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Rekultivierung
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Unter Rekultivierung versteht man die Wiederherstellung von naturnahen Lebensräumen für Pflanzen und Tiere auf so genannten devastierten Flächen, wie sie z.B. vom Tagebau hinterlassen werden. Auch alte Deponieflächen, Straßen oder bebaute Gelände können rekultiviert werden. Wichtig ist dabei vor allem die Entsiegelung des Bodens, also die Rückgängigmachung der Flächenversiegelung. Die größten Schwierigkeiten liegen darin, dass die zu rekultivierenden Böden in der Regel stark verdichtet und oft mit Chemikalien, Schwermetallen oder Öl verseucht sind.
Die Renaturierung bezieht sich dagegen auf Bodenoberflächen und Flüsse und hat im Gegensatz zur Rekultivierung immer eine naturnahe Wiederherstellung zum Ziel.
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Bezug zum Landschaftsschutz
Besonders im Zuge von Berg- und Straßenbau werden Natur- und Kulturflächen zerstört. Bergbaugesellschaften müssen die Flächen rekultivieren bzw. wiederherstellen, wogegen beim Straßenbau im Austausch andere Flächen renaturiert werden können.
Oft geht jedoch nicht nur die bergbauliche Nutzung mit einem Rückgang ökologischer Vielfalt einher, sondern auch die spätere Rekultivierung bzw. Renaturierung, da sich u.a. in Steinbrüchen oder Tagebaurestlöchern über Jahre Biotope gebildet haben können, die denen vor der Nutzung hinsichtlich Artenreichtum nicht nachstehen oder sie sogar übertreffen.
Daher ist die bloße Wiederherstellung bergbaulich genutzter Flächen oft zu eng gefasst, zumal die beim Betrieb oft erforderliche Absenkung des Grundwasserspiegels weit größere Landschafts- und Kulturflächen nachhaltig verändert.
Rekultivierte Abraum- und Müllhalden können meist nicht bebaut oder landwirtschaftlich genutzt werden, hier werden Baum-, Busch- oder Grasflächen angelegt, die ein Tätigkeitsfeld der Landschaftsarchitektur sind und u.a. der Erholung dienen können. Das trifft auch auf die Braunkohlen-Abbaugebiete und deren große Tagebaurestlöcher zu, die nicht verfüllt werden können.
Weblinks
Siehe auch
Literatur
- Wolfram Pflug (Hrsg.): Braunkohlentagebau und Rekultivierung. Landschaftsökologie - Folgenutzung - Naturschutz. Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg, New York, Barcelona, Budapest, Hongkong, London, Mailand, Paris, Santa Clara, Singapur und Tokio 1998, ISBN 3-540-60092-2
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