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Piero Soderini

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Piero Soderini (* 1450; † 1513) war ein florentinischer Staatsmann.

Er wurde 1502 von den Florentinern zum Gonfaloniere auf Lebenszeit gewählt. Man erwartete von ihm größere Stabilität der politischen Institutionen der Republik, die nach der Verbannung Piero de’ Medicis und der Hinrichtung Girolamo Savonarolas wiederhergestellt worden waren. Seine Regierung stellte sich als moderat und klug heraus, wenn ihm auch die Qualitäten eines großen Staatsmanns fehlten.

Anstelle von ausländischen Söldern führte er ein nationales Milizsystem ein, und während seiner Regierung wurde der lange Krieg gegen Pisa mit der Einnahme der Stadt 1509 beendet. Da er Frankreich gegenüber für deren Unterstützung verpflichtet war, stellte er sich in der italienischen Politik stets auf die französische Seite.

Aber 1512 kehrten die Medici mit der Hilfe einer spanischen Armee nach Florenz zurück, setzten Soderini ab und schickten ihn ins Exil. Er nahm in Ragusa in Dalmatien Zuflucht und blieb dort bis zur Wahl Papst Leos X., der ihn nach Rom berief und der ihm seine Gunst bezeugte. Bis zu seinem Tod durfte er nicht nach Florenz zurückkehren.


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