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Sächsische Armee
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Als Sächsische Armee bezeichnete man die Streitkräfte des Kurfürstentums bzw. Königreiches Sachsen.
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Die Sächsische Armee in den Koalitionskriegen
Sachsen kämpfte in den Koalitionskriegen anfangs an der Seite Preußens in Jena, wo die Armee vernichtend geschlagen wurde. Nach einigen Reoganisationen nahm die sächsische Armee in Grande Armée am Rußlandfeldzug teil.
Gliederung der sächsischen Infanterie um 1806
| Regiment | Garnison | Errichtung |
|---|---|---|
| Churfürst | Zeitz, Borna und Weißenfels | vor 1670 |
| von Niesemeuschel | Bautzen, Görlitz und Zittau | 1673 |
| von Low | Luckau, Jüterbog und Wittenberg | 1682 |
| Prinz Anton | Großenhain, Doberlugk-Kirchenhain und Kamenz | 1702 |
| Prinz Maximilian | Chemnitz, Annaberg, Mittweida und Zschopau | 1702 |
| Prinz Clemens | Langensalza, Tennstädt, Thamsbrück und Weißensee | 1704 |
| Prinz Friedrich August | Torgau, Belgern und Oschatz | 1711 |
| Prinz Xaver | Naumburg, Eckartsberga, Laucha und Merseburg | 1723 |
| von Rechten | Zwickau, Neustadt, Plauen und Schneeberg | 1730 |
| Sänger | Guben, Sorau und Spremberg | 1741 |
| von Thümmel | Wurzen, Döbeln, Colditz, Geringswalde und Grimma | 1742 |
| von Bevilaqua | Leipzig, Delitzsch und Eilenburg | 1748 |
Gliederung der sächsischen Infanterie um 1810
| Regiment | Garnison |
|---|---|
| Leibgrenadiergarde | Dresden |
| Linien-Infanterie-Regiment König | Dresden und Großenhain |
| Linien-Infanterie-Regiment vacant Niesemeuschel | Dresden und Großenhain |
| Linien-Infanterie-Regiment Prinz Anton | Bautzen, Görlitz und Sorau |
| Linien-Infanterie-Regiment vacant Low | Luckau, Guben und Sorau |
| Linien-Infanterie-Regiment Prinz Maximilian | Chemnitz, Döbeln und Freiberg |
| Linien-Infanterie-Regiment vacant Rechten | Zwickau, Neustädtel und Sorau |
| Linien-Infanterie-Regiment Prinz Friedrich August | Torgau, Oschatz und Wittenberg |
| Linien-Infanterie-Regiment Prinz Clemens | Leipzig, Eilenburg und Wittenberg |
| 1. Regiment Leichter Infanterie | Zeitz und Weißenfels |
| 2. Regiment Leichter Infanterie | Naumburg und Merseburg |
| Jäger-Corps | Eckartsberga |
Gliederung der sächsischen Kavallerie um 1810
| Regiment | Garnison |
|---|---|
| Garde du Corps | Dresden, Dippoldiswalde, Pirna und Radeberg |
| Leibkürassiergarde | Oederan, Frankenberg, Marienberg und Penig |
| Kürassiere von Zastrow | Grimma, Borna, Geithain und Rochlitz |
| Husarenregiment | Cölleda, Altenstädt, Artern, Bretleben, Bottendorf, Heldrungen, Langensalza, Roßleben, Schönewerda, Schönfeld und Wiehe |
| Chevauxlegers-Regiment Prinz Clemens | Pegau, Lützen, Skeuditz und Zwenkau |
| Chevauxlegers-Regiment vacant Polenz | Querfurth, Freiburg, Schafstädt und Sangerhausen |
| Chevauxlegers-Regiment Prinz Johann | Mühlberg, Düben, Kemberg und Schmiedeberg |
| Chevauxlegers-Regiment Prinz Albrecht | Lübben, Cottbus und Lübbenau |
Die Sächsische Armee im Deutschen Krieg
Bei der Mobilmachung zu Beginn des Deutschen Krieges wurde die ca. 32.000 Mann starke Armee bei Dresden versammelt und Kronprinz Albert zum Oberbefehlshaber ernannt. Nach der Kriegserklärung überschritt die preußische Armee am 16. Juli 1866 die Grenze bei Strehla und Löbau. Sachsen rief erfolglos die Bundesarmee und Österreich zur Hilfe und zog aufgrund der militärischen Lage seine Truppen nach Böhmen zurück. In Sachsen blieb eine sogenannte Landeskommision (u. a. von Falkenstein).
In Böhmen nahm die Armee an den Schlacht bei Gitschin und Königgrätz ohne Erfolg teil.
Sachsen als Teil des Norddeutschen Bundes
Nach dem Nikolsburger Frieden trat Sachsen dem Norddeutschen Bund bei, stellte das XII. Armeekorps (Befehlshaber: Kronprinz Albert) des Bundes und übergab die Festung Königstein an Preußen.
Deutsch-Französischer Krieg
Nach Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges nahm Sachsen an der Seite Preußens daran teil. Sächsische Truppen kämpften u. a. bei Sedan und Villiers. Angehörige des sächsischen Militärs hatten folgende Kommandostellen inne:
- Alfred von Fabrice führte die Okkupationsarmee in Frankreich
- Kronprinz Albert führte die Maasarmee
- Prinz Georg befehligte das sächsische Armeekorps
Deutsches Kaiserreich
Im Rahmen der II. Armeeinspektion stellte das Königreich folgende Verbände zur Armee des Deutschen Kaiserreiches:
- XII. (I. Königlich Sächsisches) Armeekorps in Dresden (mit der 1. und 3. Division)
- XIX. (II. Königlich Sächsisches) Armeekorps in Leipzig (mit der 2. und 4. Division)
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