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Ozonbelastung

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Die Ozonbelastung der Umwelt wird durch Luft-Messstationen ermittelt und regelmäßig in Belastungskarten dargestellt und veröffentlicht. Besondere Bedeutung hat die Ozonbelastung im Sommer. Infolge intensiver Sonneneinstrahlung können dann hohe Ozonkonzentrationen entstehen (siehe Smog).

Inhaltsverzeichnis

Entstehung bodennahen Ozons

Photosmog

Als Photosmog bezeichnet man die Ozonbildung unter Mitwirkung von Stickstoffoxiden, da diese Reaktion durch die Sonnenstrahlung (griech. photos=Licht) beeinflusst wird.

Die Reaktion von Stickstoffmonoxid aus Autoabgasen unter Beteiligung von Kohlenstoffmonoxid zu Stickstoffdioxid erhöht dessen Konzentration in der Atmosphäre:

CO(g)+OH(g) → CO2(g) + H(g)

H(g) + O2(g) → HO2(g)

HO2(g) + NO(g) → NO2(g) + OH(g)

Stickstoffdioxid kann durch Photolyse gespalten werden und so Ozon bilden:

NO2(g) + Licht( λ < 420 nm) → NO(g) + O(g)

Das entstandene Sauerstoffatom ist äußerst reaktiv und reagiert mit einem Sauerstoffmolekül O2 zu Ozon:

O(g) + O2(g) → O3(g)

Dabei wird das Stickstoffmonoxid zurückgebildet und kann wiederum zu Stickstoffdioxid oxidiert werden.

Entladungen

Laserdrucker, Photokopierer und Faxgeräte setzen Ozon durch Entladung frei. Auch durch Blitze entsteht Ozon.

Auswirkungen beim Menschen

Die Geruchsschwelle von Ozon liegt bei 40 µg/m³, allerdings gewöhnt man sich schnell an den Geruch und nimmt ihn dann nicht mehr wahr.

Ozon dringt als Reizgas tief in die Lunge ein und kann Entzündungen hervorrufen. Je nach Dauer der Belastung und der Konzentration gibt es gesundheitliche Auswirkungen wie:

  • Husten
  • Augenreizung
  • Kopfschmerzen
  • Lungenfunktionsstörungen

Nach Empfehlungen von Ärzten sollten körperliche Anstrengungen bei hohen Ozonwerten vermieden werden.

Grenzwerte

Nach der 3. EU Richtlinie 2002/3/EG für "Grenzwerte zum Schutze der Gesundheit" gilt:

  • 1-h-Konzentration > 180 μg/m3: Information der Bevölkerung
  • 1-h-Konzentration > 240 μg/m3: Warnung der Bevölkerung
  • max. Tagesbelastung (8-h-Wert): 120 μg/m3

Literatur

  • Chemie heute - Sekundarbereich II, Schrödel Verlag

Weblinks

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