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Reichswerke Hermann Göring

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Die Reichswerke Hermann Göring (offizielle Bezeichnung Reichswerke AG für Erzbergbau und Eisenhütten „Hermann Göring“) waren neben der I.G. Farben und der Vereinigte Stahlwerke AG der größte deutsche Konzern im Dritten Reich.

Die Reichswerke AG wurde am 15. Juli 1937 zum Abbau der in Deutschland lagernden, eisenarmen Erze gegründet. Der Abbau war unrentabel, aber innerhalb der Autarkiebestrebungen des Vierjahresplans notwendig. Durch Arisierung ausländischer Großkonzerne, wie im März 1938 der österreichischen Alpine Montangesellschaft oder den tschechoslowakischen Škoda-Werken wuchsen die Reichswerke zum Mammutkonzern heran.

Der Konzern beschäftigte auf seinem Höhepunkt über 600.000 Arbeiter, darunter ab 1943 über 50 Prozent Zwangsarbeiter. Nach Kriegsbeginn setzten die Reichswerke nämlich sowohl Kriegsgefangene, Deportierte aus den besetzten Gebieten als auch KZ-Häftlinge ein. Die SS errichtete speziell dafür drei Außenkommandos/Nebenlager des KZ Neuengamme (Hamburg): das KZ Drütte, KZ Watenstedt/Leinde, KZ Salzgitter Bad. Siehe auch Lager 21.

Die Hermann-Göring-Werke waren ein Staatskonzern – 90 Prozent der Stammaktien hielt der Staat, vertreten durch das Reichswirtschaftsministerium. Für die klassischen Ruhrindustriellen war dieser Konzern eine lästige Konkurrenz, deren Gründung sie bekämpften. Am 21. Oktober 1937 kam es jedoch zu einem „Friedensschluss“, wie ihn die Konzerne selber nannten, indem sich beim Vorstandsmitglied Kimmich der Deutschen Bank Paul Pleiger, Peter Klöckner und Friedrich Flick trafen. 1942 wurde der Konzern neu strukturiert und die profitabelsten Tochtergesellschaften reprivatisiert.

Den Konzern leiteten:

Standorte des Konzerns waren unter anderem:

Quellen

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