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Rubikon
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Der Rubikon (auch Rubicon oder Rubico) ist ein kleiner Fluss, der südlich von Ravenna in die Adria mündet.
Historisch war der Rubikon Grenzfluss zwischen der römischen Provinz Gallia cisalpina und dem eigentlichen Italien, das keine Provinz war.
Bekannt wurde der Rubikon durch den römischen Bürgerkrieg, den Gaius Julius Caesar ab 49 v. Chr. gegen Gnaeus Pompeius Magnus führte. Als der Römische Senat am 7. Januar beschloss, dass Caesar sein Heer entlassen müsse, überschritt dieser am 10. Januar den Grenzfluss (mit der Bemerkung, dass die Würfel geworfen seien; im Original ein Zitat des griechischen Dichters Menander ἀνερρίφθω κύβος, bekannt in der lateinischen Fassung alea iacta est – der Würfel ist geworfen/gefallen), und eroberte daraufhin ganz Italien und später Spanien. Der Hintergrund des Zitates speziell in dieser Situation bezieht sich auf die Regelung, dass jede (bewaffnete) Überquerung des Flusses in Richtung Süden eine direkte Kriegserklärung gegen Rom darstellt. Caesar war sich bewusst, dass es ab diesem Punkt kein Zurück mehr gab.
Der Rubikon entspringt etwa 40 Kilometer nordöstlich von Florenz in den mittleren Höhenlagen der Apenninen. Er fließt dann durch den südlichen Teil der Emilia-Romagna an Forlì vorbei, passiert Ravenna im Süden und mündet ins Mittelmeer.
Noch heute steht der Ausdruck „den Rubikon überschreiten“ dafür, sich unwiderruflich auf eine riskante Handlung einzulassen und stand Pate für ein psychologisches Handlungsmodell, dem Rubikonmodell der Handlungsphasen in der Motivationstheorie von Heinz Heckhausen.
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