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Allokation
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Eine Allokation (vom lateinischen „allocare“, zu deutsch „platzieren“) ist eine Zuordnung von Elementen einer Menge zu Elementen einer anderen Menge. In der Regel ist die allozierte Menge eine Menge von Ressourcen und von Subjekten oder Objekten, welche die Ressource(n) verwenden. Kennzeichnend ist, dass eine bereits allozierte Ressource nicht gleichzeitig einem anderen Subjekt oder Objekt zur Verfügung steht.
Das zugehörige Verb lautet allozieren. In der Informatik wird zunehmend häufiger auch das Verb allokieren verwendet, das direkt vom englischen „allocate“ abgeleitet wurde. Der Rechtschreibduden gestattet diese letztere Schreibweise jedoch nicht.
Das Gegenteil von Allokation, also das Freigeben von Ressourcen, ist die Deallokation bzw. das Deallokieren.
In verschiedenen Wissenschaften haben die Begriffe jeweils eine spezifische Bedeutung.
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Informatik
Software kann Hauptspeicher oder Ressourcen allozieren, d. h. zur eigenen Verwendung ansprechen oder reservieren.
Bei der Entwicklung eingebetteter Systeme ist Allokation neben der Partitionierung und dem Scheduling eine Teilaufgabe bei der Strukturierung von Software unter Berücksichtigung von nicht-funktionalen Anforderungen. Die Allokation ordnet Softwareeinheiten bestimmte Rechnerressourcen zu. Ziele einer Allokation sind unter anderem die Minimierung der Gesamtkosten der Anwendung und der Kommunikation zwischen den Prozessoren. Allokationsprobleme kann man mit Flussproblem-Algorithmen oder mit heuristischen Ansätzen lösen.
Im Kontext verteilter Datenbanken bezeichnet man als Allokation die Zuordnung von Datenfragmenten zu einem oder mehreren Rechnersystemen (Datenbanknoten).
Wirtschaftswissenschaft
In der Wirtschaftswissenschaft bezeichnet man das Zuordnen knapper Ressourcen auf verschiedene Verwendungsmöglichkeiten als Ressourcenallokation. Ein bestimmter Produktionsfaktor (Rohstoff, Vorprodukt, Energie, Arbeitskraft, Finanzmittel, Recht), der zur Produktion des Gutes X eingesetzt wird, kann damit nicht gleichzeitig alternativ zur Produktion eines Gutes Y verwendet werden.
In einer Marktwirtschaft wird die Allokation auf Märkten über den Preis der Ressource gesteuert. Derjenige, der die Ressource am dringendsten braucht, ist wahrscheinlich bereit, einen höheren Preis zu zahlen. Ist diese Allokation nicht mehr gewährleistet, spricht man von Marktversagen.
Gegenstand einer vergleichenden Betrachtung können mehrere mögliche Allokationen sein, um die optimale zu finden. Zum Beispiel kann aus der Menge der zulässigen Allokationen die Menge der pareto-effizienten Allokationen bestimmt werden. Für öffentliche Güter urteilte Richard Musgrave, dass die Allokation meritorischer und sozialer Güter eine der Kernaufgaben des Staates sei.
Während sich die Allokation mit der Verteilung der Produktionsfaktoren befasst, wird bei der Distribution die Verteilung der Konsumprodukte betrachtet. Aufgaben des Marktes sind Allokation und Koordination.
Ökobilanz
Bei der Erstellung von Ökobilanzen steht Allokation für die Zuteilung von Emissions- und Energiebeiträgen zu der „eigentlichen Quelle“. In Folge dessen geht ein wiederverwertetes Produkt nur zu einem geringen Anteil in die Ökobilanz ein, da die Emissions- und Energiebeiträge dem ursprünglichen Produkt angelastet werden können.
Siehe auch
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