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Poststadion

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Das Poststadion ist ein Sportstadion in der Lehrter Straße 59 in Berlin-Tiergarten und seit dem 30. April 1990 als Baudenkmal ausgezeichnet. Es grenzt an den Fritz-Schloß-Park.

Auf dem Boden eines ehemaligen Exerzierplatzes der Garde-Ulanen entstand nach Planungen des Architekten Georg Demmler zwischen 1926 und 1929 im Stadtteil Moabit unweit des Lehrter Stadtbahnhofs das Poststadion. Dort wurden zahlreiche wichtige Sportveranstaltungen wie Endspiele von Deutschen Meisterschaften, Länderspiele oder einige Fußballspiele während der Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin ausgetragen.

Die Einweihung der von verschiedenen Übungsplätzen und einer Gymnastikhalle umgebenen Hauptanlage fand am 28. und 29. Mai 1929 statt. Das Stadion fasste bis zu 60.000 Zuschauern.

1934 trugen Schalke 04 und der 1. FC Nürnberg vor 45.000 Zuschauern das deutsche Endspiel aus. Der Zuschauerrekord von 55.000 wurde am 7. August 1936 während der olympischen Spiele aufgestellt, als die deutsche Nationalmannschaft unter den Augen der gesamten Führung des Dritten Reichs gegen Norwegen mit 0:2 verlor und sich aller Medaillenchancen beraubte. Dies sollte auch das letzte Länderspiel unter der Leitung des Reichstrainers Otto Nerz sein. Dessen Nachfolger wurde Sepp Herberger. Am 7. Juli 1935 wurde das Poststadion zur Boxarena, als Max Schmeling gegen den baskischen Spanier Paolino Uzcudun boxte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden bis in die siebziger Jahre im Wesentlichen Fußballspiele im Poststadion statt, das u.a. Tennis Borussia als Heimstätte diente.

Seit 1990 werden keine größeren Sportveranstaltungen mehr ausgetragen. Im Jahr 2003 wurde begonnen, das Stadion mit der Hilfe von arbeitslosen Jugendlichen zu sanieren. So gibt es mittlerweile (2005) eine Kunststofflaufbahn. Der Sanierungsprozess geht allerdings nur schleppend voran. Gegenwärtig (Frühjahr 2006) fristet die gesamte Anlage ein bedauernswertes Dasein und gleicht eher einem Biotop denn einer Sportanlage, die im Laufe ihrer fast 80jährigen Geschichte viele sportliche Höhepunkte gesehen hat.

Meist auf den Nebenplätzen, selten aber auch auf dem Hauptplatz des Poststadions tragen unter anderem der BFC Tur Abdin, Union 06, Minerva 93 und der ASV Berlin ihre Heimspiele aus. Auf dem Gelände des ehemaligen Freibads, das 2002 stillgelegt wurde befindet sich seit Mai 2006 der Campingplatz "Tentstation". In Betrieb ist weiterhin das Hallenbad am Poststadion.

Weblinks

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Koordinaten: 52° 31' 48" N, 13° 21' 34" O

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