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Ritterorden vom Totenkopf
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Herzoglich Württemberg-Oelssischer Ritterorden vom Todtenkopf war ein kurzlebiger Hausorden der Dynastie Württemberg - Oels in Niederschlesien.
Geschichte
Der Orden wurde vom ersten Oelser Herzog aus dem Hause Württemberg, Silvius Nimrod, im Jahre 1652 gegründet. Herzog Silvius Nimrod, der den schlesischen Mystiker Angelus Silesius als Leibarzt 1649 an seinen Hof berief, stand unter dem Einfluss der schlesischen Rosenkreuzer - Bewegung, deren Zentrum sich in Ludwigsdorf, dem Oels benachbarten Gut des Grafen Abraham von Franckenberg befand. Die Ritter des neuen Ordens sollten sich der "Erforschung der Geheimnisse Gottes und der Natur" widmen und Kontemplation über den Zweck des Lebens im Sinne der Maxime "Vanitas vanitatum" ausüben. Ausnahmsweise waren auch Frauen zum Orden zugelassen.
Das Ordenszeichen war ein an einer goldenen, schwarzemaillierter Schleife, die die Inschrift "Memento mori " trug, hängender silberner oder weißemaillierter Totenkopf. Zum Orden trug man auf der linken Hand einen Fingerring mit dem Totenkopf.
Der Orden erlosch nach dem Tode des Herzogs (1664), wurde aber im Jahre 1709 von seiner Enkelin Luise Elisabeth von Sachsen-Merseburg erneuert, diesmal als Damenorden. Er erlosch wieder im Laufe des 18. Jahrhunderts.
Literatur
- Christian Gryphius, Kurtzer Entwurff der Geist-und Weltlichen Ritter-Orden, Leipzig und Breslau 1709
- Will Erich Peuckert, Die Rosenkreutzer, Jena 1927
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