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Reykjavík

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Wappen Karte
Bild:Reykjavik herb.jpg Bild:Reykjavikurborg map.png
Basisdaten
Gründung: 1786
Staat: Island
Region: Höfuðborgarsvæðið
Geografische Lage: Koordinaten: 64°08' N; 21°56' W64°08' N; 21°56' W
Fläche: 274,5 km²
Einwohner: 116.446 (1. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 414 Einwohner/km²
Zeitzone: 0 UTC
Telefonvorwahl: +354
Postleitzahl: 101–155
Webseite: http://www.rvk.is/

Reykjavík [ˈreiːcaˌviːk] (isl. Rauchbucht) ist die Hauptstadt Islands und die am nördlichsten gelegene Großstadt Westeuropas (Breitengrad 64° 08' N, nicht weit vom Nördlichen Polarkreis, der bei 66° 33' N liegt).

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Die isländische Bezeichnung „Rauchbucht“ rührt vermutlich von den Dämpfen der heißen Quellen in der Umgebung her und wird einem Missverständnis des ersten Siedlers Ingólfur Arnarson zugeschrieben.

Reykjavík ist mit 115 420 Einwohnern (Stand 1. Dezember 2006) die größte Stadt Islands (die Gemeinde der Hauptstadt hat sogar 116 446 Einwohner); hier wohnen etwa 37,5 % der Gesamtbevölkerung Islands. Die Stadt liegt am Atlantik, genauer gesagt an der Faxaflói-Bucht unterhalb des etwa 900 m hohen Hausberges Esja.

In der Stadt befinden sich die meisten Fakultäten der Universität des Landes und verschiedene andere Hochschulen, Theater, Museen und Kultureinrichtungen sowie ein Hochseehafen. Mitten in der Stadt liegt ein kleiner See, der Tjörnin. Dieser See ist zugleich auch einer der größten Brutplätze für Wasservögel im Südwesten von Island.

Geografie

Reykjavík liegt im Südwesten der Insel am Anfang der Halbinsel Reykjanesskagi. Die Zone der plattentektonischen Verschiebung, die Island von Südwesten nach Nordosten quert, führt auch über diese Halbinsel. Daher gibt es häufiger Erdbeben, die allerdings meist glimpflich verlaufen.

Über den Jahresgang der Temperatur und des Niederschlags informiert nebenstehende Abbildung. Das Klima Reykjavíks ist maritim-polar, was sich an den vergleichsweise milden Wintern und kühlen Sommern bei gleichmäßigen Niederschlägen zeigt. Die absoluten Temperaturextreme betragen etwa -17°C und +24°C. Eine Temperatur von +20°C wird nur selten erreicht. Niederschlag (0,1 mm und mehr) fällt durchschnittlich an 210 Tagen im Jahr. Die potentielle Verdunstung erreicht 400 mm pro Jahr. Die Jahressumme der Sonnenscheindauer beträgt etwa 1.250 Stunden.

Geschichte

Erste Ansiedlung (ab 870)

Bild:VikingShipMonument.jpg
Skulptur „Sólfar“ (dt. „Sonnenfahrer“) in Reykjavík

Dem Landnámabók nach wurde Reykjavík von Ingólfur Arnarson, einem der ersten Siedler Islands, gegründet. Wie bei den Wikingern üblich hatte er sich da niedergelassen, wo die ins Meer geworfenen Stützen seines Hochsitzes angeschwemmt worden waren. Archäologische Ausgrabungen haben inzwischen bewiesen, dass sich im 9. Jahrhundert (erste Spuren verweisen auf das Jahr 870) Wikinger aus Norwegen und keltische Immigranten in dieser Gegend ansiedelten.

Bis ins 18. Jahrhundert bestand der Ort nur aus einigen Höfen und war von geringer Bedeutung.

18. Jahrhundert

Der heute als „Vater der Stadt“ geltende Skúli Magnússon, der ab 1749 als Landvogt mit Sitz Bessastaðir wirkte, zeichnet für den Aufschwung des Ortes verantwortlich. Er sorgte für die Ansiedlung erster Industriebetriebe (hauptsächlich Wollverarbeitung), sehr zum Verdruss der dänischen Monopolisten. Lockerungen der restriktiven Handels- und Industriepolitik der Dänen gab es erst nach der Laki-Katastrophe von 1783. Es siedelten sich zunächst vor allem Fisch verarbeitende Betriebe und Werften an.

1786 wurde dem inzwischen ca. 200 Einwohner zählenden Ort das Stadtrecht verliehen. Aus der Bezeichnung Kaupstaður geht hervor, dass das Schwergewicht auf dem Handel lag. Folgerichtig war die Stadt einer der sechs Orte, die nach der teilweisen Aufhebung des dänischen Handelsmonopols im selben Jahr besondere Handelsrechte erhielten.

Die zunehmende Bedeutung der Stadt geht allerdings auch aus anderen Fakten hervor: Ende des 18. Jahrhunderts wurden der Bischofssitz und die bedeutende Lateinschule von Skálholt nach Reykjavík verlegt.

19. Jahrhundert

Reisende Isländer brachten in der ersten Hälfte des Jahrhunderts die in Festlandseuropa zu dieser Zeit sehr verbreiteten Ideen zur nationalen Identität und Unabhängigkeit mit nach Island, die dort schnell Fuß fassten. Reykjavík wurde zum intellektuellen Zentrum des Landes und so verband sich der Aufstieg Islands als unabhängige Nation mit dem Aufstieg der Stadt. 1845 übersiedelte das Parlament, der Alþingi nach Reykjavík. Allerdings hatte es zu der Zeit noch keinerlei wirkliche politische Macht, sondern nur beratende Funktion gegenüber dem dänischen Thron. Trotzdem galt von nun an Reykjavík als Hauptstadt des Landes. Erst 1874 erhielt der Alþingi begrenzte legislative Rechte. Das Land hatte nun zwar eine eigene Verfassung, war aber nach wie vor von Dänemark abhängig.

20. Jahrhundert und Gegenwart

Bild:Reykjavík2.jpg
Der Platz Lækjartorg
Schritt für Schritt konnte sich Island bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts als eigenständige Nation etablieren: Im Jahre 1904 wurde ein Großteil der Exekutive unter einem Minister für Island nach Reykjavík transferiert. Ab dem 1. Dezember 1918 wurde Island zum Königreich Island erklärt, das aber immer noch der dänischen Krone unterstand. Reykjavík galt nun offiziell als Hauptstadt des Landes. Auch die Einwohnerzahl hatte inzwischen entsprechend zugenommen (vgl.: Demographische Entwicklung).

In den 1920er und 1930er Jahren prosperierte die Stadt zunächst aufgrund der profitablen Produktion von Stockfisch und des Fischexports allgemein. Später litt allerdings auch sie unter der wirtschaftlichen Depression (vgl. z. B. Halldór Laxness' Romane). Der Aufschwung kam mit dem Zweiten Weltkrieg und der Besetzung zunächst durch die Engländer, dann durch die Amerikaner (vgl. etwa die Romane von Einar Kárason).

Die Amerikaner halfen, den großen Zivilflughafen in Keflavík zu bauen, und erhielten im Gegenzug das Recht, in der Nähe dauerhaft ihre Truppen zu stationieren. Außerdem schufen sie viele Arbeitsplätze. Dies löste die bis heute anhaltende Landflucht und einen massiven Zuzug in die Hauptstadtregion aus.

Im Jahre 1944 wurde am 17. Juni in Þingvellir die Republik Island ausgerufen. Reykjavík wurde die Hauptstadt des unabhängigen Landes. Der Sitz des isländischen Premierministers befindet sich hier, der des Präsidenten, der ähnlich wie in Deutschland repräsentative Funktion hat, in Bessastaðir in der Reykjavíker Vorortgemeinde Álftanes. Dieses Amt wurde von 1980 bis 1996 zum ersten Mal von einer Frau ausgeübt, Vigdís Finnbogadóttir.

Ab den 50er Jahren kann man geradezu von einem Boom in der Hauptstadt sprechen. Die Lebensbedingungen verbesserten sich rasant. Der Zuzug hielt unvermindert an, während sich immer mehr Industrien in Reykjavík niederließen und andererseits auf dem Lande aufgrund verbesserter Agrartechnologie der Bedarf an Arbeitskräften sank.

Reykjavík wurde auch immer mehr in der Welt bekannt, nachdem im Jahre 1972 dort die Schachweltmeisterschaft zwischen Bobby Fischer und Boris Spasski entschieden worden war. Ebenso stand Reykjavík im Interesse der Weltpolitik, als sich am 12. Oktober 1986 Ronald Reagan und Michail Gorbatschow im Hús Höfði zu einem Gipfeltreffen dort einfanden.

Außerdem spielt seit den 1990er Jahren Reykjavík auf dem Technologiesektor eine bedeutende Rolle, da es gelang, rechtzeitig und massiv in den High-Tech-Sektor einzusteigen.

Heutzutage kann man Reykjavík immer noch als eine aufstrebende und auch im künstlerischen Bereich weiterhin aufblühende Stadt bezeichnen. Dies zeigt sich einerseits am weiterhin anhaltenden Bauboom, der zahlreiche interessante, wenn auch nicht immer ästhetisch befriedigende Gebäude hervorbringt und die Stadtsilhouette ständig verändert. Andererseits aber auch an der sehr lebendigen Kunst- und Musikszene. Haben sich zu Beginn und in der Mitte des 20. Jahrhunderts vor allem Schriftsteller und bildende Künstler wie Einar Jónsson oder Ásmundur Sveinsson international einen Namen gemacht, so sind es heutzutage mehr die Popmusiker Björk oder die Mitglieder der Band Sigur Rós, die allgemeinen Bekanntheitsgrad erlangten.

Demographische Entwicklung

1801 1860 1901 1910 1920 1930 1940 1950 1960 1970 1980 1985 1990 1995 2003 2006
600 1.450 6.321 11.449 17.450 28.052 38.308 55.980 72.407 81.693 83.766 89.868 97.569 104.258 113.387 116.446

An den Zahlen lässt sich das rasche Anwachsen der Bevölkerung deutlich ablesen.

Politik

Reykjavík ist Sitz des isländischen Staatspräsidenten, des Parlamentes (Alþingishúsið) und der Regierung. Hier haben auch die Botschaften ihren Sitz.

Sehenswürdigkeiten

Als größte Sehenswürdigkeit der Stadt darf vermutlich ihre landschaftliche Lage gelten.

Museen

Folgende Museen befinden sich in Reykjavík:

Das Nationalmuseum (Þjóðminjasafn)

Es existiert seit 1863, seit 1955 im jetzigen Gebäude. Gezeigt werden wertvolle Kunstwerke und Sammelobjekte der isländischen Kultur wie Schmuck, Waffen, Kirchenkunst und Alltagsgegenstände. Besonders hervorzuheben sind eine Bronzestatuette des Gottes Þór, ein silberner Thorshammer (Þórshamar) sowie die reich mit Schnitzereien verzierte Kirchentür aus ValÞófsstaður.

Das Museum wurde am 1. September 2004 neu eröffnet, nachdem es lange Zeit wegen Renovierungsarbeiten geschlossen war. In interessanten Kapiteln und unter Verwendung neuester Computertechnik wird die Geschichte Islands dargestellt.

Museum für das kulturelle Erbe Islands (Þjóðmenningarhúsið)

Das in den Jahren 1906-09 erbaute Museumshaus war von Anbeginn ein Hort isländischer Kulturschätze. In diesem Haus befanden sich die Nationalbibliothek, das Nationalmuseum, die Nationale Handschriftensammlung und das Naturkundemuseum. Als diese Museen im Laufe der Jahre eigene Gebäude bezogen, beschloss die Regierung, das Haus vollständig zu renovieren, mit dem Ziel, es unter Denkmalschutz zu stellen und seinen historischen Stellenwert zu bewahren. Im Jahr 2000 erhielt das Haus seine neue Bestimmung. Mit seiner Nationalen Handschriftensammlung, zahlreichen Ausstellungen und verschiedenen Kulturveranstaltungen ist es ein wichtiger Schauplatz isländischer Kultur und isländischen Kulturerbes.

Die Nationalgalerie (Listasafn)

Die Architektur des am Tjörnin gelegenen Gebäudes verdient eigene Erwähnung. Der ältere Teil wurde 1916-1917 als Eishaus erbaut, um dort Fisch zu konservieren. Der moderne Neubau wurde 1980-1988 erstellt.

Die Galerie zeigt in einem halbjährlichem Turnus Ausschnitte aus ihrer etwa 5000 Kunstwerke umfassenden Sammlung mit dem Schwerpunkt auf isländischen Künstlern (z. B. zahlreiche Werke der herausragenden Maler Ásgrímur Jónsson und Jóhannes Sveinsson Kjarval). Außerdem gibt es häufig thematisch orientierte Wechselausstellungen.

Kjarvalsstaðir

Das Museum in der Flókagata widmet sich hauptsächlich, wie der Name sagt, dem Werk des Malers Jóhannes Sveinsson Kjarval (1885-1972). Allerdings finden in Nebenräumen auch wechselnde Ausstellungen etwa moderner Installationskünstler statt.

Ásmundarsafn

Das Museum im Laugardalur befasst sich hauptsächlich mit dem Werk des Bildhauers Ásmundur Sveinsson (1893-1982). Sowohl die lichtdurchfluteten Räume mit den klaren Linien als auch die oft abstrakten Skulpturen des Bildhauers überzeugen mit Detailtreue und herber Schönheit. Vor dem Haus befindet sich ein Skulpturengarten.

Einar-Jónsson-Museum

Direkt vor der Hallgrimskirkja liegt das Museum des isländischen Bildhauers Einar Jónsson. Das Gebäude erinnert stark an die 30er Jahre. Dem Museum ist ebenfalls ein Skulpturengarten angeschlossen, in dem sich die mystisch angehauchten Figuren hinter Blumen und Sträuchern verbergen.

Handschriftensammlung Árni-Magnússon

Der Gelehrte Árni Magnússon (vgl. auch den Roman Islandglocke von Halldór Laxness) hatte im 17. Jahrhundert Tausende von alten Urkunden, mittelalterlichen Manuskripten und anderen historischen Texten gesammelt und nach Dänemark gebracht. Nach jahrelangem Streit gaben die Dänen diese Zeugnisse altisländischer Kultur 1971 zurück. Sie sind in dieser Sammlung aufbewahrt und einige von ihnen werden in einem kleinen Ausstellungsraum der Öffentlichkeit präsentiert. Zu den Kostbarkeiten der Sammlung gehören die Flateyjarbók (vgl. Breiðafjörður) und der Codex Regius.

Das Freilichtmuseum Árbæjarsafn

Im Stadtteil Árbær, etwas außerhalb des Zentrums, befindet sich das große Freilichtmuseum. In diesem sind ca. 30 Bürgerhäuser und Torfhütten aus dem 19. Jahrhundert mitsamt passender Innenausstattung zu besichtigen. Die Museumswärter tragen passenderweise die Tracht der damaligen Zeit. Manchmal kann man auch Handwerkern bei der Arbeit zusehen.

Weitere Museen

  • Ásgrímur Jónsson-Museum (Gemäldesammlung)
  • Sigurjón Ólafsson Museum (moderne Skulpturen)
  • Medizinmuseum Nesstofa in der Nachbargemeinde Seltjarnarnes
  • The Living Art Museum
  • Naturgeschichtliches Museum
  • Fotografie-Museum
  • moderner Skulpturengarten am Strand des Vororts Reykjavík-Víkur
  • Eines der wenigen Penismuseen weltweit startete In Reykjavík und ist nach Húsavík gezogen.

Kuriositäten

Eine „Dokumentation“ des Senders arte am 7. August 2005 löste eine Diskussion um das sogenannte HumaniTV aus.

In dem Kurzfilm Citizen Cam von Jérôme Scemla wird ein System von Videokameras in Reykjavík vorgestellt, auf welches die Einwohner der Stadt per Fernsehen Zugriff haben. Im Film erfolgte eine kurze Vorstellung von Pro und Kontra einer Überwachung.

Bei diesem Kurzfilm handelt es sich, trotz seiner Kennzeichnung als Dokumentation, um eine Fiktion.

Interessante Bauwerke

Domkirche und Universität

Eines der ältesten Gebäude in der Stadt ist der Dom (isländ. „Dómkirkjan“). Er befindet sich in der Nähe des Hotel Borg im Stadtzentrum.

Die Kirche wurde Ende des 18. Jahrhunderts erbaut anlässlich der Verlegung des Bischofssitzes von Skálholt nach Reykjavík. Bei ihrer Einweihung 1796 passten noch alle Einwohner der Stadt in die eigentlich eher kleine Kirche. Nach dem Umbau von 1847, der der Kirche ihr heutiges Aussehen gab, installierte man darin u. a. ein Taufbecken des isländisch-dänischen Bildhauers Bertel Thorvaldsen.

Sehenswert ist außerdem noch das Universitätsgebäude der Háskóli Íslands.

Link: Die Universität zu Reykjavík, Homepage

Die Hallgrímskirkja

Hallgrímskirkja im Winter
Hallgrímskirkja im Winter

Neben diesen älteren Gebäuden in Reykjavík finden sich auch zahlreiche interessante Gebäude der moderneren Architektur. Auffallend sind hier vor allem die modernen Kirchengebäude der Stadt. Die Hallgrímskirkja ist dabei zugleich eins der höchsten Gebäude des Landes. Von ihrer Stellung auf einem Hügel überragt sie die Innenstadt.

Die Hallgrímskirkja mit ihrem auffallenden Turm kann als Wahrzeichen der Stadt betrachtet werden. Auf den 73 m hohen Turm führt ein Lift und neben dem Öskjuhlíð bietet sich von hier aus die beste Aussicht über die Stadt und oft bis hin zum Snæfellsjökull. Sie wurde nach dem Dichter und evangelischen Pfarrer Hallgrímur Pétursson benannt. Entworfen wurde das Gebäude von dem isländischen Architekten Guðjón Samúelsson, der auch für den Bau der Kathedrale von Akureyri verantwortlich zeichnet. Es dauerte über 40 Jahre (ab 1943), bis die Kirche 1986 eingeweiht wurde.

Auffallend ist die Ähnlichkeit zu Basaltsäulen, die von der Grundgestaltung der Kirchenfassade in den grauen Betonstiften umgesetzt werden. Das sehr helle Innere der Kirche weist reichlich gotische Stilelemente auf. Durch die Kirchenfenster aus durchsichtigem Glas hinter dem Hauptaltar kann man ungewöhnlicherweise Himmel und Wolken sehen.

Links: Die Hallgrímskirche in Reykjavík

Perlan

Ein besonders auffallendes Gebäude ist Perlan im Stadtteil Öskjuhlið. Unter einer Glaskuppel auf den riesigen Heißwasserspeichern der Stadt befinden sich ein kleines Sagamuseum, ein Restaurant und Geschäfte. Die Tanks versorgen zum einem die Stadt mit Warmwasser, zum anderen ersetzen sie in weiten Teilen der Stadt den Winterdienst, da von hier aus die Straßen und Gehwege beheizt werden. Das Gebäude ist auch ein sehr guter Aussichtpunkt auf Reykjavík und Umgebung.

Links: Das Heizungssystem von Reykjavík

Wirtschaft und Verkehr

Bild:Reykjavík5.jpg
Am Hafen (im Hintergrund der Berg Esja)

In Reykjavík befinden sich v.a. Dienstleistungsunternehmen, Fischerei- und High Tech-Industrie, u. a. gentechnische und biotechnische Labors.

Die Stadt verfügt inzwischen über einige bis zu sechsspurige Stadtautobahnen. Die Ringstraße Nr.1 führt durch die Außenbezirke der Stadt hindurch. Sie erstreckt sich nach Osten weiter über die Hellisheiði Richtung Selfoss und nach Nordwesten Richtung Akranes und Borgarnes, wobei sie das Reykjavík überragende Bergmassiv der Esja umrundet. Derzeit wird die Staatsstraße zum internationalen Flughafen bei Keflavík vierspurig ausgebaut. Einen Bahnhof gibt es nicht, da auf Island keine Eisenbahnen existieren.

Außerdem hat Reykjavík ein ausgesprochen effizientes öffentliches Verkehrssystem aufzuweisen: Busse mit 5 dezentralen Busbahnhöfen und einem zentralen Busbahnhof, dem BSÍ, sowie einen Inlandsflughafen in der Nähe des Tjörnin. In der Diskussion ist die Verwendung der - in Island viel billigeren - Energiequelle Strom für den öffentlichen Nahverkehr. Vom Einsatz von Straßenbahnen ist man wegen der Erdbebengefahr abgekommen und wird sich vermutlich letztendlich für ein Bussystem mit elektrischen Oberleitungen entscheiden. Inzwischen wird auch Wasserstoff als Antriebsquelle für Busse ausgetestet.

Bilder

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter

Siehe auch

Weblinks


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