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Reflexionsgrad

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Der Reflexionsgrad ρ (Reflexionsvermögen) ist das Verhältnis zwischen reflektierter und einfallender Intensität, z. B. Lichtstrom, bei Schallwellen als Schalldruck. Es handelt sich um eine gestörte Ausbreitung.

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  • Der Reflexionsgrad ρ ist ein Maß für die reflektierte Intensität.
  • Der Absorptionsgrad α ist ein Maß für die absorbierte Intensität.
  • Der Transmissionsgrad τ ist ein Maß für die durchgelassene Intensität.
  • Der Dissipationsgrad δ ist ein Maß für die "verlorengegangene" Intensität.

Zusammenhänge:

ρ + α = 1
ρ + τ + δ = 1
α = τ + δ

Gemeint ist im Allgemeinen auch das gestreute Zurückwerfen von Intensität (des Lichts) an nicht spiegelnden Flächen. In der Astronomie wird der Begriff Albedo für den diffus reflektierten Lichtstrom verwendet.
Im Gegensatz zum Reflexionsgrad ρ bezieht sich der Reflexionskoeffizient r auf die Amplitude. Grad und Koeffizient werden kaum wirklich unterschieden.

Reflexionsgrade bei der Erdfernerkundung

Bild:L5TM Spek1.jpg
empirisch ermittelte
Reflexionsgrade

Die nebenstehende Grafik zeigt Reflexionsgrade von verschiedenen Clustern.

Die erste Abbildung zeigt, dass Sandflächen sich in allen Spektralbereichen als sehr hell abzeichnen. Während sich Mutterboden (schwarze Erde) und Oberflächenwasser im sichtbaren Licht der Kanäle 1-3 nur geringfügig unterscheiden, werden bei den Kanälen 4-5+7 erhebliche Unterschiede festgestellt. So reflektiert Oberflächenwasser im Kanal 5 Null Prozent der einfallenden Sonnenstrahlung.

Die zweite Abbildung zeigt die Cluster: Nadelwald, Laubwald, Kleingärten, sowie Wiese und Sportrasen. Im sichtbaren Spektrum kann man zwar Wald von Gras bzw. Kleingärten unterscheiden, eine weitere Trennung ist aber kaum möglich. Erst die Kanäle 4-5+7 zeigen die Unterschiede. Der Kanal 4 im nahen Infrarot zeigt eindeutige Unterschiede in den Pflanzenarten und wird daher auch zur Bestimmung der Biomasse herangezogen. Der Kanal 7 im kurzwelligen Infrarot bestimmt den Wassergehalt. Bei den Waldarten erkennt man kaum Feuchtigkeitsunterschiede, wobei Sportrasen naturgemäß besser (künstlich) gewässert ist als Wiesen in der Nähe von Bachläufen.

Die dritte Abbildung macht deutlich, warum die Kanäle 3+4 zur Bestimmung der Bodenarten und der Urbanisierung herangezogen werden. In diesen Spektren unterscheiden sich Dachflächen (Häuser) von Verkehrswegen (Straßen) am deutlichsten.

Diese Reflexionsgrade sind empirisch ermittelt und können daher bei verschiedenen Fernerkundungsdaten voneinander abweichen. Die Verhältnismäßigkeiten bleiben jedoch weitestgehend erhalten.

Siehe auch

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