Das Fotonexus-Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Reflexionsnebel

Aus Fotonexus.

Wechseln zu: Navigation, Suche

Mit Reflexionsnebel bezeichnet man in der Astronomie Wolken interstellaren Staubs (Nebel), die das Licht eines oder mehrerer benachbarter Sterne reflektieren.

Bild:IC0349-small.jpg
Barnards Merope Nebel (IC 349), ein Reflexionsnebel in den Plejaden
Foto: NASA

Die Sterne sind dabei nicht heiß genug, um das Material zu ionisieren, wie dies bei Emissionsnebeln der Fall ist, bewirken also kein Eigenleuchten des Nebels. Stattdessen wird das Sternenlicht durch die mikroskopischen Nebelpartikel gestreut, wodurch der Nebel selbst überhaupt erst für uns sichtbar wird; das Spektrum des Reflexionsnebels gleicht daher dem der einstrahlenden Sterne. Unter den Nebelpartikeln befinden sich viele Kohlenstoffverbindungen (u. a. Diamantstaub), aber auch solche anderer Elemente, insbesondere Eisen und Nickel. Letztere richten sich häufig nach dem galaktischen Magnetfeld aus und bewirken dadurch eine leichte Polarisation des Streulichts (Kaler, 1998). Die Unterscheidung der beiden Nebeltypen geht auf Edwin Hubble zurück (1922).

Reflexionsnebel erscheinen meist blau, da blaues Licht stärker gestreut wird als rotes (ein ähnlicher Effekt sorgt für die blaue Farbe des Himmels).

Reflexions- und Emissionsnebel können häufig zusammen beobachtet werden und werden manchmal zusammengefasst als diffuse Nebel bezeichnet. Beispiele dafür sind der Omeganebel M 17 und der Orionnebel M 42.

An die 500 Reflexionsnebel sind bekannt. Besonders prachtvoll sind die bläulichen Reflexionsnebel, die sich um die Sterne der Plejaden M 45 befinden. Ebenfalls blau erscheint der Trifidnebel M 20. Der rote Riese Antares ist umgeben von dem großen roten Reflexionsnebel Ced 132.


1922 veröffentlichte Hubble das Ergebnis seiner Untersuchungen von Gasnebeln (bright nebulae). Ein Teil dieser Arbeit ist das hubblesche Leuchtstärkegesetz für Reflexionsnebel (Hubble luminosity law for reflection nebulae), das eine Beziehung zwischen der scheinbaren Größe R des Nebels und der scheinbaren Helligkeit m des assoziierten Sterns herstellt:

5 log(R) = -m + k ,

wobei k eine Konstante ist, die von der Empfindlichkeit der Messinstrumente abhängt.

Literatur

  • James B. Kaler: Kosmische Wolken. Materie-Kreisläufe in der Milchstraße. Spektrum Akademischer Verlag, 1998.

Siehe auch

Weblinks

<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Commons: Reflexionsnebel – Bilder, Videos und/oder Audiodateien
[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/fotonexus/w/images/c/ca/Wikipedia_lexikon3e.jpg': No such file or directory.
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Reflexionsnebel, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge