29, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
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