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Rheinisches Schiefergebirge

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Bild:Rsg.png
Das RSG schematisch

Das Rheinische Schiefergebirge (RSG) ist als geologische Einheit ein Mittelgebirge in Deutschland, Luxemburg, Frankreich und Belgien. Seine höchste Erhebung befindet sich im Taunus auf dem Großen Feldberg mit 878 Metern über NN.

Inhaltsverzeichnis

Gliederung

Bild:RSG-NASA-250.jpg
Satellitenaufnahme, das RSG in der Bildmitte, oben die Nordsee, unten rechts der Bodensee

Diese mitteleuropäische Naturlandschaft wird vom Rhein in zwei Teile getrennt. Das häufig als schmetterlingsförmig bezeichnete Gebirge ist stark ausdifferenziert und wird unterschieden in das linksrheinische und das rechtsrheinische Schiefergebirge. Seine mittlere Höhe beträgt etwa 500 m.

Der Ostflügel wird von der Lahn durchschnitten, südlich von ihr liegt der Taunus, nördlich das Bergische Land, das Sauerland und das Siegerland mit dem Rothaargebirge sowie der Westerwald. Der östlichste Zipfel umfasst den Kellerwald.

Der Westflügel wird von der Mosel durchschnitten, südlich von ihr liegt der Hunsrück, nördlich die Eifel und die Ardennen mit dem Hohen Venn.

Neben den drei oben erwähnten Großtal-Furchen prägen zwei größere intramontane Becken das Landschaftsbild, das Mittelrheinische Becken zwischen Koblenz und Andernach sowie das beiderseits der Lahn um Limburg gelegene Limburger Becken.

Gesteine

Die Gesteine des Gebirges stammen hauptsächlich aus der Zeit des Devon und des Unter-Karbon, jedoch gibt es auch Gebiete aus der Zeit des Lias und des Känozoikums. Vor allem in der Eifel und auf dem Westerwald sind vulkanische Gesteine aus dem Tertiär verbreitet. In der Eifel dauerte der Vulkanismus sogar bis in geschichtliche Zeit an und kann bis heute nicht als gänzlich erloschen gelten. In den intramontanen Becken finden sich in größerem Umfang Sedimente der jüngeren Erdgeschichte (Tertiär, Quartär)

Die Bezeichnung Schiefergebirge verleitet zwar zur Annahme, dass im RSG besonders viel und fast überall Schiefer vorkommt, dies trifft allerdings nicht zu. Lediglich in wenigen Bereichen, wie z. B. in Teilen des Bergischen Landes oder des Siegerlandes kommt dieses dort auch als Baumaterial beliebte plattige Gestein häufig vor.

Die volkstümlich als Tonschiefer oder Schiefertone bezeichneten und im RSG häufig vorkommenden Gesteine sind im engeren Sinne aber kein Schiefer. Sie haben oft auch ein dünn-plattiges Erscheinungbild, geben aber - im Gegensatz zum eigentlichen Schiefer - keinen stabilen Werkstein ab.

Daneben kommen regional in größerem Umfang, insgesamt jedoch von untergeordneter Bedeutung, Massenkalke aus dem Devon mit entsprechenden Karsterscheinungen, unter anderem Höhlen, vor. Im Bereich der mittleren Lahn ist der so genannte Lahnmarmor, ein polierfähiger Massenkalk, von Bedeutung. Auch der Massenkalkzug von Wülfrath über das Hönnetal und Warstein bis hin nach Brilon ist bedeutend.

Siehe auch

Literatur

  • d´Hein: Nationaler Geopark Vulkanland Eifel. Ein Natur- und Kulturführer. Gaasterland Verlag Düsseldorf 2006. ISBN 3-935873-15-8

Weblinks

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