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Rhume
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| Ruhme | |
|---|---|
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Hauptquelltopf der Rhume mit blau-grüner Färbung | |
| Daten | |
| Lage | In Niedersachsen |
| Länge | 48 km |
| Quelle | Bei Rhumspringe |
| Quellhöhe | 160 m ü. NN |
| Mündung | Bei Northeim in die Leine |
| Mündungshöhe | 116 m ü. NN |
| Höhenunterschied | 44 m |
| Einzugsgebiet | 1200 km² |
| Mittelstädte | Northeim |
| Rechte Nebenflüsse | Oder, Söse, Uh-Bach |
| Linke Nebenflüsse | Eller, Hahle |
| Hauptquelltopf der Rhume von gegenüberliegender Seite | |
| Die Rhume wenige Meter hinter ihrer Quelle | |
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Rhume, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
Die Rhume ist ein etwa 48 km langer rechter Nebenfluss der Leine im südlichen Niedersachsen (Deutschland).
Ihre Quelle ist eine der ergiebigsten Karstquellen Mitteleuropas, deren Wasser durch unterirdische Zuflüsse aus wasserreichen Harzflüssen stammt.
Inhaltsverzeichnis |
Rhumequelle
Die Quelle der Rhume befindet sich im östlichen Teil des Höhenzugs Rotenberg unweit des nordöstlichen Ortsrands von Rhumspringe und ist von einem Parkplatz in wenigen Minuten erreichbar.
Die Quellschüttung beträgt im Durchschnitt 2000 Liter pro Sekunde. Sinnbildlich gesprochen, könnte jeder Einwohner Deutschlands täglich über zwei Liter Wasser aus der Rhumequelle erhalten. Die Rhumequelle ist somit eine der ergiebigsten Karstquellen Mitteleuropas mit im Winter und Sommer nahezu gleich bleibender Wasserführung. Die Wassertemperatur beträgt ganzjährig konstant 8 bis 9 °C, daher friert der Quellsee im Winter nie ein.
Das Wasser tritt aus einem trichterförmigen Hauptquelltopf mit etwa 500 m² Fläche sowie aus zahlreichen Nebenquellen hervor. Im etwa 7 bis 8 m tiefen Quelltopf schimmert das Wasser grün-bläulich. Ein Indikator für die gute Wasserqualität sind die in der Rhume auch nahe der Quelle lebenden Forellen. Das Quellgebiet liegt inmitten eines Auenwaldes mit feuchtigkeitsliebenden Bäumen. 1999 wurde der Quellbereich durch das Anlegen von Wegen und einer Aussichtsplattform saniert. Das Quellwasser dient seit 1978 zur Trinkwasserversorung. Die Eichsfelder Energie- und Wasserversorgungsgesellschaft (EEW) entnimmt etwa 1 % des Wassers und versorgt nach einer Aufbereitung damit rund 15.000 Einwohner.
Wasserherkunft
Das Quellwasser stammt nur zu etwa 4 % aus oberirdischem Einzugsgebiet. Der Rest stammt aus unterirdischen Zuflüssen des Südharzer Gipskarstgebiets, das sich zwischen der Quelle und dem Harz erstreckt. In dieses Karstgestein mit unterirdischen Hohlräumen versickert ein Teil der wasserreichen Harzflüsse Oder und Sieber. Die Rhumequelle ist ein „Überlaufventil“ dieses riesigen unterirdischen Wasserspeichers im Karstgestein.
Die enorme Wasserschüttung der Quelle weckte schon früh den Verdacht, dass das Quellwasser aus dem Harzvorland stammen muss. Bereits 1913 fanden Tracer-Versuche statt, um die Fließwege des Wassers zu erforschen. Dabei wurden in etwa 6 bis 9 km entfernte Bereiche der Flüsse Oder und Sieber Farbstoffe gegeben. Etwa 30 Stunden später tauchten diese Farbstoffe in der Rhumequelle wieder auf. Dies war der Beweis, dass das Wasser aus diesen zwei Fließgewässern unterirdisch zur Rhumequelle fließt.
Verlauf
Die Rhume fließt nach ihrer Quelle durch Rhumspringe und danach überwiegend in nordwestliche Richtungen südlich vorbei am Höhenzug Rotenberg unter anderem über Gieboldehausen und Bilshausen nach Lindau und Katlenburg, beides Ortsteile von Katlenburg-Lindau. Schließlich mündet sie etwas nordwestlich von Northeim direkt an der A 7 in die von Süden kommende Leine.
Ortschaften
Ortschaften an der Rhume sind:
- Rhumspringe
- Rüdershausen
- Wollershausen
- Gieboldehausen
- Bilshausen
- Lindau
- Wachenhausen
- Katlenburg
- Elvershausen
- Northeim
Zuflüsse
Zuflüsse der Rhume sind:
Wassersport
Die Rhume ist mit Einschränkungen ganzjährig mit Kajaks und Kanus befahrbar, die zum Beispiel bei einer Bootsverleihfirma in der Nähe des Sportplatzes in Northeim ausgeliehen werden können. Sie hat eine gute Fließgeschwindigkeit und weist bis auf einige kleine Schwälle keine besonderen Schwierigkeiten auf. Während der Quellbereich und Oberlauf von Kilometer 0 bis 5,8 ganzjährig gesperrt ist, darf der Abschnitt Kilometer 5,8 bis 9,0 zwischen dem 15. Mai und dem 31. Dezember befahren werden.
Weblinks
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