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Rheinsberg
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| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Bild:Wappen Rheinsberg.png |
| ||||
| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Brandenburg | ||||
| Landkreis: | Ostprignitz-Ruppin | ||||
| Koordinaten: | Koordinaten: 53° 6′ N, 12° 54′ O53° 6′ N, 12° 54′ O | ||||
| Höhe: | 61 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 324,82 km² | ||||
| Einwohner: | 9066 (29. Juni 2005) | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 28 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 16831 | ||||
| Vorwahl: | 033931 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | OPR | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 68 353 | ||||
| Stadtgliederung: | 17 Ortsteile | ||||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Seestraße 21 16831 Rheinsberg | ||||
| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Manfred Richter (SPD) | ||||
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Rheinsberg ist eine Stadt im Landkreis Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg am Rhin. Mit einer Fläche, die etwa der Bremens oder Dresdens entspricht, gehört Rheinsberg zu den nach Fläche größten Gemeinden Deutschlands.
Berühmt wurde Rheinsberg durch das Buch "Rheinsberg: Ein Bilderbuch für Verliebte" von Kurt Tucholsky und durch die Erwähnung in den "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" von Theodor Fontane.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Stadtgliederung
Die Stadt Rheinsberg besteht aus 17 Ortsteilen, die sich wiederum teilweise weiter untergliedern:
- Basdorf
- Braunsberg
- Dierberg
- Dorf Zechlin
- Flecken Zechlin
- Alt-Lutterow
- Neu-Lutterow
- Großzerlang
- Adamswalde
- Kolonie
- Heinrichsdorf
- Heinrichsfelde
- Köpernitz
- Kagar
- Kleinzerlang
- Linow
- Möckern
- Warenthin
- Luhme
- Heimland
- Repente
- Rheinsberg
- Beerenbusch
- Berkholzofen
- Charlottenau
- Feldgrieben
- Paulshorst
- Schlaborn
- Witwien
- Schwanow
- Wallitz
- Zechlinerhütte
- Zechow
- Rheinshagen
- Zühlen
Geschichte
Die Gegend um Rheinsberg wird schon seit Urzeiten besiedelt. Siedlungsreste wurden auf der Insel Remus im Rheinsberger See gefunden. Rheinsberg ist untrennbar mit dem Schloss und dem Herrschergeschlecht der Hohenzollern verbunden.Durch den Um- und Ausbau des Schlosses entwickelte sich Rheinsberg immer mehr zu einer kleinen barocken Residenzstadt.
1762 wurde eine Steingutmanufaktur gegründet, die bald zu den größten in Preußen gehörte.
Nachdem Friedrich II. König wurde, trat er das Anwesen an seinen Bruder Heinrich ab, der das Schloss bis zu seinem Tode (1802) bewohnte und weiter erweitern und umbauen ließ.
1966 wurde nahe Rheinsberg am Stechlinsee das Kernkraftwerk Rheinsberg in Betrieb genommen. Es prägte bis zu seiner endgültigen Abschaltung 1990 die Stadt als größter Arbeitgeber.
Seit dem Jahr 1968 ist Rheinsberg staatlich anerkannter Erholungsort und hofft, bald Kurstadt zu werden.
Politik
Stadtrat
Der Rat der Stadt Rheinsberg besteht aus 26 Ratsfrauen und Ratsherren, und dem hauptamtlichen Bürgermeister.
(Stand: Kommunalwahl am 26. Oktober 2003)
Städtepartnerschaften
Rheinsberg unterhält Partnerschaften mit folgenden Städten :
- Ascheberg, Nordrhein-Westfalen (seit 1991)
- Fangasso, Mali (seit 1994)
- Huber Heights, USA (seit 1995)
- Mariefred, Schweden (seit 1994)
- Toftlund, Dänemark (seit 1995)
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Rheinsberg hat eine lange kulturelle Tradition. Sie geht schon auf den damaligen Kronprinzen Friedrich zurück, der um sich bildende Künstler und Musiker versammelte. Seit 1948 gibt es – mit einigen Jahren Unterbrechung – die "Rheinsberger Musiktage", die jährlich zu Pfingsten veranstaltet werden.
Die "Kammeroper Schloss Rheinsberg" ist ein vom Komponisten Siegfried Matthus initiiertes und geleitetes internationales Opernfestival, in dem jungen aufstrebenden Künstlern im Ergebnis eines Vorsingewettbewerbes die Möglichkeit eingeräumt wird, unter Anleitung bedeutender Mentoren Opernpartien einzustudieren und diese auch aufzuführen. Dieses Festival findet seit 1991 jährlich in den Monaten Juli/August statt. Open-Air Aufführungsorte sind das Heckentheater im Schlosspark und der Schlosshof.
Die Musikakademie Rheinsberg wurde 1991 auf Initiative des Komponisten Prof. Siegfried Matthus als Projekt des Kunst- und Kulturvereins Rheinsberg gegründet und besteht weiter als GmbH Landes- und Bundesakademie. Sie ist als Arbeits-, Fortbildungs- und Begegnungsstätte für professionelle und Laienmusiker gemäß dem Brandenburgischen Weiterbildungsgesetz anerkannt, Mitglied im Arbeitskreis Musikalischer Bildungsstätten Deutschlands und ist förderungsfähig als Träger der freien Jugendhilfe gemäß § 75 SGB VIII.
Das Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum dokumentiert das literarische Schaffen des Schriftstellers Kurt Tucholsky. Das Archiv wird durch ständig wechselnde Ausstellungen, Vorträge und Lesungen ergänzt. Das Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum wurde in das »Blaubuch« der Bundesregierung als ein "Kultureller Gedächtnisort" mit besonderer nationaler Bedeutung aufgenommen.
Der 1990 gegründete Kunst- und Kulturverein Rheinsberg e.V. (KuK) will die barocke Residenzstadt und die Schlossanlage einschließlich Schlosstheater, Kavaliershaus und Schlosspark als Kulturdenkmal von historischem Rang erhalten und als künstlerisch-kulturelles Zentrum in der Mark Brandenburg weiterentwickeln. Der Verein fördert die Kammeroper Schloss Rheinsberg und die Musikakademie Rheinsberg, ist in beiden GmbH Gesellschafter und arbeitet in diesen Gremien mit. Weitere Arbeitsziele sind die Förderung des Schlossmuseums und des Parks, des Kurt-Tucholsky-Literaturmuseums und der Galerie für Bildende Kunst, der Bibliothek sowie der Langen Nacht der Künste und die Durchführung des "Fridericianischen Symposions". Das "Fridericianische Symposion" wurde von Prof. Dr. Jürgen Ziechmann 1991 gegründet und findet jährlich am 2. Wochenende im Mai statt.
Museen
- Schloss Rheinsberg: 1734-1739 umgebaut von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff, von 1736-1740 Wohnsitz von Kronprinz Friedrich (dem späteren König Friedrich II. von Preußen), sowie dessen Bruder Heinrich Prinz von Preußen (1726-1802). In der DDR Diabetiker-Klinik, jetzt Museum und Kurt Tucholsky-Literaturmuseum.
Im ehemaligen Kavalierhaus ist seit 1991 die Bundes- und Landesmusikakademie untergebracht, welche das Schlosstheater betreibt.
Bauwerke
- Schloss Rheinsberg.
- Evangelische Sankt Laurentiuskirche aus dem 13. Jhd. mit Renaissance-Ausstattung.
- Alfred Wegener-Gedenkstätte (Polarforschung) in Zechlinerhütte, 5 km nördlich von Rheinsberg.
- Postmeilensäule aus dem 18. Jhd.
- Wartturm aus dem 18. Jhd.; erbaut zur Zeit Prinz Heinrichs
Stadtschreiber von Rheinsberg
Die Stadt vergibt ein fünfmonatiges Stipendium in Höhe von 6.000 Euro, verbunden mit einer Unterkunft in der Rheinsberger Stadtschreiberwohnung.
Preisträger bisher waren: Giwi Margwelaschwili, Barbara Köhler (1995); Bert Papenfuß, Wolfgang Hilbig (1996); Judith Kuckart, Rajvinder Singh (1997); Peter Brasch, Inka Bach, (1998); Annett Gröschner, Stefan Tontic (1999); Thilo Köhler, Thomas Hartwig (2000); Katja Lange-Müller, Jürgen Israel (2001); Michael Wildenhain, Christina Mansfeld (2002); Eberhard Häfner, Gerhard Falkner (2003); Martin Hoffmann, Brigitte Struzyk (2004); Thorsten Becker, Uwe Kolbe (2005), Dr. Tom Wolf (2006);
Wirtschaft und Infrastruktur
Ansässige Unternehmen
- Rheinsberger Keramik, seit 1762 ununterbrochen in Betrieb
- Tourismus: Naherholungsgebiet im Einzugsbereich von Berlin
- Energiewerke Nord betreibt seit 1995 den Abriss des Kernkraftwerk Rheinsberg
Siehe auch: Radrouten in Brandenburg,
Weblinks
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